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So, 11:32 Uhr
29.10.2023
ADAC Dauertest:

Akku zeigt keine Auffälligkeiten

Nach knapp zweieinhalb Jahren und 100.000 Kilometern liefert der VW ID.3 keinen Anlass für Zweifel an der Beständigkeit des E-Autos. Zu diesem Ergebnis kommen ADAC Tester und Ingenieure, die das Fahrzeug einem umfassenden Dauertest unterziehen...

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Dabei wählten die Tester einen ID.3 mit großer Batterie, für die VW 77 Kilowattstunden nutzbare Energie angibt. Nur diese sogenannte Nettokapazität steht den Fahrerinnen und Fahrern zur Verfügung. Die gesamte Bruttokapazität (82 kWh) eines Akkus beinhaltet dagegen zusätzlich einen Puffer, der für die Langlebigkeit der Batterie nötig ist und nicht zum Fahren zur Verfügung steht. „Die Nettokapazität ist die für Elektroauto-Fahrer entscheidende Größe. Wir fordern deshalb alle Hersteller dazu auf, diese anzugeben,“ so Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik beim ADAC. VW sei hier im Gegensatz zu anderen Herstellern sehr transparent. Bislang ist die Angabe der Batteriegröße freiwillig und nicht verpflichtend.

Technisch bedingt lässt die Leistung von Lithium-Ionen-Batterien, wie sie im ID.3 verbaut sind, mit der Zeit und Nutzung nach. Im Falle des Dauertests kommt erschwerend hinzu, dass 100.000 Kilometer im Schnelldurchlauf das Worst-Case-Szenario für den Akku darstellen: In der Regel wurde die Batterie - entgegen der Empfehlung - zu 100 Prozent aufgeladen, um dem nächsten Tester möglichst die volle Reichweite zur Verfügung zu stellen.

Trotzdem attestiert der ADAC dem Akku auch nach 100.000 Kilometern einen guten Zustand: Mit einem aus dem Batteriemanagementsystem (BMS) ausgelesenen Gesundheitszustand (state of health, kurz SoH) von 93 Prozent bleibe der ID.3 nach 100.000 Kilometern völlig im Rahmen des Erwartbaren. „Der Akkuzustand kann als unbedenklich eingestuft werden und liegt weit oberhalb der 74 Prozent, die VW im Rahmen seiner Neuwagengarantie bei 100.000 Kilometern verspricht“, erklärt Kolke.

Über die Laufzeit wurden zudem regelmäßig Batterietests von Aviloo durchgeführt. Der jüngste Test ergab zur Dauertest-Zwischenbilanz ebenfalls eine noch nutzbare Batteriekapazität von 93 Prozent. Differenzen bei der Nettokapazität zwischen den von VW angegebenen 77 kWh und dem Aviloo-Testergebnis - im Neuzustand ermittelte Aviloo circa 74 kWh bis zur Displayanzeige von 0 km Reichweite, zuletzt rund 69 kWh - erklären sich durch drei Effekte: Zum einen ist in der Angabe von VW die Notlaufreserve enthalten. Sie hält bei null Prozent Batteriestand noch Energie für einige wenige Kilometer zurück und ist Teil der Netto-Kapazität. Zum anderen kommt mit der Zeit die unvermeidbare Alterung der Batterie hinzu.

Der dritte Effekt für eine Abweichung: Für die Herstellerangabe wird der Akku gleichmäßig entladen. Bei der Messung im realen Fahrbetrieb auf der Straße wird die Batterie jedoch beim Fahren entladen und beim Bremsen durch Rekuperation immer wieder aufgeladen. Dadurch entstehen jedes Mal minimale Lade- und Entladeverluste, die sich aufsummieren und eine gewisse Differenz ergeben können.

Aus dem Dauertest nimmt der ADAC auch eine klare Empfehlung mit: Software-Updates für das eigene Auto sollten grundsätzlich installiert werden. Während des Dauertests hat der VW ID.3 mehrere Software-Updates erhalten. Neben verschiedenen Fehlerbehebungen brachten die Aktualisierungen unter anderem eine Erhöhung der Ladeleistung auf bis zu 170 kW. Die wird allerdings nur erreicht, wenn der Akku seine Betriebstemperatur erreicht hat. Auch auf den Verbrauch und damit die Reichweite wirkten sich die Updates über die Laufzeit positiv aus. Insbesondere hat sich mit der neuen Software der Stromverbrauch auf kurzen Strecken und winterlichen Temperaturen von 0 bis 5 ° C signifikant verbessert. Der Grund ist eine geänderte Heizstrategie für die Batterie.

