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Di, 13:36 Uhr
30.01.2024
Polizeibericht

Landwirte wollen wieder blockieren

Am Mittwoch kann es aufgrund landesweiter Protestaktionen im Zeitraum von etwa 08:00 bis 13:00 Uhr zu Beeinträchtigungen an den Thüringer Autobahnauffahrten kommen. Das teilt die Landespolizei mit...

Der Thüringer Bauernverband hat anlässlich der parallel stattfindenden Haushaltsdebatte im Bundestag zu den Demonstrationen aufgerufen.

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Mit Verkehrsbehinderungen abseits der Autobahnauffahrten und schon weit vor 08:00 Uhr ist zu rechnen. Es wird von der Polizei empfohlen, bei unaufschiebbaren Fahrten mit dem Pkw oder den öffentlichen Verkehrsmitteln genügend Zeit einzuplanen und sich Alternativrouten zu überlegen. Bei Staubildung sind Rettungsgassen freizuhalten.

Auf die gegenseitige Vorsicht- und Rücksichtnahme unter Verkehrsteilnehmern wird hingewiesen. Die Polizei wird zur Absicherung des Straßenverkehrs sowie zum Schutz der Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit an diesem Tag im Einsatz sein.
Autor: red

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Kommentare
Franz Haarkamm
30.01.2024, 16:45 Uhr
Ich finde das Anliegen der Bauern…
… ja durchaus berechtigt, auch wenn es beschämend ist, dass sie von „ihrer Hände Werk“ nicht leben können, weil wir ihre Produkte nicht ordentlich bezahlen.
Allerdings würde mich interessieren, wie viele im Stundenlohn auf dem Trecker ihres Chefs, sozusagen gegen Entgeld demonstrieren. Scheint mir in unserer Gegend, in der es fast nur noch Großbetriebe gibt nicht unwahrscheinlich zu sein. Wenn dem so wäre kann man nur fragen: Was ist bloß aus Deutschland geworden? Früher demonstrierten die abhängig Beschäftigten für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen- heute für ihre Chefs.
grobschmied56
30.01.2024, 17:35 Uhr
Richtig, Herr Haarkamm! ...
... es gibt hier sogar eine ganze Menge Leute, die demonstrieren FÜR die Regierung und gegen die Opposition! Sachen gibt's....
Flitzpiepe
30.01.2024, 17:45 Uhr
'weil wir ihre Produkte nicht ordentlich bezahlen'
Das stimmt ja so nicht.
Der Endverbraucher bezahlt doch genug.
Der Erzeuger bekommt nur zu wenig vom EVP.
Erhöht der Handel die Verkaufspreise aus Gründen, sackt dieser die Erhöhung komplett ein und der Erzeuger hat davon nichts.
Das muss sich ändern!
Wie wäre es denn z.B., wenn der Anteil des Erzeugers nicht fest sondern prozentual vom Endpreis festgelegt wird?
Z.B. 1L Milch zu 1€ - der Erzeuger bekommt 50 Prozent vom Endpreis also 50 Cent.
Erhöht der Handel den Preis z.B. auf 1,50 € aus Gründen, bekommt der Erzeuger auch mehr - nämlich 75 Cent.

