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Mo, 16:00 Uhr
12.06.2006

Am 14. ist Tag der Lebensretter

Nordhausen (nnz). Ein Lebensretter zu werden ist gar nicht so schwer, das kann sogar ein Minister. Was Sie tun können, um Menschen aus dem Landkreis zu helfen, hat Klaus Zeh heute vorgemacht.

Am 14. ist Tag der Lebensretter (Foto: nnz) Am 14. ist Tag der Lebensretter (Foto: nnz)

Blut gibt’s nicht im Laden, das müssen andere Menschen geben, damit es für Unfallopfer oder bei Operationen zur Verfügung steht. Um darauf aufmerksam zu machen ging Sozialminister Klaus Zeh zum Aderlaß. Auch Professor Uwe Klein, der ärztliche Direktor des Südharzkrankenhaus, und Ute Leib, Chefärztin des Instituts für Transfusionsmedizin, krempelten die Ärmel auf. Jedem wurden 500 ml Vollblut abgenommen. Ein gesunder Körper verkraftet das ohne Probleme. Nach der Untersuchung und der grade mal zehn Minuten dauernden Spende durften sie sich wie alle Blutspender mit Brötchen und Saft stärken.

Besonders jetzt wird viel Blut benötigt. Daran schuld ist einmal die Fußball-WM. Viele Fans sind mit dem Auto unterwegs zu den Stadien. Da kann schnell ein Unfall passieren. Außerdem ist bald Ferienzeit, Zeit auf die große Urlaubsreise zu gehen. Die sommerliche Hitze macht dabei vielen Autofahrern zu schaffen. Wenn es geknallt hat, dann möchte jeder sichergehen, daß er alle nötige medizinische Hilfe bekommt.

Auch die regelmäßigen Blutspender machen mal Ferien, natürlich zur selben Zeit wie alle anderen Bürger. Dadurch werden im Sommer die Konserven regelmäßig knapp. Allein in Thüringen werden täglich etwa 500 Stück benötigt. Anders als früher ist es nur noch selten die Vollblutkonserve, die der Patient erhält. Plasma oder Medikamente aus Blutprodukten stellen einen großen Teil des Bedarfs dar. Die moderne Medizin mit ihren neuen Methoden zur Bekämpfung von Tumoren oder die Organtransplantation machen es notwendig, jedes Jahr ein bis zwei Prozent mehr Blutspender zu werben. Denn der Bedarf steigt stetig.

Erst seit Anfang der 1960er Jahre können die Nordhäuser Blut spenden. In der Poliklinik in der Reichstraße bauten Dr. Wolf und später Dr. Busch die „Zapfstelle“ auf. Mit dem Bau des Südharzkrankenhauses verlagerte sich der Blutspendedienst dorthin und wurde fortan gemeinsam mit dem DRK betreut. Diese gute Zusammenarbeit hat auch über die Wendezeit gehalten. Darauf ist DRK Vorstandsvorsitzender Gerhard Weith stolz. Andere Blutspendedienste überlebten nicht. Sie wurden einem großen Zentrum wie Erfurt, Jena oder Suhl angegliedert. Die Nordhäuser Kooperation ist etwas besonderes, denn das im Landkreis Nordhausen und im Altkreis Sondershausen gewonnene Blut kommt den Südharzern selbst zugute. „Wir sind keine anonyme Abnahmestelle“ betont der DRK Vorsitzende. Besonders deshalb kann man auf einen großen Stamm an Blutspendern zurückgreifen, die jedes Jahr mit einer Feier geehrt werden. Nur werden diese immer älter. Mit 68 Jahren ist nämlich Schluß.

Um daran zu erinnern, wie wichtig es ist, Blut zu spenden, wurde der 14. Juni zum Internationalen Blutspendetag gemacht. Jeder zwischen 18 und 68 Jahren kann nicht nur an dem Tag zum Lebensretter werden. Geld gibt’s keins, es ist schließlich eine Spende, aber für Essen und Trinken ist gesorgt. Wer sich jetzt traut, braucht nicht lange rumzutelefonieren. Die Blutspendetermine finden Sie nämlich auch in Ihrer nnz.
Autor: wf

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