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Mo, 15:31 Uhr
27.11.2023
Rezension des 3. Sinfoniekonzerts des Loh-Orchesters

Ein Konzert der schönen Stimmen

Das 3. Sinfoniekonzert im Theater Nordhausen war ein besonderes. Nicht die Stimmen der Instrumente des Loh-Orchesters standen im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens, sie begleiteten und umrahmten, sondern die Stimmen junger Sängerinnen und Sänger, die gerade einen einwöchigen Meisterkurs absolviert hatten und nun ihre erarbeiteten Arien dem Publikum präsentieren wollten...

Abschlusstableau des Sinfoniekonzerts (Foto: C.Laude) Abschlusstableau des Sinfoniekonzerts (Foto: C.Laude)

Somit war der Konzertabend einmalig Operngala und Sinfoniekonzert zugleich. Die musikalische Leitung lag in den Händen von GMD Pavel Baleff, er moderierte auch.
Die bulgarische Sopranistin Kammersängerin Krassimira Stoyanova, zur Zeit eine der führenden Sopranstimmen auf dem „Weltmarkt“ des Gesangs, selbst momentan an der Wiener Staatoper engagiert, war durch die Verbindung zu Pavel Baleff nach Sondershausen gekommen und leitete dort an der Landesakademie diesen Gesangsmeisterkurs. Es war ein internationaler Kurs, Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Welt nahmen teil.

Sie alle konnten bereits Erfahrungen sammeln und zum Teil beachtliche Erfolge auf dem Gebiet des Operngesangs verbuchen.

Nun hatten sie aus drei Arien eine ausgewählt, die unter der Anleitung der Weltklassesängerin und Kursleiterin Stoyanova den „letzten Schliff“ erhalten und dann als Höhepunkt und Abschluss im 3. Sinfoniekonzert in Sondershausen und Nordhausen aufgeführt werden sollten. Acht Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer schafften es auf die genannten Bühnen.
Aussagen des GMD zu folgen, muss es ein freudiges, aber auch intensives und sehr detailliertes Üben gewesen sein, das nicht nur das Singen an sich, sondern auch die Atmung, die Artikulation, Gestaltung und viele „Kleinigkeiten“ nebenbei erfasste, die das Publikum später in ihrer Gesamtheit und Ausstrahlung überzeugen sollen.

Und so war es auch. Die Zuhörer waren erfreut über das Auftreten dieser jungen Künstler, die festlich gekleidet, sängerisch und gestalterisch ihr Bestes gaben.
Anspruchsvolle Ausschnitte aus bekannten Opern wie „Titus“ von W. A. Mozart, „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana, „Turandot“ sowie „La Boheme“ von Giacomo Puccini erklangen. Von Charles Gounod wurde die Juwelenarie aus „Faust“ dargeboten und ein Ausschnitt aus der weniger bekannten Oper „La Wally“ von Alfredo Catalani. Besondere Beachtung fand der längere Ausschnitt, Rodrigos Tod, aus „Don Carlos“ von Giuseppe Verdi.

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Offiziell endete das Konzert mit der Überreichung der silbernen Rose aus dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Erleichtert und froh über das erfolgreich verlaufene Konzert versammelten sich alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Schlussgesang.

Immer war das Orchester ein sicherer, zuverlässiger und gefühlvoller Begleiter, auch mit exzellenten Soli wie zum Beispiel von Oboe und Piccoloflöte gespielt.
Es war in der Tat ein besonderes, unvergessliches Sinfoniekonzert, das mit lang anhaltendem Beifall belohnt wurde. Schade nur, dass Krassimira Stoyanova erkrankt war und dem Konzert in Nordhausen fernbleiben musste. Gute Besserung für sie und den jungen Sängerinnen und Sängern weiterhin große Erfolge in ihrer sängerischen Laufbahn.
Christel Laude
Autor: red

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