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Mi, 13:24 Uhr
19.07.2006

Welche Rolle

Nordhausen (nnz). In einer Veranstaltung ist gestern in der Kreissparkasse Nordhausen über die Bedeutung von Nordhausen für Nordthüringen diskutiert worden. Statements gab es dabei unter anderem vom LEG-Chef Andreas Krey.


„Nordhausen ist die wichtigste Stadt für die Entwicklung des gesamten Nordthüringer Raum. Diese Rolle muss die Stadt auch in Zukunft aktiv wahrnehmen - das ist eine hohe Verantwortung“, sagte gestern Abend Andreas Krey, Sprecher der Geschäftsführung der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen in der Kreissparkasse bei einer Informationsveranstaltung zum Industriegebiet „Goldene Aue“. Ein wichtiges Potenzial für Nordhausen seien insbesondere die zahlreichen oberzentralen Funktionen, die Nordhausen bereits jetzt vorhalte und die gepflegt werden müssten. Gastgeber der Veranstaltung waren die Kreissparkasse Nordhausen und die Projektgruppe „Marketing“ des Regionalmanagements für den Landkreis Nordhausen, die vom Sparkassenvorstand Wolfgang Asche geleitet wird. Adressat war die Nordhäuser Unternehmerschaft.

Mit Blick auf Nordhausens Attraktivität für Investoren verwies Krey auch auf die so genannten „weichen Standortfaktoren“: „Die machen die Lebensqualität in Nordhausen aus und spielen für Unternehmensentscheidungen eine Rolle, die man nicht unterschätzen sollte.“ Dazu zähle unter anderem die Wohnqualität sowie die Freizeit- und Kulturangebote. „Und mit Blick auf die Führungskräfte und ihre Familien sind besonders die Breite und die Qualität der Bildungsangebote wichtig. Hier muss die Kette geschlossen sein - vom Kindergarten idealer weise bis hin zur Hochschule. Und das ist in Nordhausen am besten ausgeprägt, hier stimmt diese Infrastruktur“, so Krey. Auch deshalb seien die Voraussetzungen für das Industriegebiet in der Goldenen Aue sehr gut.

Die weiteren Vorteile des Industriegebiet-Standortes Nordhausen/Goldene Aue legte LEG-Vertreterin Susanne Richter dar: „An erster Stelle steht natürlich die unmittelbare Lage an der A 38. Damit liegt Nordhausen verkehrstechnisch genau in der Mitte zwischen zwei bundes- und europaweit wichtigen Ballungszentren: Dem Ruhrgebiet und dem Ballungsraum Halle Leipzig. Hinzu kommt der relativ großzügige Zuschnitt der Industriegebiet-Einzelflächen, der bei 20 Hektar liegt und damit nicht zu kleinteilig ist. Der dritte Faktor ist die EU-Höchstförderung für Ansiedlungen hier in der Region und nicht zuletzt das gute Potenzial an gut ausgebildeten Arbeitskräften, das auch in der langen Industrietradition Nordhausens gründet. So ergreifen viele junge Leute technische Berufe, weil Vater oder Mutter einen ähnlichen Beruf hatten“, sagte Frau Richter. Diese berufliche Ausrichtung wiederum werde durch die Angebote der Fachhochschule befördert, die eine starke technische Ausrichtung habe.

Susanne Richter forderte die lokalen Wirtschaftsvertreter auf, ihren Teil zum Erfolg des Industriegebietes beizutragen: „Sie sind praktisch die wichtigsten Standortbotschafter. Nutzen Sie Ihre Kontakte zu Kollegen und Geschäftspartnern, um Sie auf das Industriegebiet aufmerksam zu machen, werben Sie für Ihre Region“, so Frau Richter. Diese Art der Werbung für eine Investition sei äußerst effizient - im Gegensatz zum Beispiel zu den oft geforderten großen Anzeigenkampagnen. „Diese verursachen immense Kosten, haben aber große Streuverluste. Da ist die gezielte Ansprache - wie sie auch von der LEG betrieben wird - deutlich effizienter.“
Autor: nnz

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