Di, 09:25 Uhr
13.06.2006
Weniger als angenommen
Nordhausen (nnz). Der Leistungsmissbrauch beim Arbeitslosengeld II ist im Landkreis Nordhausen deutlich geringer, als das zum Beispiel ein Bericht des Bundesrechnungshofes besagt. Darin wird ausgeführt, dass 70 Prozent der Hilfebedürftigen Leistungen erhalten, die nicht gerechtfertigt seien und eine Tiefenprüfung nicht ausreichend erfolgte. Die nnz mit den Nordhäuser Zahlen.
Der Darstellung des Bundesrechnungshofes widerspricht der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE), Hans-Georg Müller. Die Zahl von 70 Prozent halte ich für absolut übertrieben. Unsere Erfahrungen besagen da eindeutig etwas anderes. Im Rahmen des regelmäßigen automatisierten Datenabgleichs werden Zinseinkünfte abgefragt, Daten auf eventuell parallele Einkommen kontrolliert sowie die Daten von Versicherungsträgern verglichen.
Insgesamt sind bisher bei der ARGE in Nordhausen rund 9.500 Mitteilungen eingegangen. Hier müssen die Mitarbeiter genau prüfen, ob es sich um gemeldete Fakten und Daten handelt oder schlichtweg um Betrug. In rund einem Viertel der geprüften Fälle waren die Überschneidungen nicht bekannt. Die betroffenen Personen werden angeschrieben und aufgefordert, Auskünfte zu den einzelnen Sachverhalten zu machen.
Müller mahnt vor allem die Politik, die Empfänger von Arbeitslosengeld II nicht pauschal als Betrüger abzustempeln. Das würde diese Personen nicht nur diskriminieren, sondern auch die Arbeit der Mitarbeiter der ARGE in ein schlechtes Licht rücken.
Autor: nnzDer Darstellung des Bundesrechnungshofes widerspricht der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE), Hans-Georg Müller. Die Zahl von 70 Prozent halte ich für absolut übertrieben. Unsere Erfahrungen besagen da eindeutig etwas anderes. Im Rahmen des regelmäßigen automatisierten Datenabgleichs werden Zinseinkünfte abgefragt, Daten auf eventuell parallele Einkommen kontrolliert sowie die Daten von Versicherungsträgern verglichen.
Insgesamt sind bisher bei der ARGE in Nordhausen rund 9.500 Mitteilungen eingegangen. Hier müssen die Mitarbeiter genau prüfen, ob es sich um gemeldete Fakten und Daten handelt oder schlichtweg um Betrug. In rund einem Viertel der geprüften Fälle waren die Überschneidungen nicht bekannt. Die betroffenen Personen werden angeschrieben und aufgefordert, Auskünfte zu den einzelnen Sachverhalten zu machen.
Müller mahnt vor allem die Politik, die Empfänger von Arbeitslosengeld II nicht pauschal als Betrüger abzustempeln. Das würde diese Personen nicht nur diskriminieren, sondern auch die Arbeit der Mitarbeiter der ARGE in ein schlechtes Licht rücken.


