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Mo, 13:39 Uhr
16.10.2023
Ringvorlesung im Bürgerhaus

Gewalt und Geschlecht

Gewalt und Geschlecht sind eng miteinander verbunden: Täter und Opfer unterscheiden sich meist nach Geschlecht und auch die geschlechtliche Identität ist an Macht und Gewalt geknüpft. Die Vorträge der Ringvorlesung beschäftigen sich aus unterschiedlicher Perspektive mit diesem Zusammenhang...

Die Hochschule Nordhausen lädt gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt alle Interessierten herzlich zur Ringvorlesung "Gewalt und Geschlecht" ein, die am 24. Oktober 2023 startet und verschiedene Aspekte der Verbindung zwischen Gewalt und Geschlecht beleuchtet. Die Vorträge behandeln diese Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln und bieten Einblicke in die Vielschichtigkeit des Problems sowie mögliche Handlungsansätze. Die Veranstaltung beginnt jeweils um 18:00 Uhr, ist kostenfrei und findet im Bürgerhaus der Stadt Nordhausen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Ringvorlesung umfasst folgende Termine und Themen:
  • 24.10.23: Einführung in die Thematik und Überblick
  • 21.11.23: Intersektionale Gewalt
  • 28.11.23: Häusliche Gewalt gegen Frauen
  • 12.12.23: Männlichkeit und Gewalt
  • 09.01.24: Projekte aus der Praxis
  • 23.01.24: Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen: Realität und Utopie


1.Einführung in die Thematik und Überblick
Die Ringvorlesung wird von Prof. Dr. Petra Brzank, Prof. Dr. Sabrina Schramme, Prof. Dr. Stefan Siegel sowie Stefani Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Nordhausen, eröffnet. Sie bieten eine Einführung und stellen die Ringvorlesung sowie ihre Bedeutung und die Organisatoren vor.

2. Intersektionale Gewalt
Prof. Dr. Sabrina Schramme beleuchtet die Vielfalt von Gewalt und Gewalterfahrungen, insbesondere unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Geschlecht, Alter, Behinderung, soziale Herkunft, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität. Die Vorlesung betont die Notwendigkeit unterschiedlicher Handlungsansätze.

3. Häusliche Gewalt gegen Frauen
Prof. Dr. Petra J. Brzank MPH spricht über häusliche Gewalt gegen Frauen als ein gravierendes gesellschaftliches Problem. Sie analysiert die geschlechtsspezifischen Zusammenhänge und die Auswirkungen auf die Betroffenen und die Gesellschaft als Ganzes.

4. Männlichkeit und Gewalt
Prof. Dr. Stefan Siegel untersucht die Verbindung zwischen Männlichkeit und Gewalt und wirft einen Blick auf psychologische Theorien, die diesen Zusammenhang erklären können.

5. Projekte aus der Praxis
Steffi Mayer von der Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt Nordthüringen und Eva Oppelt vom Projekt Orange, Gewaltkonfliktberatung für Täter:innen häuslicher Gewalt, stellen ihre Arbeit vor und diskutieren die Herausforderungen in der Unterstützung von Betroffenen sowie Täterinnen & Tätern.

6. Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen: Realität und Utopie
Die Abschlussveranstaltung bietet einen Einblick in das Übereinkommen des Europarates gegen Gewalt an Frauen und den Umsetzungsstand in Thüringen. Es werden Handlungsanforderungen in einer Podiumsdiskussion erörtert:

Die Ringvorlesung "Gewalt und Geschlecht" ist eine Initiative der Hochschule Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialmedizin, Rehabilitationswissenschaften und Versorgungsforschung (ISRV) sowie der Stadt Nordhausen. Weiterführende Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter https://www.hs-nordhausen.de/aktuelles/veranstaltungen/veranstaltung-details/911-ringvorlesung-geschlecht-gewalt-des-kompetenzzentrums-intersektionalitaet-und-gesundheit/
Autor: red

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Kommentare
Harzfan
16.10.2023, 14:42 Uhr
Sehr interessant
Das Thema Femizid sollte auf jeden Fall endlich näher in den Fokus der Gesellschaft gerückt werden.. nicht nur in die wissenschaftliche Analyse. Sondern auch, warum bei der Mehrzahl von Tv-Krimis und Bücher- Krimis immer Frauen die Opfer sind. Weil es so ist? Oder ,oder, oder...? ( es gut beim Konsumenten ankommt?)
Jedenfalls ist es begrüßenswert, dass solch ein Vortrag stattfindet.
grobschmied56
16.10.2023, 16:54 Uhr
Das Thema 'Femizid' lieber Harzfan ...
... ist nichts weiter als ein Ablenkungsmanöver der Bolschewoken.
Wie bekommt man die Kurve, um überdurchschnittliche Zahlen von Gewalttaten zugewanderter Jungmänner weg zu erklären und schönzufärben?
Indem man reichlich Steine ins Gebüsch wirft, damit es gehörig raschelt und ordentlich Nebelkerzen zündet, damit die Sicht nicht mehr so klar ist!

