So, 16:27 Uhr
16.12.2001
Whisky mal ganz anders
Nordhausen (nnz/rgz). Was vor ca. 30 Jahren mit ersten vorsichtigen Bekanntschaften mit dem schottischen "Wasser des Lebens" an den Tresen verschwiegener Highland-Bars begann, ist inzwischen zur lebensbestimmenden Leidenschaft geworden. Mehr Infos über Raritäten und Kuriositäten gibt es in Ihrer nnz.
Lothar Langerzählt in Deutschland zu den wenigen Whiskyexperten mit internationalen Kontakten, der oft auch noch solche Whiskys "ausgräbt", die schon lange als verschollen galten, Raritäten aus Brennereien, deren beste Zeiten vorbei sind, die nicht mehr destillieren oder sogar schon abgerissen sind. Whiskys, die man überall bekommt, nimmt Lothar Langer erst gar nicht in seine Listen auf.
Kein Wunder, dass Privatsammler z.B. aus der Schweiz, aber auch aus Japan, auf die streng gehüteten Geheimnisse des Bayern mit Wahlheimat Hessen zugreifen, die dieser in den Kellern qualitätsbewusster Sammler weltweit entdeckt hat - echte Sammlerstücke, deren Wert jährlich oft um zehn Prozent und mehr steigt, Investitionen im besten Sinn.
Aber nicht nur die geringe Verfügbarkeit macht diese "alten" Whiskys so interessant, sondern auch ihr ganz besonderer Geschmack. Ihr Charakter entstand durch das noch traditionell handwerkliche Herstellungsverfahren, sowie durch die Rohstoffe und klimatischen Gegebenheiten der jeweiligen Region. Individualität war selbstverständlich. Im besten Fall kamen Torf und Gerste aus unmittelbarer Nähe der Brennerei. Ausreifung erfolgte in den eigenen warehouses. Das so mit viel Fingerspitzengefühl gewonnene Aroma ist vom manchmal gleichförmigen Geschmack "moderner" Whiskys nicht nur Meilen, sondern ganze Highlands & Islands weit entfernt. Wer es nicht glaubt, muss es schmecken.
Für die Freunde eines edlen Tropfens hat Lothar Langer immer ein paar gute Flaschen auf Lager. Schnäppchen sind schon mal für 300 Mark zu haben, bei Kostbarkeiten gibt es preislich nach oben kaum Grenzen. Doch seine Aufgabe sieht er keineswegs nur darin, Whiskyfreunden Raritäten zugänglich zu machen. Vielen hilft er bei der Suche nach ganz speziellen "bottles". Da ist die Gattin eines alten Freundes, die ihm zum 50. Geburtstag etwas Gutes tun will und eine Jahrgangsabfüllung aus seinem Geburtsjahr sucht. Oder der Geschäftsführer kennt eine ganz besondere "Schwäche" seines Chefs ...
Da kommt es schon einmal vor, dass ein Freund aus Schweden zufällig in New York eine seltene Flasche entdeckt, die dann ein begeisterter Sammler in die Schweiz von seiner Belegschaft erhält. Zu besonderen Anlässen ist Lothar Langer auch gerne unterwegs, um bei einem Raritäten-Tasting im Kreise von Freunden oder Kollegen, im Club oder im Jagdhaus rasch Gleichgesinnte zu finden.
Autor: nnz
Lothar Langerzählt in Deutschland zu den wenigen Whiskyexperten mit internationalen Kontakten, der oft auch noch solche Whiskys "ausgräbt", die schon lange als verschollen galten, Raritäten aus Brennereien, deren beste Zeiten vorbei sind, die nicht mehr destillieren oder sogar schon abgerissen sind. Whiskys, die man überall bekommt, nimmt Lothar Langer erst gar nicht in seine Listen auf. Kein Wunder, dass Privatsammler z.B. aus der Schweiz, aber auch aus Japan, auf die streng gehüteten Geheimnisse des Bayern mit Wahlheimat Hessen zugreifen, die dieser in den Kellern qualitätsbewusster Sammler weltweit entdeckt hat - echte Sammlerstücke, deren Wert jährlich oft um zehn Prozent und mehr steigt, Investitionen im besten Sinn.
Aber nicht nur die geringe Verfügbarkeit macht diese "alten" Whiskys so interessant, sondern auch ihr ganz besonderer Geschmack. Ihr Charakter entstand durch das noch traditionell handwerkliche Herstellungsverfahren, sowie durch die Rohstoffe und klimatischen Gegebenheiten der jeweiligen Region. Individualität war selbstverständlich. Im besten Fall kamen Torf und Gerste aus unmittelbarer Nähe der Brennerei. Ausreifung erfolgte in den eigenen warehouses. Das so mit viel Fingerspitzengefühl gewonnene Aroma ist vom manchmal gleichförmigen Geschmack "moderner" Whiskys nicht nur Meilen, sondern ganze Highlands & Islands weit entfernt. Wer es nicht glaubt, muss es schmecken.
Für die Freunde eines edlen Tropfens hat Lothar Langer immer ein paar gute Flaschen auf Lager. Schnäppchen sind schon mal für 300 Mark zu haben, bei Kostbarkeiten gibt es preislich nach oben kaum Grenzen. Doch seine Aufgabe sieht er keineswegs nur darin, Whiskyfreunden Raritäten zugänglich zu machen. Vielen hilft er bei der Suche nach ganz speziellen "bottles". Da ist die Gattin eines alten Freundes, die ihm zum 50. Geburtstag etwas Gutes tun will und eine Jahrgangsabfüllung aus seinem Geburtsjahr sucht. Oder der Geschäftsführer kennt eine ganz besondere "Schwäche" seines Chefs ...
Da kommt es schon einmal vor, dass ein Freund aus Schweden zufällig in New York eine seltene Flasche entdeckt, die dann ein begeisterter Sammler in die Schweiz von seiner Belegschaft erhält. Zu besonderen Anlässen ist Lothar Langer auch gerne unterwegs, um bei einem Raritäten-Tasting im Kreise von Freunden oder Kollegen, im Club oder im Jagdhaus rasch Gleichgesinnte zu finden.


