Flüchtlingskrise reloaded
Der Druck wächst
Im Kreisausschuss wurden gestern wieder
aktuelle Flüchtlingszahlen genannt. Die gehen beständig nach oben, die Zahl der freien Plätze im Landkreis Nordhausen geht nach unten. Gibt es da überhaupt noch Hoffnung? Vielleicht...
Wird die "Hoffnung" eine temporäre Flüchtlingsunterkunft? (Foto: nnz)
Man muss die Kreisverwaltung in Nordhausen nicht unbedingt mögen, aber man sollte ein Mindestmaß an Verständnis haben. Jendricke, Nüßle und Schimm - nur um mal die verantwortliche Leitungsebene zu benennen - sind nicht zu beneiden. Sie müssen mit den Busladungen von Menschen zurechtkommen, die vielleicht als einziges deutsches Wort "Asyl" kennen und es damit geschafft haben.
Während Afghanen, Türken oder Syrer am Ziel ihrer Traumreise angelangt sind, beginnen für die Verwalter und damit auch für die lange hier lebenden Menschen die Probleme. "Wir wollen kein zweites Sülzhayn werden", klingt es vielerorts. Damit ist alles beschrieben und gesagt. Doch wohin mit den Asylanten? Wohnungen gibt es nicht mehr, vor allem in Nordhausen nicht. Also Containerstandorte aufbauen? Turnhallen belegen?
Vielleicht aber gibt es aus Sicht der Verwalter noch eine Hoffnung. Das seit 2016 leerstehende gleichnamige Hotel in Werther, unmittelbar neben dem neuen Autohof, dem - nach Investorenangaben - vielleicht einmal schönsten in Deutschland, könnte als temporäre Beherbergung dienen.
Wie die nnz erfuhr, besteht seitens des Landes ein ungeheurer Druck auf die Landkreise und die können ihn nicht weitergeben. Und so steht die Frage und bittet um Beantwortung: Turnhallen als Quartiere oder ein leerstehendes Hotel?
Wie man hört, könnte es da vielleicht noch in dieser Woche eine Lösung geben. "Die Hoffnung" könnte, so erfuhr die nnz, für sechs Monate Flüchtlingen in dreistelliger Zahl (100 oder 200) eine Hoffnung bieten. Aus Investorenkreisen war zu vernehmen, dass man einer solchen Nutzung jedoch nur zustimmen werde, wenn der Gemeinderat von Werther zustimmt und die Bürgerinnen und Bürger der Einheitsgemeinde sich ebenfalls positiv entscheiden. Wie aus der Gemeinde Werther zu erfahren war, seien die kommunalen Vertretungen wie Gemeinderäte und Ortsteilräte von Werther bereits vorinformiert.
Das, was wir derzeit in unserem Landkreis erleben, das ist nicht der Höhepunkt einer Entwicklung, die Menschen zu verantworten haben, die sich eigentlich um das Wohl und Wehe der Menschen in Deutschland und Europa zu kümmern haben. Und ja, sie wurden gewählt - aber vermutlich mit einem anderen Auftrag. Wie hieß es so schön politisch geframt: 2016 darf sich nicht wiederholen. Armin Laschet hatte damit vor rund zwei Jahren nur bedingt recht: es wird viel, viel schlimmer.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg
Kommentare
AlleFutternDöner
17.10.2023, 08:22 Uhr
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Herr Schröder
17.10.2023, 08:24 Uhr
Der Druck wächst!
Hoffentlich wächst der Druck auch bald auf Ramelow, Faeser, von der Leyen und Co!
Wer seine Wut auf an Kommunalpolitikern auslässt liegt daneben. Der Fisch stinkt am Kopf und zwar ganz oben!
Marino50
17.10.2023, 08:42 Uhr
Druck...
Ja, die "Hoffnung " stirbt zuletzt. Ich kann nicht einschätzen, in welchem Zustand das Gebäude ist. Aber ich kann mir vorstellen, wie es nach der Benutzung aussieht. Man schaue sich bisherige Unterkünfte an.
Ich kann Herrn Jendricke und Co. durchaus verstehen. Der Druck ist riesig. Unf fie Busse stehen eben abends vorm Landratsamt. Und nun macht mal. Aber die Spirale dreht sich weiter nach oben. Vielleicht sollte Herr Steinmeier mal in so ein Brennpunktzentrum fahren und sich nicht eine beschauliche Stadt wie Meiningen aussuchen. Oder ist auf der Protokollstrecke auch ein Besuch in Suhl geplant.
