Fr, 08:44 Uhr
14.07.2006
Plädoyer für Naturschutzgebiet
Nordhausen (nnz). Im Rahmen der Themenwanderungen der Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates Südharz führte der ehem. Revierförster Bernd Meier interessierte Naturfreunde aus den Bundesländern Thüringen, Sachsen Anhalt und Niedersachsen durch das Harzfelder Holz. Ein Bericht von Elke Blanke.
Plädoyer für Naturschutzgebiet (Foto: nnz)
Als Exkursionsleiter verstand es Meier hervorragend, seine umfangreichen Fachkenntnisse so aufzubereiten, dass sich jeder Teilnehmer dieser Wanderung wichtige Grundlagen des Waldbaus und der ökologischen Zusammenhänge aneignen konnte. Eigentlich eine Sache, so Elke Blanke von der GFB, die in jeden Biologieunterricht gehört. In der Praxis zu lernen, darin waren sich die Exkursionsteilnehmer einig, macht natürlich bedeutend mehr Spaß. Die Landschaft des Gipskarstes ist vielfältig und auf Grund der bewegten Geländestrukturen auch durch den Forst nicht einfach zu bewirtschaften. Diesem Umstand als auch der Umsicht der Forstgenossenschaften, die einen Großteil des Harzfelder Holzes bewirtschaften, ist es zu verdanken, dass der Wald einen naturnahen und standorttypischen Bestand an Buchen und anderen Laubhölzern aufweist.
Besondere Erwähnung fand auch die frühere bergbauliche Nutzung des Harzfelder Holzes, die allerdings heute nur noch dem aufmerksamen Betrachter augenscheinlich wird. Die zahlreichen Stollen bieten heute seltenen Tierarten wie Fledermäusen wichtige Quartiere und begründen neben den Altholzbeständen auch deren zahlenmäßig starke Population in dem Gebiet.
Die Teilnehmer der Wanderung waren sich darin einig, dass eine Ausweisung des Harzfelder Holzes und der angrenzenden Bereiche als Naturschutzgebiet durch die zuständige Behörde längst überfällig ist. Der Lückenschluss zur Rüdigsdorfer Schweiz, so die einhellige Auffassung der Teilnehmer, ist auch im Sinne einer Vernetzung dieser ästhetisch so ansprechenden Lebensräume eine Voraussetzung für den langfristigen Schutz der Gipskarstlandschaft Südharz.
Autor: nnz
Plädoyer für Naturschutzgebiet (Foto: nnz)
Als Exkursionsleiter verstand es Meier hervorragend, seine umfangreichen Fachkenntnisse so aufzubereiten, dass sich jeder Teilnehmer dieser Wanderung wichtige Grundlagen des Waldbaus und der ökologischen Zusammenhänge aneignen konnte. Eigentlich eine Sache, so Elke Blanke von der GFB, die in jeden Biologieunterricht gehört. In der Praxis zu lernen, darin waren sich die Exkursionsteilnehmer einig, macht natürlich bedeutend mehr Spaß. Die Landschaft des Gipskarstes ist vielfältig und auf Grund der bewegten Geländestrukturen auch durch den Forst nicht einfach zu bewirtschaften. Diesem Umstand als auch der Umsicht der Forstgenossenschaften, die einen Großteil des Harzfelder Holzes bewirtschaften, ist es zu verdanken, dass der Wald einen naturnahen und standorttypischen Bestand an Buchen und anderen Laubhölzern aufweist.
Besondere Erwähnung fand auch die frühere bergbauliche Nutzung des Harzfelder Holzes, die allerdings heute nur noch dem aufmerksamen Betrachter augenscheinlich wird. Die zahlreichen Stollen bieten heute seltenen Tierarten wie Fledermäusen wichtige Quartiere und begründen neben den Altholzbeständen auch deren zahlenmäßig starke Population in dem Gebiet.
Die Teilnehmer der Wanderung waren sich darin einig, dass eine Ausweisung des Harzfelder Holzes und der angrenzenden Bereiche als Naturschutzgebiet durch die zuständige Behörde längst überfällig ist. Der Lückenschluss zur Rüdigsdorfer Schweiz, so die einhellige Auffassung der Teilnehmer, ist auch im Sinne einer Vernetzung dieser ästhetisch so ansprechenden Lebensräume eine Voraussetzung für den langfristigen Schutz der Gipskarstlandschaft Südharz.

