eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 17:52 Uhr
15.12.2023
Spenden – aber sicher

Love - Life - Stop - Aids

Ende November fand am SBZ Nordhausen im Schulteil Morgenröte anlässlich des Welt-AIDS-Tages am eine Lesung und Gesprächsrunde zum Thema „HIV und AIDS“ statt. In Kooperation mit dem Gesundheitsamt vertreten durch Frau Wolff wurde diese Veranstaltung für die Auszubildenden der medizinischen Fachrichtungen organisiert...

Zu Gast war ein ganz besonderer Mensch – Matthias Gerschwitz. Er ist Botschafter des Welt-Aids-Tages und Protagonist der Welt-AIDS-Tag-Kampagne 2010. Für den ersten Band seines Buches „Endlich mal was Positives“ wurde er mit dem Annemarie-Madison-Preis 2010 ausgezeichnet.

Anzeige symplr (1)
In ganz beeindruckender Art und Weise erzählte er den Auszubildenden aus seinem Leben und die Geschichte seiner 1994 festgestellten HIV-Infektion. Seine Erzählungen untermalte er durch entsprechende Textstellen aus seinem Buch. Als M. Gerschwitz dann die Bekanntgabe seiner Diagnose vorlas, waren die Zuhörer emotional berührt. Gespannt folgten die Schüler den weiteren Ausführungen insbesondere zum Umgang mit dieser Erkrankung.

Offene Fragen konnten geklärt werden u.a. zum Unterschied zwischen HIV und AIDS. Interessant und neu war sicherlich auch, dass durch die erfolgreiche Therapie eine Absenkung der Viruslast unter die Nachweisgrenze 
(mehr als 20 Kopien/ml Blut) erreicht werden kann. Ist dies über einen längeren Zeitraum der Fall, gilt der Betroffene sogar nicht mehr als infektiös. Dennoch kann die Therapie HIV nicht heilen, aber sie ermöglicht den meisten HIV-positiven Menschen ein (fast) normales Leben.

Durch seine optimistische, fröhliche und teils provokative Art hat es Matthias Gerschwitz geschafft, seine Zuhörer zu begeistern. Er hat gezeigt, dass man auch mit einer unheilbaren Krankheit zukunftsorientiert leben kann. Und das ist doch was Positives!

Wir danken für diese gelungene Veranstaltung!
Stolz dürfen wir auch über den Erlös aus der Spendenaktion von 98,30 Euro sein, welcher der Deutschen AIDS-Stiftung zugutekommt. Hierfür danke ich der Klasse GP25A für ihr Engagement rund um die Spendenaktion und die fleißigen Kuchenbäcker!

Anja Manzke
Gesundheitsbeauftragte SBZ NDH
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Buchlesung zum Thema AIDS und Spendenaktion (Foto: SBZ Nordhausen)
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Janko
15.12.2023, 18:21 Uhr
Ich kann mich erinnern, als in den späten 80ern die Diskussion um AIDS
auch in die DDR schwappte.
Plötzlich wurden wir FDJ'ler für eine Aufklärungsstunde in die Aula der damaligen "Diesterweg"-POS berufen. Jemand - ich weiß nicht mehr wer - klärte uns in einem Vortrag über die Krankheit, ihren Verlauf, ihre Ansteckungsmöglichkeiten und über den Schutz vor ihr, zum Beispiel Kondome, auf.
Wir glaubten das alles damals, und es war richtig und gut so.
Das war in den späten 80ern.
Damals gab es kein Internet.

Ich glaube, hätte es damals internet gegeben, so wäre AIDS eine Erfindung der Regierung gewesen, um die Deutschen an der Vermehrung zu verhindern, damit die geheime muslimische Übernahme reibungslos verläuft. Wahrscheinlich hätten die Ausländer AIDS eingeschleppt. Und AIDS hätte es, wenn überhaupt, das wäre ja noch zu beweisen!, nur gegeben, um den Kautschuk-Herstellern überproportionale Gewinne aus den Kondom-Verkäufen zu bescheren. Es hätte Montags Demonstrationen gegeben, AIDS zu beenden und jede Menge Diskussionen, ob Menschen nun an oder mit AIDS gestorben seien.

Glücklicherweise gab es in den späten Achtzigern noch kein internet. Wir haben einfach den Leuten vertraut, die es, wie wir wussten, wussten.
Wie Bitte
15.12.2023, 20:09 Uhr
Selten etwas so Wahres und auf den Punkt gebrachtes gelesen,
doch in einem Punkt muss ich entschieden widersprechen: in der DDR hätte es keine Montags-Demonstrationen gegeben.
Denn egal, wie laut die Demonstranten heutzutage rufen, sie dürften unter der heutigen Regierung ihre Meinung nicht sagen: DAMALS hätten sie ihre Meinung tatsächlich nicht sagen dürfen.