Na die " Hoffnung" muss eh umfangreich saniert werden. Da gibt es dann ja genügend Helfer.
Südharzmensch
17.10.2023, 08:42 Uhr
Unterkunft hätte nach Nordhausen Nord gehört
Zum Beispiel in die ehem Freiwillige Feuerwehr oder in die Immobilie des Krankenhauses in der Puschkinstraße. Schön in die Nachbarschaft des Bürgermeisters und Bündnisses daß sich für ihn und ein weltoffenes Nordhausen ausgesprochen hat. Denn viele der Köpfe dieser Gruppe wohnen dort in bevorzugter Wohnlage und hätten sicher gern Integration gelebt. Sinkende Immobilienpreise hätten die Damen und Herrn der "Meinungselite// sicher gern in Kauf genommen. Ironie aus.
bella123blau
17.10.2023, 09:07 Uhr
Richtig
Warum nicht in die Oberstadt? die geeignete Gegend von Nordhausen für die Ausländer in dem viertel wo die meisten wohlbetagten Bürger wohnen .zum Beispiel wie schon geschrieben ,Alberrt Träger Straße usw.
Rieke11.11.11
17.10.2023, 09:08 Uhr
Und noch mehr...
Flüchtlinge :-(
Bald geht es uns wie den Indianern... sie konnten die Einwanderung Fremder nicht stoppen, und wurden im eigenen Land von Fremden in Reservate gesteckt. Aber so lange Deutschland das Füllhorn für Flüchtlinge immer weiter öffnet wird auch die Flut der Leute nicht abnehmen. Erst, wenn die Finanzierung rigoros gestoppt wird, wird das mit der Zuwanderung ein Ende haben.
Fisch7823
17.10.2023, 09:42 Uhr
Es reicht!!!
200-300 Personen, das ist doch krank!
Hoffentlich wehrt sich Werther gegen diese Invasion aus steinzeitlichen Kulturen und geht auf die Straße!!!!
Nicki 11
17.10.2023, 10:44 Uhr
Sicherheit EGAL?
Laut den Medien hat das Hotel erhebliche Mängel. Brandschutz usw....
Deshalb ist es doch schon ewig zu? Oder habe ich da was falsch verstanden?
Da muss ich gleich mal im Netz stöbern.......
Wie kann dann sowas sein?
Wer will hier die Verantwortung tragen?
DDR-Facharbeiter
17.10.2023, 11:07 Uhr
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nur_mal_so
17.10.2023, 11:56 Uhr
Menschen aus "Steinzeitkulturen"
sind für den geneigten, durchschnittlichen nnz-Kommentatoren also Afghanen, Türken oder Syrer (welche im Artikel so aufgezählt wurden).
Beim mich behandelnden syrischen Assistenzarzt habe ich meinerzeit im Südharzklinikum zwar keinen Faustkeil als Behandlungsmethode wahrgenommen, aber was schert das den wütenden nnz-Kommentator.
Mir kommt genau deshalb die Diskussion vor ein paar Wochen auch hier auf der nnz in den Sinn, als es darum ging, dass sich Fachärzte mit Migrationshintergrund wohl eher nicht in einer Stadt mit ausländerfeindlichen Klima niederlassen würden. Der das sagte, wurde verteufelt, er würde mit der Angst älterer Bürger, nicht mehr ärztlich behandelt werden zu können, linksgrünversiffte Einwanderungsträume kaschieren wollen.
Wenn ich jetzt die Unverschämtheit sehe, mit welcher Afghanen, Türken und Syrer hier öffentlich als Steinzeitmenschen bezeichnet werden (dürfen), um seinen Hass gegen Flüchtlinge Nachdruck zu verleihen: ich würde als Arzt auch nicht an ein Klinikum in einer Stadt gehen, wo ich öffentlich als Steinzeitmensch bezeichnet werde.
free Gigi
17.10.2023, 12:03 Uhr
jetzt ergibt es endlich einen Sinn
die Aussage "... der schönste Autohof Deutschlands..." erhält jetzt endlich seine Auflösung.
Genau gegenüber jede Menge potentielle Käufer für den neuen Foodtempel und den Discounter. Ob es am Ende nur der Cafe to go, das kostenlose Wlan oder die Vermüllung sein wird... Egal...
Undine
17.10.2023, 12:19 Uhr
Wie gewählt, so geliefert.
Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen.
Gerhard S.
17.10.2023, 12:25 Uhr
Flüchtlingshotel
Ob nun wirklich die " Ur-Einwohner" von Werther dazu gefragt werden, das wäre hier die Frage und wie die Abstimmung erfolgt, oder nickt das nur der Gemeinderat ab? Für die Gemeinde fallen sicher dabei ein paar " Vergünstigungen " ab, und dafür macht man doch einiges.....
Wird Werther dann umbenannt in " Sülzhayn II " und wird dasl dann der " Vergnügungstempel" , den man auf dem Autohof gegenüber dann doch nicht wollte.
Warten wir es ab !
Günther Hetzer
17.10.2023, 12:57 Uhr
nur-mal-so...
... am Rande. Sollten wir Menschen von denen die überwältigende Mehrheit es nach dem eigenen Moralkompass für völlig legitim hält, Menschen anderen Glaubens de facto das Recht auf Leben abzusprechen, Frauen als Besitztum des Mannes anzusehen und Ehelichung mit Kindern zu vollziehen, als zeitgemäß oder gar fortschrittlich betrachten? Menschen aus Staaten, die barbarische Todesstrafen durch religiöse Schriften gesetzlich legitimieren? Die aus Ländern mit Analphabetenqouten von 50Prozent und mehr stammen? Auf Ihr Beispiel mit dem Arzt muss ich nicht eingehen, denn Sie wissen selbst wie lächerlich dies ist.
P.Burkhardt
17.10.2023, 14:02 Uhr
Dem Hetzer mal gesagt:
Lieber Günther, Sie verbreiten Falschinformationen ! Ihre Einlassung zum Eigentum an Ehefrauen trifft auf vereinzelte streng islamische Gebiete in den genannten Ländern vielleicht zu, genauso wie ihre anderen Islamfeindlichen "Argumente".....Ihnen wird nicht entgangen sein, das Menschen (ja, Muslime) vor dem islamistischen Regimes und Gruppierungen (Hisbolla, Taliban) fliehen, was den Schluss nahelegt, dass eben diese Fliehenden genau mit dieser fundamental-islamischen Einstellung eben NICHT übereinstimmen. Der überwiegende Teil ist genauso gläubig wie die meisten christen in deutschland. Woher haben Sie die Alphabetisierungsquote ? Nach einer kurzen Recherche kann ich Sie beruhigen: in der Türkei können knapp 97Prozent der Bevölkerung lesen und schreiben, in Syrien immerhin mehr als 86Prozent... Die haben dort auch Wasser aus Wand und sogar Stromtierchen und Werbung im TV...können Sie sich das vorstellen ?
Wie Bitte
17.10.2023, 14:26 Uhr
Pauschal ganze Völker und Bevölkerungsgruppen als "Steinzeitmenschen" zu bezeichnen
ist per Definition Rassismus.
Da kann sich ein (Herr) Hetzer hinstellen und mit nachweislich falschen Analphabeten-Quoten zu argumentieren versuchen, um dann zuletzt festzustellen, dass ein syrischer Assistenzarzt sowieso lächerlich ist - es ist Rassismus, es bleibt Rassismus, das darf man auch als Rassismus benennen, und Leute, die Rassismus betreiben, darf und muss man auch Rassisten nennen.
Dass die nnz solchem Rassismus immer wieder eine Plattform bietet lässt mich ebenso häufig fassungslos mit dem Kopf schütteln, wie auch im nächsten Moment "ja, klar" denken.
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Anm. d. Red.: Wir denken auch manchmal "ja, klar" wenn wir einige Kommentare lesen. Aber wir zensieren sie nicht deshalb, nur weil sie uns nicht gefallen.
Günther Hetzer
17.10.2023, 14:37 Uhr
strenggläubige Gebiete...
Nun, also darf ich laut Ihrer Ausführung davon ausgehen, dass wir in Europa bzw. Deutschland auf einem streng islamischen Gebiet befinden?! Gut, schaut man sich in Großstädten um, so bekommt man zweifelsohne diesen Eindruck. Der Kern Ihrer Aussage soll wohl aber sein, dass Angriffe und Hass auf Ander-/Ungläubige, Unterdrückung der (Ehe-)Frauen oder Kinderehen, seltende Erscheinungen in tiefstländlichen Gebieten der musilimischen Länder sind. Aber falsch Gedacht, alles Probleme welche bei uns in ihrer Häufigkeit zunehmen und daher auch immer wieder Thema in Medien und Politik sind. Die Beliebtheit der Hamas im "Westen", Europa und Deutschland, durften wir ja die vergangenen 2 Wochen bewundern.
