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Do, 10:52 Uhr
22.06.2006

NUV: Standort unbedingt erhalten

Nordhausen (nnz). Die Nobas soll zum Ende des kommenden Jahres geschlossen werden. So will es Günter Papenburg. Das aber will der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) nicht hinnehmen und informierte sich vor Ort. Welche Forderungen die NUV-Vorständler aufmachen, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.


Hinsichtlich der Ankündigung der Papenburg AG den Betriebsteil Nordhausen komplett bis zum 31.12.2007 zu schließen (nnz berichtete), informierte sich in dieser Woche der Vorstand des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) am Standort über die Situation des Unternehmens. Geschäftsführer Aribert Kupsch erläuterte dabei den aktuellen Stand. Er berichtete auch von den Bemühungen der Arbeitgeberseite, den Standort Nordhausen langfristig zu sichern, zu erhalten und auszubauen. Dennoch seien bisher alle Bemühungen hinsichtlich eines tragfähigen Unternehmenskonzeptes an der starren Haltung des Betriebsrates und der Gewerkschaft gescheitert, obwohl etwa die Hälfte der Arbeitnehmer am Standort die Vorschläge der Geschäftsleitung akzeptiert haben.

Der NUV-Vorstand appelliert deshalb an beide Seiten, die deutschlandweiten Erfahrungen von betrieblichen Bündnissen in anderen Unternehmen zu nutzen, um eine gemeinsame Zukunft der traditionsreichen Baumaschinenproduktion in Nordhausen zu ermöglichen.

Von Unternehmensseite wurden je nach Lohngruppe Stundenlöhne von 9,37 bis 12,55 Euro angeboten, wo deutschlandweit über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von 7,50 Euro diskutiert wird. Bei Angestellten soll das Einkommen zwischen 2.450 und 3.070 Euro pro Monat liegen.

Gewerkschaft und Betriebsrat sollten Ihre kompromiss- und verantwortungslose Haltung überdenken, um nicht den Verlust von 137 direkt betroffenen Arbeitsplätzen zu verantworten. Der Preis für eine Gewerkschaftshochburg in Nordthüringen ist hierfür sehr hoch und kann von der derzeitig wirtschaftlich schwachen Region nicht verkraftet werden. In Richtung Arbeitnehmerseite erklärt der NUV-Vorstand, dass ihm kein Fall in Deutschland bekannt ist, wo nach der Betriebsschließung die Gewerkschaft oder der Betriebsrat neue Arbeitsplätze geschaffen oder zur Verfügung gestellt haben.

Der Vorstand des Unternehmerverbandes wird seinerseits versuchen, bilaterale Gespräche in Gang zu bringen. Gleichzeitig appelliert der Verband auch an die Verantwortlichen in der Kommunal- sowie in der Landespolitik, sich in diesen Prozess einzubringen und der Schließung entgegen zu wirken. Außerdem könnte mit weiteren Gesprächen und Verhandlungen auch ein Signal an Firmeninhaber Günter Papenburg zum Erhalt des Standortes ausgesendet werden, die Entscheidung zur Stilllegung noch einmal zu überdenken.

Die Mitglieder des NUV-Vorstandes überzeugten sich bei ihrem Vor-Ort-Besuch, dass die Auftragsbücher in dem Betrieb gut gefüllt sind. Die bisherige Arbeit von Geschäftsführer Aribert Kupsch und seinem Team wird sehr hoch eingeschätzt. Schließlich ist es auch ihm zu verdanken, dass die Mehrheit der Aufträge, die das Traditionsunternehmen vergibt, in der Region bleiben und damit weitere Arbeitsplätze sichern. Der NUV schätzt ein, dass das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren seine Hausaufgaben gemacht habe, das würden die vorliegenden Aufträge, Neuausrichtung am Markt sowie die modernen wettbewerbsfähigen Produkte beweisen.

Aus diesen Gründen seien die Voraussetzungen geschaffen, die Produktion von Baumaschinen am Standort in der Rothenburgstraße langfristig zu sichern und damit die Arbeitsplätze zu erhalten.
Autor: nnz

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