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Di, 16:49 Uhr
17.10.2023
Bürgermeister Tressel reagiert auf nnz-Artikel

Wortmeldung zur Flüchtlingsaufnahme aus Sollstedt

Die Nachricht im gestrigen Kreisausschuss über die Ankunft weiterer Flüchtingsbusse im Landkreis Nordhausen löste heftige Reaktionen unter den nnz-Lesern aus. Aber auch Lokalpolitiker wie Sollstedts Bürgermeister Tobias Tressel meldeten sich zu Wort …

„Ich kann Ihnen versichern, dass aktuell weder Anfragen an die Gemeinde noch unsere Wohnungsbaugesellschaft bzw. -genossenschaft vorliegen. Von daher entbehrt Ihre Aussage jeglicher Grundlage und führt einzig und allein zu Unruhe und Verunsicherung“, schrieb Sollstedts Bürgermeister gleich heute früh in einem mail an die nnz. Nun hat die Aussage über mögliche Unterbringungsorte für die neuen Ankömmlinge allerdings nicht die nnz getroffen, sondern diese wurden gestern vom 1. Beigeordneten Stefan Nüßle spekulativ benannt.

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Tobias Tressel hat uns nach einem klärenden Telefongespräch inzwischen folgende Stellungnahme übersandt, die wir hier im Wortlaut weitergeben:

Zur Flüchtlingssituation in Sollstedt
Den Pressemitteilungen nach dem Nordhäuser Kreisausschuss am vergangenen Montag war zu entnehmen, dass die Gemeinde Sollstedt auch weiterhin eine von drei Anlaufstellen für neu ankommende Flüchtlinge im Landkreis sein soll. Doch auch in Sollstedt sind die Grenzen des Machbaren mittlerweile mehr als erreicht. Nicht nur der Wohnraum, der für die Unterbringung von Geflüchteten zur Verfügung steht, ist erschöpft. Auch auf den Kindergarten, die Grundschule, die ärztliche Versorgung und das öffentliche Leben haben die Zuwanderungsströme der vergangenen Monate und Jahre nicht zu verkennende Auswirkungen.
Dabei sind doch die hohen Zahlen an aufgenommenen Flüchtlingen im gesamten Landkreis ein eindeutiger Beleg dafür, dass sich Kreis, Stadt und Kommunen ihrer humanitären Verantwortung mehr als bewusst sind. Es zählt aber auch zu den kommunalpolitischen Aufgaben, die Grenzen des Leistbaren seiner Gemeinde zu erkennen und einer Überforderung der Gemeinschaft vor Ort entgegenzuwirken. Es ist nicht verwunderlich, dass die geplanten Zugänge von Hilfesuchenden mit einer abnehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz einhergehen. Das gute Miteinander der Gemeinschaft funktioniert so nicht. Und diese Entwicklung geht vor allem auf Kosten derjenigen, die durch bürgerliches Engagement in Form von Unterbringung, Begleitung und Integration die notwendigen Strukturen für die Geflüchteten überhaupt erst geschaffen haben. Auch die Gemeinde Sollstedt hat die in Aussicht gestellten Kapazitäten nicht.
Tobias Tressel
Autor: osch

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Kommentare
Klaus K
17.10.2023, 19:18 Uhr
Fraum Umbach (Linke) ist Chefin der Sollstedter Wohnungsgesellschaft
und die Fraktionsleiterin der LINKEN im Kreistag.

Meiner Meinung nach ist es deshalb ihre verdammte Pflicht genug Wohnraum in Sollstedt zur Verfügung zu stellen für weitere Geflüchtete. Sonst macht sich ihre Partei beim Migrationskurs unglaubwürdig und stellt die eigene Migrationsministerin bloß. Wo ein Wille ist muß auch ein Weg sein!
Loktrainer
18.10.2023, 05:06 Uhr
Genug ist genug
Sollstedt ist in den letzten Jahren mehr und mehr heruntergekommen. Ausländer verschiedenster Herkunft haben sich hier einquartiert und dem Ort mehr und mehr die Lebensqualität genommen. Deren Benehmen ist teilweise katastrophal. Ganze Clans aus Rumänien schalten und walten wie sie wollen, Lärmbelästigungen bis in die Nacht bleiben trotz mehrerer Beschwerden ohne Folgen. Die Sozialsysteme werden geschickt ausgenutzt und wer dieses Verhalten kritisiert wird gnadenlos in die rechte Ecke gestellt. Wo diese Familien leben, sieht es teilweise aus wie auf einer Müllkippe. Seit der Wahl von Klaus Adam geht es in Sollstedt bergab. Die frechen Forderungen meines Vorredners sind nicht hinnehmbar. Wir sollen immer mehr für nichtdeutsche arbeiten, die Abgaben für Lohnempfänger sind auf Spitzenniveau und Leute,die von Ökonomie keine Ahnung haben fordern mehr Flüchtlingsunterkünfte.
Das Maß ist übervoll und eine soziale Instabilität ist nicht mehr übersehbar.
roni
18.10.2023, 08:43 Uhr
Eine Frage
an die Befürworter von diesem Wahnsinn, wovor flüchten eigentlich die Rumänen und warum schafft ihr nicht bei euch zu Hause Platz für die Ankommenden ??
Kobold2
18.10.2023, 12:11 Uhr
Antwort....
Rumänien ist seit 2007 Teil der europäischen Union. Die Umsieldlung in ein anderes Land ist damit geregelt. Man "flüchtet" wohl vorrangig wegen der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse, so wie auch gern deutsche Rentner dort hin "flüchten" wegen der niedrigen Lebenshaltungskosten.
roni
18.10.2023, 12:46 Uhr
auf wessen Kosten
bestreitet denn der "geflüchtete" deutsche Rentner seinen Lebensunterhalt in Rumänien ?
Sollte es denn überhaupt so sein. Der Vergleich hinkt gewaltig. Fakt ist, das Boot ist voll und der Michel hat es satt. Allerdings hindert den Kobold niemand daran, alle Ankommenden aufzunehmen und zu finanzieren.
P.Burkhardt
18.10.2023, 13:11 Uhr
interessante Frage:
wer zahlt für die "geflüchteten", deutschen Rentner*Innen im Ausland ?