Man ändert einfach ein wenig die Betonung. Man redet nicht mehr von der Gewalt von 'Jungmännern', die noch nicht so lange hier leben gegen Frauen.

Es ist jetzt Gewalt 'toxischer' Männer gegen Frauen. Es ist jetzt Femizid.
Roß und Reiter möchte man dabei gar nicht so genau nennen.
Aber wer gelernter Ossi ist, der hat auch das Lesen zwischen den Zeilen begriffen.
Es genügen bei Medien - Meldungen schon Formulierungen wie 'Ein Mann', 'junge Männer' oder auch 'Gruppe', da weiß man schon so ziemlich Bescheid.
Harzfan
16.10.2023, 18:00 Uhr
Lieber Grobi
Da haben Sie natürlich recht und danke für das ausführliche Statement. Trotzdem wird weltweit das Problem nicht weniger, dass Frauen immer die Mehrheit der Opfer von Gewalt ausmachen. Auch in Zeiten von divers-irgendwas- Regenbogen- Gedöns stirbt jeden Tag eine Frau wegen häuslicher Gewalt oder unsäglichem Religionsgehabe. Ich hoffe, dass dieser Vortrag wenigstens ein bisschen sensibilisiert.
Franz Haarkamm
16.10.2023, 18:36 Uhr
Ach Grobschmied,
das Problem von Gewalt gegen Frauen in Deutschland, ist deutlich älter als die Flüchtlingsproblematik. Es soll schon vorher „alte weiße Männer“ gegeben haben, die - nicht nur ab und zu - zu Hause „der Alten“ eine reingehauen haben. Und das durchaus auch in Mitteldeutschland. Aber es ist natürlich bequemer zu schreien: Die Flüchtlinge sind an allem schuld! Oder mit anderen Worten: Gut, dass es die Flüchtlinge gibt, so kann man das Problem innerhalb der eigenen Bevölkerungsgruppe leichter negieren.
nur_mal_so
16.10.2023, 21:35 Uhr
@Grobschmied
Jetzt sind die Flüchtlinge also auch noch an der häuslichen Gewalt deutscher Männer gegen ihre deutschen Frauen schuld.
Meine Güte, Ihre Welt muss so wunderbar einfach sein.
P.Burkhardt
16.10.2023, 22:51 Uhr
ich finde es schlimm,
wie hier ein grob schmiedender alter, unbelehrbar gestriger Kerl Gewalt gegen Frauen für seine Rassenhetze missbraucht. Gewalt ist generell zu verurteilen, vollkommen egal, von wem sie ausgeht.

Das Gewalt viel zu oft Frauen trifft, liegt daran, dass wir hier einfach viel zu viele Supermänner mit einem falschen, gestrigen Männlichkeitsbild haben. Kommt mal endlich im Hier und Heute an.... im Übrigen freu ich mich schon auf den Besuch auf der Intensivstation... bei dem Idioten, der versucht meine süßes, kleines Kraftpaket anzufassen.

Mädels, fallt einfach nicht auf irgendwelche Idioten rein und lernt selbst stark zu sein ! Stark ist sexy ! Die Rollenverteilung... Mann schützt Frau und Frau macht Nahrung .... ist ja nun tatsächlich mehr als überholt.
Teja
16.10.2023, 23:45 Uhr
Gewalt
Ein Problemfeld von vielen in diesem Land.
Wieder ein zwar wichtiger Fakt,Gewalt gab und gibt es in jedem Land hier beim Thema Frauen,aber umgekehrt gibt es das auch,das Männer in den sogenannten entwickeltenGesellschaften die Opfer sind.Das wird aber meist so nicht erwähnt. Ist nicht so populär.
Wenn es aber weiter so dynamisch abwärts mit diesem Lande geht,wird sich auch dieses Problemfeld noch weiterverschärfen.
Die öffentliche Hand leidet unter akuter Geldnot,aber immer mehr Menschen wollen aus dem vom Steuerzahler erarbeiteten Bruttosozialprodukt ohne etwas zu geben ,etwas bekommen.
Wenn der Topf leer ist,dann brauchen wir nicht mehr über häusliche Gewalt reden,dann ist die Gewalt überall.Dann war es das mit dem bisherigen scheinbaren friedlichen Leben für alle.Dann herrscht nur noch das Recht des Stärkeren!!!Dank der weltfremden Politik wird es in absehbarer Zeit passieren,wenn es nicht radikale Veränderungen in der gesamten Politik gibt.
Kobold2
17.10.2023, 08:47 Uhr
Oh, ha
Jetzt ist auch die Politik Schuld an der Gewalt gegen Frauen....
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