Übrigens bei Lohn/Gehaltsverhandlungen sollte der umgekehrte Weg gegangen werden. Also feste Beträge anstatt prozentuale Erhöhungen, damit die unteren Lohngruppen mehr davon profitieren. Bei prozentualen Erhöhungen geht die Schere nur immer weiter auseinander.
Franz Haarkamm
30.01.2024, 18:27 Uhr
Wow, der Grobschmied hat den Sinn meines Kommentares fast erfasst!
Mir gings tatsächlich weniger um die Bauern, ich habe wirklich Sympathie für ihr Anliegen. Ich wollte nur mein Gefühl artikulieren, das manche Leute anscheinend die eigenen Unarten in den politischen Gegner hineinprojizieren. Ein weiters Beispiel gefällig: Am Samstag gabs auf dem Eichsfeld einen Autokorso, der von einer Person aus Kelbra angemeldet wurde. Am Sonntag hieß es dann bei der Demo in NDH: Die haben bestimmt Leute aus dem Kyfhäuserkreis angekarrt. Muss ja so sein, wir machen sowas ja schließlich auch.
Im übrigen gehen die meisten nicht für die Regierung auf die Straße, sondern für den Erhalt der gefährdeten freiheitlich demokratischen Grundordnung. Und das deckt sich - nach dem, was mir bekannt ist - mit dem, wofür auch 1989 auf die Straße gegangen wurde. Oder war der Grobschmied etwa nur wegen der Bananen unterwegs?
nemoi
30.01.2024, 18:32 Uhr
ja, ja das Bäuerlein...
ich habe überhaupt kein verständnis für die geplanten Proteste......

die schädigen die Wirtschaft, verpesten mit ihren ständig laufenden Motoren die Umwelt, nötigen andere Fahrer zu riesigen Umwegen.....und, und, und....

das liebe Vieh im Stall ist da wohl ......
Leser X
30.01.2024, 18:38 Uhr
Wenn alle...
... die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können, Straßen blockieren würden, wäre das gesellschaftliche Leben eingefroren. Das meine ich völlig wertneutral. Ich wollte es nur mal geschrieben haben.
geloescht.20240214
30.01.2024, 18:53 Uhr
Was interessiert ..
..mich der Bauer mit seinen horrenden Preisvorstellungen? Gerade jetzt. Wo die Marktschreier wie in dieser nnz beworben kommen. Da decke ich mich doch ein mit Vorräte. Ist doch alles aus heimischer Produktion. Können das doch genauso billig machen. SATIRE vorbei. Wir kaufen nur regional. Sorry dass wir uns das noch leisten können. Wenn nicht gäbe es halt weniger Wurst und Fleisch. Aber die da demnächst auf dem Bebelplatz auftauchen sind nicht regional und versauen durchaus das Preis- Leistungsniveau. Trotzdem .Wer es mag. Lasst es Euch munden. Dann guten Abend noch.
Wie Bitte
30.01.2024, 20:08 Uhr
Ich hab da eine Frage, vielleicht kann die von "Die Ampel muss weg!"-Vertretern beantwortet werden?
Die AfD ist ja nun bekanntermaßen selbst auch gegen Agrar-Subventionen.
Warum eigentlich demonstrieren die Bauern zum allergrößten Teil unter dem Motto "Die Ampel muss weg!", statt für Ziele, welche sie von jeglicher staatlichen Führung unabhängig machen würde, beispielsweise für: faire Preise für ihre Erzeugnisse? Oder gegen die Vormachtstellung von Supermärkten, die landwirtschaftliche Produkte im Ausland einkaufen, um sie billiger anbieten zu können? Oder warum protestieren die Bauern nicht gegen die Billig-Einführung von saisonalen Produkten, welche sie selbst ebenfalls anbieten könnten, die aber dennoch aus sonstwoher eingeflogen werden, weil Äpfel aus Keineahnungwoher inklusive Flugkosten noch immer billiger sind als von der Apfelplantage nebenan?

Ich meine, das wäre doch viel logischer.
Wenn die deutschen Bauern, die jetzt gegen die Regierung demonstrieren, faire Preise für ihre Erzeugnisse bekommen würden, bräuchten sie doch gar nicht zu demonstrieren?
Eigentlich, das wäre der Schluss, müssten die Bauern doch gegen die Geiz-ist-geil der Konsumenten demonstrieren, sowie gegen die Großabnehmer, welche diese Mentalität durch ihre Billig-Angebote unterstützen?

