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24.07.2006

Steil nach oben

Nordhausen (nnz). Die Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland bescherte den Thüringer Fans nicht nur bildschöne Steilvorlagen, sondern auch steigende Verbraucherpreise. Die nnz mit den Einzelheiten.


Die Verbraucherpreise in Thüringen stiegen nach Berechnungen des Thüringer Landesamtes für Statistik zwischen Mitte Juni und Mitte Juli 2006 um 0,5 Prozent auf einen Indexstand von 111,5 (Basisjahr 2000 = 100). In diesem Jahr gab es solch einen deutlichen Preisanstieg nur noch im Februar. Die höheren Preise resultierten insbesondere aus der abermaligen Anhebung der Preise für Heizöl und Kraftstoffe um 2,7 Prozent (Kraftstoffe: + 3,4 Prozent, Heizöl + 0,2 Prozent) sowie aus den überdurchschnittlichen Preiserhöhungen für saisonabhängige Dienstleistungen um 5,3 Prozent, darunter Ferienwohnungen (+ 28,1 Prozent) und Pauschalreisen (+ 14,7 Prozent), Beherbergungsdienstleistungen (+ 10,7 Prozent). Die Preise im Bereich 'Verkehr' zogen um 1,2 Prozent an. Eng verbunden mit der Urlaubs- und Feriensaison ist die Preisentwicklung im Luftverkehr. Von Juni bis Juli 2006 zogen die Preise der Personenbeförderung im Luftverkehr um 11,2 Prozent an.

Nur in 3 der 12 Warenhauptgruppen (siehe Tabelle) lag das Preisniveau im Juli 2006 unter dem des Vormonats. Im Einzelnen waren das die Bereiche 'Bekleidung und Schuhe' (- 1,2 Prozent) sowie 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke' und 'Nachrichtenübermittlung' (jeweils - 0,2 Prozent). Bei Bekleidung wurden Preisnachlässe u.a. für Kinderschlafanzüge (- 9,0 Prozent), Kindershirts (- 7,4 Prozent) und Mädchenkleider, -kostüme oder -hosenanzüge (- 6,4 Prozent) gewährt.

Während die Preise für Nahrungsmittel um 0,3 Prozent sanken, stiegen sie für alkoholfreie Getränke um 0,3 Prozent an. Aber auch innerhalb der einzelnen Gruppen verlief die Preisentwicklung unterschiedlich. Binnen Monatsfrist verteuerte sich Obst um 2,0 Prozent, Gemüse ging im Preis um 4,5 Prozent zurück. Bei Obst zogen u.a. die Preise für Kiwis (+ 6,9 Prozent), Orangen (+ 4,6 Prozent) und Grapefruits (+ 4,4 Prozent) an. Überdurchschnittliche Preisnachlässe gab es bei Gemüse u.a. für Blumenkohl (- 40,4 Prozent), Lauch (- 23,7 Prozent), Zucchini oder Auberginen (- 19,5 Prozent) und Kopf- oder Eisbergsalat (- 18,8 Prozent).
Preisanstieg wurden bei Nahrungsmitteln u.a. für Gemüsekonserven (+ 4,7 Prozent), frisches Fischfilet (+ 4,0 Prozent) und Gewürze (+ 3,1 Prozent) ermittelt.

Die günstigeren Preise im Bereich der 'Nachrichtenübermittlung' (- 1,1 Prozent) sind auf Preisnachlässe für Post- und Kurierdienstleistungen zurückzuführen.

Die Aufwendungen für 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' sind nahezu unverändert geblieben (+ 0,1 Prozent); aber für die einzelnen Leistungen zeigte sich ein stark differenziertes Bild. So wurde die Müllabfuhr nochmals um 3,1 Prozent teuerer. Die Preise für die regelmäßige Instandhaltung der Wohnung stiegen um 2,2 Prozent, feste Brennstoffe zogen im Preis um 0,8 Prozent an und die Gebühr für Zentralheizung und Fernwärme verteuerte sich innerhalb des letzten Erhebungszeitraumes um 0,5 Prozent.

Die Jahresteuerungsrate lag in Thüringen den dritten Monat in Folge bei 2,2 Prozent. Hauptursache sind die bundesweit seit über zwei Jahren steigenden Energiepreise. Ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) hätte die Jahresteuerungsrate in Thüringen bei 1,5 Prozent gelegen. Nahezu explodiert sind die Müllgebühren. Binnen Jahresfrist stiegen sie um mehr als ein Fünftel (+ 20,8 Prozent). In Verbindung mit den Preissteigerungen für andere Nebenkosten, z.B. Gebühren für Zentralheizung und Fernwärme (+ 15,5 Prozent), Gas (+ 15,2 Prozent), Heizöl (+ 9,8 Prozent) und Wasserversorgung (+ 6,6 Prozent) verteuerte sich das Wohnen in Thüringen innerhalb eines Jahres um 3,2 Prozent.

Die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren stiegen im Vergleich zum Juli 2005 um 3,9 Prozent, hervorgerufen durch Preiserhöhungen für Tabakwaren (+ 6,0 Prozent) als auch für alkoholische Getränke (+ 0,8 Prozent). Die Preise für Spirituosen stiegen um 2,2 und die für Wein um 1,5 Prozent.

Die Jahresteuerungsrate im Bereich 'Verkehr' lag im Juli 2006 bei 3,4 Prozent. Der relativ stärkste Anstieg wurde für Kraft- und Schmierstoffe für Privatfahrzeuge ermittelt (+ 8,3 Prozent). Aber auch die Preiserhöhungen für Verkehrsdienstleistungen (+ 3,3 Prozent) trugen wesentlich zur Erhöhung des Gesamtniveaus bei. Preissteigerungen gab es ausnahmslos für alle Verkehrsdienstleistungen u.a. für die Personenbeförderung im Straßen-, See- und Binnenschiffsverkehr mit jeweils 4,5 Prozent sowie für die Personenbeförderung im Schienenverkehr (+ 4,0 Prozent).

Preisnachlässe gab es im Vergleich zum Juli 2005 nur in den Bereichen 'Nachrichtenübermittlung' (- 3,4 Prozent) sowie 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,5 Prozent).
Autor: nnz

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