Dieses Paradoxon ist aber all den unzufriedenen "wir dürfen unsere Meinung nicht sagen"-Schreiern noch nie aufgegangen.
P.Burkhardt
15.12.2023, 21:34 Uhr
das ist wirklich krass....
.... da gibt es tatsächlich einen Kommentator, der AIDS als Erfindung der Medien (oder der regierenden) hinstellt, das Thema herunterspielt weil es in den 80ern noch kein Internet gab um sich mit (alternativen) Fakten zu versorgen.

Ich bin sprachlos.

Gut, dass es heute dank Forschung und Medizin möglich ist, dass AIDS-Infizierte auch mit der Krankheit gut leben können.
Wie Bitte
16.12.2023, 07:05 Uhr
@Burkhardt
Sarkasmus ist nicht so Ihr Ding, oder?

Ich lese den Kommentar als 1:1- Umsetzung auf die Corona-Situation von vor drei Jahren bis heute, wo all das im Bezug auf Corona behauptet wurde, inklusive der selbst heute noch schwer erträglichen Frage "Moooment! Sind die Leute nun AN oder MIT Corona verstorben?!", um schönzureden, dass man sich an keinerlei Auflagen zum Schutz der Allgemeinheit zu halten gewillt war.

Hätte es solche Auswüchse schon in den 80ern gegeben, hätte sich Aids wahrscheinlich viel weiter verbreitet, weil jede Menge selbsternannte, selbstnachdenkende Medizin-Wissenschaftler in Kommentarspalten bewiesen hätten, dass Aids eine Erfindung der Regierung sei, um die deutschen Schlafschafe kleinzuhalten.

Oder?
Kobold2
16.12.2023, 09:20 Uhr
Das konnte doch
damals auch nur funktionieren, weil die Grünen politisch noch schwach vertreten waren....
Sehr schöner Eingangskommentar, glatt 5 Sterne wert.
geloescht.20250302
16.12.2023, 20:05 Uhr
Schon damals haben sich einige Medien...
...nicht mit moralisch-ethischem Ruhm bekleckert.

Das Outing des berühmten Schauspielers Rock Hudson, der Frauenschwarm war und eines der ersten prominenten Opfer dieser von erzkonservativen Kirchenkreisen als "Schwulenpest" diffamierten Krankheit wurde auch im ÖR als Sensation vermarktet. RTL und SAT1 gab es da noch nicht, sie gingen erst später auf Sendung.

Tja, bis dann auch heterosexuelle Menschen erkrankten und Bluttranfusionen auch als Überträger identifiziert wurden.

Aber die Vergleiche mit Corona kann ich nicht nachvollziehen, die Gleichsetzung von Schwulenhassern mit Impfgegnern schon gar nicht.
Komiron
16.12.2023, 21:21 Uhr
Tina, was kosten die Kondome ?
Einer der genialsten Clips der einstigen
'gib AIDS keine Chance' Kampagne.
Protagonisten waren damals Hella von Sinnen, Ingolf Lück und eine sehr gut informierte Oma.
Denn die ältere Dame an der Kasse, wusste als Einzige, daß der vierer Pack bunte Kondome, im Sonderangebot nur
2,99 DM kostet.

Mein Kommentar hat zwar nicht unbedingt etwas mit dem Artikel zu tun, besitzt aber sehr wahrscheinlich das Potenzial die Lesenden zum googeln zu animieren und könnte somit zur Aufklärung der in Teilen nicht ganz so gut informierten Leserschaft beitragen.
RWE
17.12.2023, 11:10 Uhr
Bleistift und Lineal und wie bitte
Natürlich sind auch Menschen MIT Corona gestorben. Das habe Autopsien belegt. Da wr Corona Nebendiagnose. Oder gegen Ende der Pandemie wurden bei Patienten mit Knochenbrüchen, bei denen routinemäßig getestet wurde, Corona diagnistiziert und schon waren sie Coronapatienten. Das hatte nichts damit zu tun, sich an keinerlei Maßnahmen halten zu wollen oder Corona zu "leugnen". Ich verstehe zum Beispiel bis heute nicht, warum in Hamburg Läufer beim Joggen Masken tragen sollten.
Es ging um einzelne Auswüchse. In England hatte man kurzfristig erwogen alle Katzen auszurotten.
Im Pflegebereich und der Medizin waren die meisten Maßnahmen wohl nötig und richtig. In manchen Ländern wurden einzelne Wanderer mit Drohnen verfolgt. Da gibt es viel aufzuarbeiten.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)