eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 14:37 Uhr
22.06.2006

Was tut sich auf der Ebersburg?

Nordhausen (nnz). Seit dem am 19. April zwischen dem Landkreis Nordhausen und dem „Verein für lebendiges Mittelalter“ in Herrmannsacker der Vertrag zur Nutzung der Ruine Ebersburg unterzeichnet wurde, verändert sich das Gelände. Eine Bestandsaufnahme von Heidelore Kneffel in ihrer nnz.

Was tut sich auf der Ebersburg? (Foto: nnz) Was tut sich auf der Ebersburg? (Foto: nnz)

Um dem romanischen Bauwerk und dem es umgebenden Areal Pflege, Erhaltung und Sanierung zukommen zu lassen, sind Mitglieder des Vereins dort auf dem Bergsporn aktiv. In der jüngsten Ausgabe von „Der Harz“, Nr. 6/2006, wird über die denkwürdige Vertragsunterzeichnung berichtet, dass sich der Landkreis Nordhausen, der Verein und der Ort, der den Namen des Thüringer Landgrafen Herrmann trägt, bemühen, dass aus dem „Kleines Burgenland“ ein Werbeslogan wird. Der Regionalverband Harz wird diese Idee aufgreifen und denkt an eine Aufnahme der Ebersburg in seine neue Produktserie „Naturerleben an der Straße der Romanik“.

Zur Zeit wird das einprägsame Kammertor der Ebersburg in zweiter Phase restauriert. An der Nordseite erkennt man, dass man im 12. Jahrhundert auch hier Teile des Mauerwerks im Fischgrätenverband errichtet hat. Der Bereich um den imposanten Turm ist abgesperrt, er bedarf als nächstes der dringenden Sanierung. Im Landkreis gibt es nichts Vergleichbares! Aber, wo tun sich die Spendentöpfe auf? Wer sieht sich in der Lage, den kommenden Generationen dieses herausragende Gebäude, über 800!!! Jahre alt, zu erhalten? Es heißt ja, Wunder gibt es immer wieder!

Der Verein jedenfalls tut das ihm Mögliche. Zur Zeit wurde die Vorburg vom größten Wildwuchs befreit. Alle verstreuten Bauwerksteine, aller alter Gipsmörtel, der uralte Schiefer werden gesammelt und erstere z. T. als Trockenmauern aufgeschichtet.

Schon, wenn man auf dem ansteigenden Weg kurz vor der Burg ist, werden die Kommenden von imposanten Wurzelskulpturen begrüßt, die wie Burgwächter ihren Dienst tun. Mögen sie Unholde aller Arten fernhalten, auch solche, die sich dort oben aufhalten und der Ansicht sind, man müsste den Abfall an Ort und Stelle fallen lassen.

Der Verein arbeitet nach Absprache mit der Denkmalbehörde, der Naturschutzbehörde, dem zuständigen Förster und dem Büroleiter des Grafen von Stolberg/Wernigerode, mit dem man die Grenze der Ebersburg laut Flurplan mit besonderen roten Bändern an Bäumen gekennzeichnet hat. Demnächst erhält der Verein Unterstützung durch den Treckerclub Ebersburg von Herrmannsacker. Man wird die umgestürzten alten Baumstämme bergen, um sie zum Sichern der Hänge zu verwenden. Der Verein braucht noch Werkzeuge, z. B. Spitzhacken, Spaten, Mistgabeln, Sägen, Gummibottiche, Seile, alte Umlenkkolben, kleine Schubkarren. Diejenigen, die solches abgeben können, melden sich bitte bei dem Verein unter 0170/5823494.

Übrigens, am Samstag, dem 24.06., ab 20.00 Uhr gibt es auf der Vorburg ein Johannisfeuer.
Heidelore Kneffel
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)