Do, 16:47 Uhr
15.06.2006
nnz-Forum: Verschwendung
Nordhausen (nnz). Einer Straße in Nordhausen und der Haushalt der Stadtverwaltung haben es einem nnz-Leser angetan. Wie beides zusammenhängt, das erfahren Sie im Forum der nnz mit nur einem Klick.
Die Bielener Straße ist eine der Hauptverbindungen zwischen der B80 und den östlich gelegene Wohngebieten, einschließlich einiger Nordhäuser Ortsteile. Der Straßenzustand ist hier seit Jahren eine Katastrophe. Doch das scheint niemanden, insbesondere im Bauamt der Nordhäuser Stadtverwaltung, wirklich zu kümmern. Die Bauwirtschaft ist in der Regel der Konjunktur- und damit Jobmotor einer Volkswirtschaft. So auch das Teilgebiet des Straßen- und Tiefbaus. Planungen zum Ausbau und zur Sanierung dieser Straße, läßt der Nordhäuser Haushalt aber bisher vermissen.
Genau 4.774.346 Euro sind für im Verwaltungshaushalt 2006 für den Bereich "Bau, - Wohnungswesen und Verkehr" eingeplant. Ein Großteil dieser Ausgaben deckt die Personalkosten der Mitarbeiter des dafür zuständigen Amtes. Investieren will die Stadt in diesem Bereich rund 3.206.297 Euro. Die Damen und Herren vom Nordhäuser Baudezernat werden aus des Bürgers Steueraufkommen dafür bezahlt, unter anderem auch für die Aufrechterhaltung einer ordnungsgemäßen Infrastruktur zu sorgen. Es wäre nun einmal an der Zeit, den Plan und die Prioritätensetzung des Bauamtes auch in die Öffentlichkeitsarbeit einzubeziehen.
Die Fragestellung, ob z.B. die Mittelbereitstellung zur Neubeschilderung "Stadt Nordhausen Hochschulstadt" eine höhere Priorität besitzt, als der kommunale Straßenbau oder deren Instandsetzung, sollte wohl jeden halbwegs engagierten Mitarbeiter aus der Nordhäuser Bauverwaltung eher peinlich berühren. Eine nachvollziehbare Begründung für diese kostenintensive Maßnahme, welche nicht einmal bei den Ortsbeschilderungen von etablierten Universitätsstädten an der Tagesordnung ist, fehlt bisher.
Die hierfür eingesetzten Mittel von über 10.000 Euro wären sicher schon ein beträchtlicher (Eigen-)Anteil, zumindest für eine halbwegs vernünftige Begradigung, eines Großteils dieser Trasse gewesen. Sicher würde sich auch so mancher Anwohner, über eine Verminderung der Rollgeräusche freuen, welche durch kurze, bis zu 10 cm hohe, Bitumenwellen, zwischen den Stößen der verlegten Betonplatten, verursacht werden.
Ich finde, das städtische Bauamt schuldet allen Kraftfahrern und Durchreisenden nunmehr eine Antwort, wann diese unprofessionelle Flickschusterei an dieser Straße ein Ende haben soll.
Volker Theuerkauf, Steigerthal
Autor: nnzDie Bielener Straße ist eine der Hauptverbindungen zwischen der B80 und den östlich gelegene Wohngebieten, einschließlich einiger Nordhäuser Ortsteile. Der Straßenzustand ist hier seit Jahren eine Katastrophe. Doch das scheint niemanden, insbesondere im Bauamt der Nordhäuser Stadtverwaltung, wirklich zu kümmern. Die Bauwirtschaft ist in der Regel der Konjunktur- und damit Jobmotor einer Volkswirtschaft. So auch das Teilgebiet des Straßen- und Tiefbaus. Planungen zum Ausbau und zur Sanierung dieser Straße, läßt der Nordhäuser Haushalt aber bisher vermissen.
Genau 4.774.346 Euro sind für im Verwaltungshaushalt 2006 für den Bereich "Bau, - Wohnungswesen und Verkehr" eingeplant. Ein Großteil dieser Ausgaben deckt die Personalkosten der Mitarbeiter des dafür zuständigen Amtes. Investieren will die Stadt in diesem Bereich rund 3.206.297 Euro. Die Damen und Herren vom Nordhäuser Baudezernat werden aus des Bürgers Steueraufkommen dafür bezahlt, unter anderem auch für die Aufrechterhaltung einer ordnungsgemäßen Infrastruktur zu sorgen. Es wäre nun einmal an der Zeit, den Plan und die Prioritätensetzung des Bauamtes auch in die Öffentlichkeitsarbeit einzubeziehen.
Die Fragestellung, ob z.B. die Mittelbereitstellung zur Neubeschilderung "Stadt Nordhausen Hochschulstadt" eine höhere Priorität besitzt, als der kommunale Straßenbau oder deren Instandsetzung, sollte wohl jeden halbwegs engagierten Mitarbeiter aus der Nordhäuser Bauverwaltung eher peinlich berühren. Eine nachvollziehbare Begründung für diese kostenintensive Maßnahme, welche nicht einmal bei den Ortsbeschilderungen von etablierten Universitätsstädten an der Tagesordnung ist, fehlt bisher.
Die hierfür eingesetzten Mittel von über 10.000 Euro wären sicher schon ein beträchtlicher (Eigen-)Anteil, zumindest für eine halbwegs vernünftige Begradigung, eines Großteils dieser Trasse gewesen. Sicher würde sich auch so mancher Anwohner, über eine Verminderung der Rollgeräusche freuen, welche durch kurze, bis zu 10 cm hohe, Bitumenwellen, zwischen den Stößen der verlegten Betonplatten, verursacht werden.
Ich finde, das städtische Bauamt schuldet allen Kraftfahrern und Durchreisenden nunmehr eine Antwort, wann diese unprofessionelle Flickschusterei an dieser Straße ein Ende haben soll.
Volker Theuerkauf, Steigerthal
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.