Was nützt den Bauern also eine "Ampel muss weg"-Politik, wenn die nachfolgende Regierung auch gegen Agrarsubventionen ist?
Die Lösung für die Bauern wären doch stattdessen höhere Preise für ihre Produkte?
Warum unterstützt denn das niemand?
diskobolos
30.01.2024, 20:26 Uhr
Da rufen einige doch tatsächlich nach Planwirtschaft . . .
Die Bauern hätten am liebsten gut planbare, also irgendwie staatlich regulierte Einnahmen.
Seit der Wende haben wir aber die angestrebte Marktwirtschaft: Warum sollte einen Molkerei mehr für Milch bezahlen, als sie muss? Warum sollte der Handel der Molkerei mehr für die Butter bezahlen, als er muss? Und warum sollte der Konsument bei Aldi für die Butter mehr bezahlen als er muss? Da alle stakeholder so handeln, kommt beim Bauern wenig an und der Konsument bekommt billige Butter.

Die Vorstellung, dass die Bauern in diesem Geschäft die Guten sind und die anderen die Bösen ist naiver Blödsinn.
Jeder versucht dabei möglichst viel Geld zu verdienen und möglichst wenig auszugeben.

Nebenbei: Nur ca. 1 Prozent der Deutschen arbeitet in der LW. Es werden schon seit Jahrzehnten immer weniger, ohne dass es an dt. Lebensmitteln mangelt. Ihre Demos sind überhaupt nur zu bemerken, weil sie so große Traktoren haben.

Sollte die "Tierwohl-Abgabe" wirklich kommen, werden Milch und Fleisch zugunsten der Bauern teurer. Ob die Unterstützung der Konsumenten dann noch anhält?
Muggefug
30.01.2024, 22:20 Uhr
Demonstrationsfrei
Die Kommentare sind hier teilweise unter aller Kanone.
Es gibt ein Recht auf Demonstration,auch das muss eine Demokratie aushalten.
Ich bin voll bei den Bauern,die haben Mut für ihre Rechte zu kämpfen.
Im übrigen hört man im Staatsfernsehen kaum mehr was von den Bauerndemos,die haben ja mit anderer Berichterstattung zu tun.
Deutschland fährt voll vor den Baum das ist kaum noch zu stoppen.
grobschmied56
30.01.2024, 22:50 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Wieder ein bisschen Schaum vorm Mund beim Schreiben? Bezug zum Artikel?
P.Burkhardt
30.01.2024, 23:41 Uhr
ich hatte es schon bei der letzten Bauern-Demo geschrieben:
(vgl.: https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=339100#169935) wenn ich die Hälfte meines Gewinnes aus Subventionen bezahlt bekommen würde, dann würde ich doch bei einem Subventionsabbau, der meinen Gewinn gerade mal um 5 Prozent schmälert... doch einfach mal die Füße still halten....und hoffen, das niemand nach dem Rest fragt.

Ja, die Bauern...also die kleinen Landwirte mit ein paar Hektar Land, ein paar Sauen im Stall und vielleicht ein paar Rindviechern auf der kleinen Weide...die arbeiten sich kaputt - für nix, oder nicht viel. Aber...und jetzt wiederhole ich mich...ein Unternehmen (und das ist ein landwirtschaftlicher Betrieb nun mal), welches nur aufgrund von Steuergeschenken überleben kann, ist eigentlich schon tot ! Dafür dann die wegfallenden Gelder von der Allgemeinheit verantwortlich zu machen ist schlichtweg verlogen oder dumm. Das ist hart für den Einzelnen - aber wer sagt, dass das Leben in der Marktwirtschaft ein Streichelzoo ist ?

Richtig ist, dass die Bauern mehr als Andere vom Klimawandel und den Maßnahmen gegen den Klimawandel und von Umweltschutzmaßnahmen betroffen sind. Auch Bestimmungen zur Tierhaltung belasten die Landwirte. Aber deswegen die Menschen mit Blockaden (ich nenne es "Straßensperren") zu strafen, die mit ihrer Arbeit genau das Geld verdienen, welches die Hälfte des Gewinnes - also nach Kosten (im Schnitt knapp 150 TEUR pro landw. Betrieb 2022 - hab das beim letzten mal recherchiert) finanziert - das ist unerträglich.

