eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 17:18 Uhr
01.06.2006

Autos ausgesperrt

Nordhausen (nnz). Es gibt sie in jeder Stadt, in jedem Ort – die so genannten Schleichwege. Sie sind meist den Einheimischen unter den Kraftfahrern vorbehalten. Und sie tragen – mal mehr, mal weniger – zur Entlastung der Hauptverkehrsachsen bei. In Nordhausen geht man jetzt gegen eine derartige Tendenz vor. Oder?

Autos ausgesperrt (Foto: nnz) Autos ausgesperrt (Foto: nnz)

Ein solcher Schleichweg ist der Neue Weg. Viele Kraftfahrer aus der Unterstadt erreichen ihn auch über den so genannten Mühlhof, den Verbindungsweg von der Elisabethstrasse her. Doch seit einigen Tagen ist dieser Schleichweg „dicht“. Aufwändig wurde die Trasse eingeengt, wurden Ketten gezogen, Sperrschilder in den Boden eingelassen. Da wundern sich die Kraftfahrer schon und vermuten dahinter einen Schildbürger-Streich der Stadtverwaltung. Einige von ihnen fragten bei der nnz nach und die telefonierte mit der Pressestelle im Rathaus.

„Die Sperrung für Autos war notwendig, weil die benachbarte Stadtmauer an dieser Stelle so schadhaft ist, dass Teile davon auf den Weg zu stürzen drohen. Sobald Mittel dafür zur Verfügung stehen, wird mit der Sanierung der Stadtmauer dort fortgefahren“, heißt es offiziell. Darüber allerdings lachen die motorisierten Nordhäuser nur. Ein nnz-Leser, der den Weg fast täglich benutzt hatte, kann sich nicht daran erinnern, da auch nur einen Stein auf dem Weg gesehen zu haben. Und er fragt sich, warum dieser Teil der Stadtmauer nicht gleich bei deren Sanierung mitgemacht wurde? Vermutlich, so munkelt man in seinem Bekanntenkreis, wurde nur der Teil der Mauer saniert, der für die Landesgartenschau interessant erschien. Der hintere Teil sollte den Gästen lieber verborgen bleiben.

Einen Vorschlag hat die nnz dennoch: Wenn die Mauer schon leicht bröckeln sollte, dann hätte man sie mit Netzen schützen können, wie das an der B4 im Bereich Ilfeld der Fall war und ist. Und: So sehr kann Gefahr nun doch nicht in Verzug sein, schließlich kann man mit dem Fahrrad, Moped oder zu Fuß diesen Weg immer noch passieren. Warum also nicht mit dem Auto....?
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)