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Fr, 15:43 Uhr
30.06.2006

Bahnhof erstrahlt in neuem Glanz

Niedersachswerfen (nnz). Seit Anfang April wurde der bisher noch unbefestigte Mittelbahnsteig saniert. Heute legte Bürgermeister Jochen Napiralla gemeinsam mit HSB-Vertretern letzte Hand an und setzte die letzen Steine ein. Aktuelles und historisches vom Niedersachswerfer Bahnhof finden Sie hier.

Bahnhof erstrahlt in neuem Glanz (Foto: nnz) Bahnhof erstrahlt in neuem Glanz (Foto: nnz)

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) übergab heute in Anwesenheit von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen der Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH (NVS) Volker Heepen und der Bürgermeister der Gemeinde Niedersachswerfen Jochen Napiralla, den in großen Teilen in den letzten Wochen sanierten Bahnhof Niedersachswerfen Ost an die Fahrgäste. Damit hat der ÖPNV zwischen Nordhausen und Ilfeld eine weitere Aufwertung erfahren.

Seit Anfang April 2006 wurde dabei der bisher größtenteils noch unbefestigte Mittelbahnsteig auf einer Länge von ca. 140 Metern komplett saniert und den modernen Anforderungen für den Schüler- und Berufs-, aber auch touristischen Verkehr auf der Harzquerbahn angepasst. Dazu wurden neue Bahnsteigkanten und eine neue Pflasterung inklusive Blindenleitstreifen gesetzt sowie die Bahnsteigbeleuchtung erneuert. Die Gleise 1 und 2 sind neu mit Schotter gestopft worden. Als Schutz vor den Unbilden der Witterung wurde auch ein rustikales Wartehäuschen errichtet. Die Investitionssumme betrug insgesamt 200.000 Euro, wovon die NVS 40 % bereitstellte. Die Bauarbeiten wurden von der Firma NTG-Bau GmbH aus dem benachbarten nordthüringischen Breitenworbis ausgeführt.

Bei der heutigen feierlichen Einweihung würdigte Matthias Wagener, Geschäftsführer der HSB vor allem diese Unterstützung durch die NVS. Er dankte aber auch der Gemeinde Niedersachswerfen, die sich bereits in den vergangenen Jahren um das Bahnhofsgelände als örtlicher Knotenpunkt des ÖPNV stark engagierte. Zukünftig wird die Gemeinde als Beitrag zu dieser gemeinsamen Bahnhofsverschönerungsmaßnahme weiterhin für die Pflege des Geländes sorgen.

Historisches:
Nachdem der Bahnhof Niedersachswerfen Ost zwischen 1970 und 1979 zu einem Haltepunkt umgewandelt worden war, da keine Zugkreuzungen mehr notwenig waren, erfuhr er im Jahr 1979 eine noch heute erwähnenswerte, einmalige Aufwertung: Aufgrund des zunehmenden Güterverkehrs wurden in Niedersachswerfen Ost als ersten Bahnhof innerhalb des Streckennetzes der damaligen Deutschen Reichsbahn so genannte Rückfallweichen eingebaut. Diese Weichenart fällt nach dem Durchfahren des Zuges selbständig wieder in den Ursprungszustand zurück und wird mittels Signalen überwacht. Die anfangs vorhandenen mechanischen Signale zur Überwachung der richtigen Lage Weiche (Grundstellung) wurden 1985 durch elektronische Signale ausgetauscht. Damit war der Haltepunkt wieder zu einem Bahnhof mit zwei Gleisen und Kreuzungsmöglichkeit aufgewertet.

Das elektronische Stellwerk als wichtiger Bestandteil der zwischen Nordhausen Nord und Ilfeld Neanderklinik bestehenden technischen Absicherung des Zugleitbetriebes und als wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des „Nordhäuser Modells“ befindet sich seit April 2004 in Niedersachswerfen Ost. Vom Bedienplatz in Nordhausen Nord wird somit der gesamte Zugverkehr auf diesem Streckenabschnitt überwacht.
Autor: nnz

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