Liebe Landwirte, richtet euren Protest bitte gegen die, die vielleicht für euren Unmut verantwortlich sind, aber nicht gegen die, die selbst zusehen, wie sie mit ihrem kleinen Hintern an die Wand kommen.
grobschmied56
30.01.2024, 23:54 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gelesen.
geloescht.20250302
01.02.2024, 16:45 Uhr
Schach!
Bin zwar nur Gelegenheitsspieler, fühlte mich neulich aber wie Scholz/Habeck/Lindner, als meine Frau 3(!) Bauern opferte und mich dann damit in eine ausweglose Lage brachte ;)
Wie Bitte
01.02.2024, 19:20 Uhr
Lieber Tannhäuser, um aus dem Bauernopfer herauszukommen
sollten Sie vielleicht bereit sein, (wesentlich) höhere, also gerechtere Preise für sämtliche landwirtschaftlichen Produkte zu bezahlen - Milch, Butter, Eier, Fleisch, Brot und so weiter und so fort.
Sagen Sie Ihrer Frau, falls Sie nicht selbst einkaufen, sie soll in Zukunft einzig und allein nur Produkte mit regionalem Aufdruck kaufen, egal, wieviel sie mehr kosten, und wenn es im Supermarkt Ihrer Wahl keine regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnisse gibt, dann gibt es eben kommendes Wochenende auch weder Brot, noch darauf Butter oder Schinken, weder Eier noch Sonntagsbraten.

Damit unterstützen Sie die Bauern wesentlich glaubwürdiger als mit "Die "Ampel muss weg, die AfD ist die Lösung!"-Parolen (weil die AfD ja selbst auch gegen sämtliche Agrar-Subventionen ist: Sie helfen mit diesem Schritt also auch, den Bauern das Überleben unter jeglicher Regierung zu ermöglichen).
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, dann werden auch keine Bauernopfer mehr nötig sein, und Sie gewinnen auch wieder gegen Ihre Frau - außer natürlich, diese verwaltet die Haushaltskasse und nicht Sie selbst.

Und bevor jemand sagt "Wie bitte? Machen Sie's doch selbst": es tut mir leid, aber ich stehe dazu, dass ich kaum bis keine regionalen Produkte kaufen kann, weil das mein Portemonnaie nicht hergibt.
Ich stell mich aber auch nicht hin und heuchle Unterstützung der Bauernproteste, nur weil ich in Wahrheit die AfD in Wahl-Stellung bringen will.
grobschmied56
02.02.2024, 02:09 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
geloescht.20250302
02.02.2024, 07:20 Uhr
Liebe(r)(s) Wie Bitte!
Wir sind nicht nur dazu bereit, sondern tun es auch! Und ich will gar nicht gewinnen! Es geht um gemeinsamen intelligenten Zeitvertreib! (Inklusive Verwendung von regionalen Produkten in der Küche).

Deshalb bleibt bei uns auch seit Jahren der Fernseher aus, wenn Fußball läuft! Tja, und das Geld, das wir seit Kündigung von Sky und DAZN monatlich sparen, bekommen der örtliche Bäcker, Fleischer und Gemüsehändler.
Kobold2
02.02.2024, 07:44 Uhr
Es wäre wünschenswert
Wenn die Erkenntniss zu mehr Regionalität auf fruchtbaren Boden fällt. Bei dem Unverständnis und den Anfeindungen, die ich hierzu in der Vergangenheit erfahren durfte, denke ich nicht an einen dauerhaftes Umdenken.
Nicht nur diese Woche wurden einige Großlager bestreikt, so daß z. B. beim gelben Discounter die Regale sichtbar ausgedünnt daherkommen. Man sollte einen Gegenpol zum Lebensmittelgroßhandel durch mehr Eigenvermarktung schaffen. Aber da muss der Endkunde mitziehen und ein Teil seiner Mentalität ablegen. In Süddeutschland ist man da schon weiter. Auf lange Sicht der sinnvollere und nachhaltiger Weg.
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