Der ADAC führt den Dauertest fort: Das nächste Ziel für den ID.3 sind nun die 160.000 Kilometer. Dann erlischt die Herstellergarantie auf die Batterie und das Risiko eines potenziellen Akkudefektes geht auf den Kunden über.
Autor: red

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Kommentare
daniel-san
29.10.2023, 12:57 Uhr
Beitrag zeigt keine Auffälligkeiten
Fantastisch! 2 Jahre und 100.000 km und nur ein bisschen Verlust beim Akku, noch weit über den 74Prozent der Herstellergarantie. Das lässt ja den Schluss zu, dass das Ding vielleicht sogar vier Jahre läuft. Möglicherweise sogar fünf. Toll. Nein, ganz ganz toll.
Aus allen Richtungen prasselt dieser Dünnpfiff auf einen herein. Liebe Deutsche kapiert's doch endlich: kauft die Dinger! Jetzt! Und nehmt gleich noch ne Wärmepumpe und ne PV-Anlage mit. Danke!
*Ironie aus*
Romikon
29.10.2023, 14:21 Uhr
Warum Akku wenn es wesentlich ökonomischer geht
...ich frage mich die ganzen Jahre warum die Klimawächter nicht die effektivste Form der Fortbewegung wählen.
Dass ist entweder "Laufen" ,Fortbewegung mit Nutztieren(kein Kraftstoff - nur Gras/Futter) oder mech. Fortbewegung "Fahrrad". Es soll doch sowieso kommen,dass die Fortbewegung nur noch in einem Radius von 15Km erlaubt werden soll(ist tatsächlich schon im Probebetrieb,glaube England oder sogar China).
Auf jeden Fall würden die Stromkosten aus der Steckdose wegfallen und die endlichen seltenen Erden für die Produktion von Akkus für die Nachwelt geschont.Wie beim Gas/Erdöl.
Ich sags mal so.Mich wundert in dieser irren Welt garnichts mehr.Auch nicht der sowieso stattfindende Klimawandel.Übrigens habe ich vorige Woche gelesen wir steuern in den kommenden 4 Jahren auf eine Erd Kältewelle zu.(stimmt aber wirklich,hat man wiss. herausgefunden)
Dann gibt es echte Probleme für Akkus und die E.-Autos und dieser Artikel ist für die Katze.
Kritiker2010
29.10.2023, 14:45 Uhr
VW-Akkus - ADAC vs. Realität
Gleich vorweg: Ich plädiere für Technologieoffenheit, verfolge das Thema Elektroautos seit dem Tesla-Roadster und denke, dass der Elektromotor grundsätzlich die richtige Antriebslösung ist. Dass aber Akkus die richtige Lösung zur Speicherung der Energie sind, wage ich zu bezweifeln. Denn sie sind zu schwer, zu komplex, zu teuer, unflexibel (weil Modell-abhängig) und verschlingen wichtige Ressourcen.

Politik und Industrie haben jedoch eine Wertschöpfungskette und deren Teilnehmer ausgehandelt. Deshalb ist der Akku heute noch die favorisierte Lösung. Wir werden sehen, welche Technologie danach über China oder die USA zu uns (zurück) kommt. Ich gehe von einer Flüssigkeit als Speichermedium aus.

Die Überschrift des Artikels hat mich aber ganz konkret "gteriggert" - wie es heute so schön heißt. Denn unlängst berichtete mir ein Freund (der meinen Standpunkt kennt) spürbar zerknirscht, dass sein kürzlich neu erstandener VW ID.4 nach nur 9 Monaten und wenigen tausend Kilometern einen komplett neuen Akku samt Steuertechnik benötigte. Dennoch habe ich versucht, Ihm die Sache irgendwie schön zu reden ...
marco-sdh
29.10.2023, 22:12 Uhr
Da hat einer den Schuss nicht gehört, mal wieder....
Zitate aus obigem Romikon-Post:
... Wir steuern in den nächsten vier Jahren auf eine Erd-Kältewelle zu.... (Zitat Romikon : "Stimmt aber wirklich") ....
... Es soll doch sowieso kommen,dass die Fortbewegung nur noch in einem Radius von 15Km erlaubt werden soll (ist tatsächlich schon im Probebetrieb,glaube England oder sogar China)......
"Im Probebetrieb, glaube England oder sogar China" Hört hört! Vielleicht sollte der Kommentator sich nicht blind auf den Stuss verlassen , der in den sozialen Medien in die Welt geblasen wird, von welchem Ahnungslosen und mit welchem Hintergrund auch immer.
Auch hier gilt: Prüfe, was Du teilst, dann gibst Du Dich auch nicht der Lächerlichkeit preis.
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