Tatsächlich WIR ! Zum einen beziehen die Rentner*Innen Ihre Bezüge aus den Rentenbeiträgen, die wir in Deutschland zahlen, zum Anderen geben sie dieses Geld im Ausland aus - Umsatz und Gewinn und damit auch Steuern, die in Deutschland verloren gehen.

Im Grunde sind die ausgewanderten, deutschen Rentner*Innen also ein deutsches Konjunkturprogramm für das jeweilige Auswanderungsland.
Kobold2
18.10.2023, 14:31 Uhr
Woher kommt denn immer
Nur dieses "alle".????
Der größte Teil, grad aus dem EU Ausland geht hier einer Arbeit nach .
In den Krankenhäusern, der Pflege, der Gastronomie, dem Handwerk, auf den Baustellen, im der Landwirtschaft, in der Transport und Logistik u.v.a.m. Manche führen sogar eigene Unternehmen und haben hier Arbeitsplätze geschaffen. Wären diese Leute nicht hier würde es noch düsterer aussehen.
Ich schrieb hier schon mal, das ich über die Woche am wenigsten mit Biodeutschen zu tun habe, ich in meiner Firma als Biodeutscher eine Minderheit bin.
Komischerweise interessiert die Herkunft niemanden. Ganz im Gegenteil, über bestimmte Klischees werden noch Witze gemacht und man hat beidseitig seinen Spaß. Weil man sich gegenseitig als das sieht, was man ist, als Mensch!
Mich hat noch kein Polen beklaut, ein Isalmist mir ein Messer in den Rücken gesteckt, oder ein Palästinenser einen Sprengsatz unters Auto geschoben. Im Gegenteil, wenn es für mich eng und unübersichtlich beim rangieren o.ä. ist bekomme ich eher unaufgefordert Hilfe von Ausländern/ Migranten, als von Biodeutschen.
Aber hier hat man sogar Probleme mit der Einbürgerung von Ausländern, die als Grundlage u.a. für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen und Steuern zahlen und somit niemanden auf der Tasche liegen.
Wie ich vor Kurzem bemerkte... Entweder mal durchs Land reisen, oder denjenigen zuhören die etwas rum kommen. Auch wenn es weh tut.
Kobold2
19.10.2023, 06:49 Uhr
Nachtrag zu Rumänen
Es ist noch gar nicht lange her, das man hier gejammert hat, weil die Erntehelfer aus Rumänien und andere Osteuropäer auf Grund der Pandemie nicht einreisen durften.....
Kama99
19.10.2023, 09:13 Uhr
@P.Burkhard
Wo "unser" deutscher Rentner, sein wohlverdientes Geld, im Ruhestand ausgibt, kann dir dir doch egal sein. Er hat dafür gearbeitet, im Gegensatz zu denen, die hier her kommen und am Ende Bürgergeld + andere Annehmlichkeiten für Lau bekommen ohne einen Pfennig/Cent hier einbezahlt zu haben.
P.Burkhardt
19.10.2023, 09:43 Uhr
Natürlich @Kama99
...mir ist das absolut egal, aber wahrscheinlich Kommentator "roni" nicht, er hatte die Frage aufgeworfen - Ich habe sie beantwortet. Vielleicht sollten Sie den Kontext der Kommentare nachvollziehen bevor Sie reagieren.

Offensichtlich ist es also egal, wie und ob das Geld in ausländische Hände kommt, jedoch scheint es wichtig zu sein, wer es ausgibt....wirtschaftlich sinnbefreit, aber durch die moralische Brille bewertbar.

Im Übrigen ist Sollstedt in meinen Augen als Flüchtlingsunterkunft kaum besser geeignet als Sülzhayn. Es gibt einfach zu wenig Möglichkeiten. Natürlich mehr als in Sülzhayn, aber für Menschen, die nix haben und (zunächst) nichts tun können ist es schwierig. Ukrainer dürfen sofort in Deutschland arbeiten oder eine Ausbildungmachen, also sollten sie doch auch dort untergebracht werden, wo das möglich ist.
Kobold2
19.10.2023, 10:40 Uhr
Ja, es ist wirklich
manchen egal, wo er sein Geld ausgibt und welche Wirtschaft er damit unterstützt.
Nur ist dann manchen nicht egal woher derjenige kommt.
Wenn das Kindergeld der Gastarbeiter ins Herkunftsland geht, ist der Aufschrei nicht zu überhören.
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