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Mo, 11:51 Uhr
18.03.2024
Evangelischer Kirchenkreis

Energie-Synode im Südharz

Freitagabend, die Mitglieder des Südharzer Kirchenparlaments beginnen ihre Tagung mit einem Gottesdienst in der St.-Marien-Kirche Bleicherode. Die Synode steht unter der großen Überschrift „Energie“...

Ort und Thema passen perfekt zum aktuellen Projekt der Bleicheröder Gemeinde. Dr. Christoph Maletz stellt das Konzept des Bundeswirtschaftsministeriums ETiK – „Energieeffiziente Temperierung in Kirchen“ vor. Als eine von nur sieben ausgewählten Gemeinden bundesweit, ist die St.-Marien-Kirche in Bleicherode unter den Teilnehmern.

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Die neuen mobilen Sitzheizkissen wärmten die Synodalen und Gäste bereits. Doch es steckt viel mehr dahinter. Das Gesamtkonzept ist dreigeteilt. Stufe 1 mit der Installation umfangreicher Lüftungssysteme ist bereits abgeschlossen. Das Raumklima hat sich für Menschen und Orgel spürbar verbessert. Stufe 2 beinhaltet die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Pfarrhausdach. In Phase 3 ersetzt eine Wärmepumpenheizung die alte Gasheizung. In Belastungsspitzen soll eine kleine Gasheizung unterstützen, ergänzt durch den Solarstrom. „An dieser Projektierung wird gerade gearbeitet“, erklärt Christoph Maletz.

Dr.-Ing. Pascal Leibbrandt am Freitagabend bei der Synode des Kirchenkreises Südharz (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Südharz) Dr.-Ing. Pascal Leibbrandt am Freitagabend bei der Synode des Kirchenkreises Südharz (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Südharz)


Klimaneutrale Energieversorgung
Nach dem Umzug ins St.-Marien-Hospital wird das Thema gedanklich auf den Kirchenkreis ausgeweitet. „Wir glauben an den Schöpfer dieser großartigen Schöpfung. Wir sind beauftragt, sie zu bewahren“, betont Pfarrer Hauke Meinhold nachdrücklich. Die Frage sei, was helfe von der Absicht zum Handeln zu kommen. Der Kirchenkreis will sich auf den Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung machen. Dazu müssen die kirchlichen Gebäude näher betrachtet werden. Dr.-Ing. Pascal Leibbrandt, Wissenschaftler an der Hochschule Nordhausen, stellt am Freitagabend eine mögliche Energiesystemmodellierung vor. Im Rahmen dieses Leistungspaketes werden Referenzgebäude ausgewählt und angeschaut.

Zukünftig wären sie die Planungsgrundlage für vergleichbare Bauwerke. Ausgewertet werden dazu beispielsweise, der bauliche Zustand, Gebäudestandort, -ausrichtung und -nutzung, vorhandene Heizsysteme, Energieverbrauch und das Potential erneuerbare Energien einzusetzen. Wie dies später in der konkreten Umsetzung vor Ort aussehen könnte, zeigen Claus Müller und Rainer Große von der Energiegenossenschaft Helmetal eG an einigen Beispielen. Die Genossenschaft bietet die Möglichkeit, die Energieversorgung in die eigenen Hände zu nehmen. Nach all diesem Informationen haben die Synodalen Diskussionsbedarf.

Am Abend folgt der Beschluss, dass sich der Kirchenkreis Südharz auf den Weg macht, klimaneutral zu werden. Das bereits in Arbeit befindliche Gebäudekonzept dient dafür als Grundlage. Der Kreiskirchenrat soll nun das Angebot der Hochschule prüfen, um eine Zusammenarbeit vorzubereiten. „Dieser heutige Beschluss soll den Weg markieren, den wir gehen wollen“, bekräftigt Superintendent Andreas Schwarze.
Autor: red

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