Bei Ihrer kurzen Recherche fehlen mir die Zahlen für Afghanistan und das nicht ohne Grund nehme ich an, denn genau da haben Sie die 50Prozent gefunden... richtig? Also stellen Sie sich doch nicht dümmer als Sie sind!
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Anm.d. Red.: Die Diskussion über den Alphabetisierungsgrad muslimischer Länder ist jetzt beendet.
Waldemar Ceckorr
17.10.2023, 14:59 Uhr
wenn die muslime NICHT übereinstimmen
mit dem fundalismus in ihren ländern, dann MÜSSEN sie dagegen kämpfen und nicht weglaufen, nur weil das einfacher und am ende einträglicher ist.
der waldi
Fisch7823
17.10.2023, 15:03 Uhr
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P.Burkhardt
17.10.2023, 15:05 Uhr
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Real Human
17.10.2023, 15:13 Uhr
Wenn die Weltkrisen an die Provinztüren klopfen, …
… dann wünschen sich Manche vielleicht sogar den Antifaschistischen Schutzwall zurück?
Auf einmal sind jetzt die indigenen(?) Hesseröder Jodler die Indianer, wenn einen knappen Kilometer vom Dorfrand die Flüchtlinge aus den Orientalischen Despotien einquartiert werden könnten.
Den Vergleich von Rieke11.11.11 mit der Besiedlung Amerikas finde ich schon irgendwie bedenkenswert, denn auch Deutschland verlor im 19. Jahrhundert viele seiner besten Bürger an die USA, Kanada und lateinmerikanische Länder, weil – insbesondere nach der von preußischen Truppen niedergeschlagenen demokratischen Revolution von 1848/49 – viele die Schnauze voll von ihren DEUTSCHEN Despoten hatten.
Ähnlich handeln jetzt viele Afghanen, Türken oder Syrer. Man sollte allerdings strikt zwischen politischen und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheiden. Ja, und ich bin für die Ausgabe von Chipkarten an Asylbewerber, denn das schreckt einige Wirtschaftsflüchtlinge ab, die – aus durchaus verständlichen eigennützigen Gründen – Euros nach Hause schicken wollen.
Während der Internierung in der Schweiz im Zweiten Weltkrieg nahm die Schweiz ab Juni 1940 ausländische Militärpersonen als Internierte auf und brachte sie in rund 600 Lagern in verschiedenen Landesteilen unter. Insgesamt nahm die Schweiz zwischen 1940 und 1945 rund 104'000 Militärangehörige aller Kriegsparteien auf. Dabei wurden auch Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und geflohene Kriegsgefangene als Internierte aufgenommen.(...), schreibt Wikipedia.
Als verfolgter Nazi-Gegner hätte ich mich wohl nur bei sehr schlechter Behandlung nach 1945 darüber beschwert.
Richtig schäbig finde ich dagegen die Abweisung von gefährdeten afghanischen Ortskräften (GIZ-Mitarbeiter) durch die Bundesregierung, nachdem sie z.B. oft vielen unserer Bundeswehrsoldaten das Leben gerettet haben.
Ich halte es heute eher mit Ex-Bundespräsident Gauck, der schon 2015 sagte:
Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich. Unser Asyl- und Flüchtlingsrecht bemisst sich nicht nach Zahlen, und doch wissen wir unsere Aufnahmekapazität ist begrenzt, auch wenn wir nicht genau wissen, wo die Grenzen liegen.
Mitternacht
17.10.2023, 15:18 Uhr
"Stoppt die Flüchtlingsaufnahme aus Kriegsgebieten!"
Denn: "Die Kriege dort sind selbstverschuldet!" (an anderer Stelle der nnz)
Denn: "Das sind eh alles Steinzeitmenschen!"
Denn: "Das sind alles Analphabeten, die ihre Frauen steinigen!"
Denn: "Die bringen dann die Juden bei uns um!" ( = woanders stört's uns ja nicht)
Denn: "Sonst werden wir Deutsche bald in Reservate gesperrt wie einst die Indianer!"
Entschuldigung, aber unter diesem und dem ähnlich gelagerten Beitrag suhlt man sich mal wieder im Fremdenhass wie schon lange nicht mehr.
Rob2000
17.10.2023, 15:29 Uhr
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