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Sa, 12:45 Uhr
08.12.2001

nnz-Forum: Fragebögen ausgewertet

Nordhausen/Urbach (nnz). Während der 12. Südharz-Messe verteilte die Bürgerinitiative einen Fragenbogen. Der wurde jetzt ausgewertet. nnz mit den Ergebnissen.


Wir selbst meinen, wir leisten eine gute Arbeit! Doch, wie sagt man heute so schön, wichtig für die weitere Arbeit ist das sogenannte „Feetback“. Was sagen unsere Mitbürger zu der Problematik Industrieansiedlung in der Goldenen Aue, was halten Sie von Bürgerbeteiligung und Initiativen und wie schätzen Sie unsere Arbeit ein. So haben wir einen Fragebogen entwickelt, den viele der Besuchern der Halle 12 auf der Südharzschau ausfüllten. Sicherlich kann eine solche Befragung, die nur an einem Tag durchgeführt wurde, nicht unbedingt als repräsentativ angesehen werden, doch Tendenzen lassen sich ganz eindeutig ableiten.

Ausgefüllt wurden 87 Bögen. Die meisten wurden von Bürgern des Kreises oder der Stadt Nordhausen ausgefüllt. Beachtlich war z.B. daß 74% der Befragten sich deutlich dafür aussprachen, daß sich Bürger einmischen, unwichtig fand niemand eine Bürgerinitiative. 56% der Befragten war unsere Bürgerinitiative bekannt. Die Mehrzahl der Befragten beurteilte unsere Arbeit als wichtig. Man bescheinigte uns eine gute Öffentlichkeitsarbeit und die Mehrzahl der Befragten kreuzte die Frage: Sollten wir uns noch mehr einmischen? mit „ja“ an. Für unsere weitere Arbeit war auch wichtig, daß 77% der Befragten unsere Internet-Seite nicht kannten. Doch die aussagekräftigsten und beeindruckendsten Zahlen lieferten dann die Fragen bezüglich der Industrieansiedlung in der Goldenen Aue.

84% der Befragten kannten die regionale Goldene Aue. 52% die Fläche des geplanten Industriegebietes. 90% der Befragten antworteten auf die Frage: Soll das Industriegebiet inmitten von fruchtbaren Feldern errichtet werden?“ mit Nein. 75% sagten, das ihrer Meinung nach Alternativstandorte vorhanden wären die besser geeignet sind. Die Frage: „Glauben Sie, daß mit dieser Planung ausreichend neue Arbeitsplätze entstehen?“ beantworteten 68% mit einem deutlichen Nein. Nur 19% waren sich sicher, das genug neue Arbeitsplätze entstehen.

Das Ergebnis spiegelt eigentlich das wieder, was wir seit langer Zeit von der Bürgern hören. Industrieansiedlung ist wichtig, aber nicht auf den fruchtbaren Feldern der Goldenen Aue. Das mit der Anwerbung von Großinvestoren viele Arbeitsplätze geschaffen werden, glauben die wenigsten. Alternativstandorte wären vorhanden und sollten unbedingt einbezogen werden.

So müssen wir die Parteien, die sich jetzt öffentlich vehement für das Industriegebiet in der Goldenen Aue stark machen, wie z.B. die CDU, dringend auffordern, endlich ihr Konzept auf den Tisch zu legen, wie sie 105 ha Industriefläche belegen wollen, ohne das hier ein Regionalimage vorhanden ist oder aufgebaut wird. Ohne diese Vorlage können wir derartige Äußerungen nur als reinen Populismus verstehen. Frei nach dem Motto: Wer Arbeitsplätze verspricht, wird gut angesehen, scheinbar auch ohne nachhaltige Konzepte. Vielleicht glauben dies einige Bürger ­ wir jedenfalls werden nachhaltige Fakten einfordern! Die genaue Auswertung veröffentlichen wir auf unserer “Internet-Seite“
Klaus-Dieter Korb, BI "Rettung der Goldenen Aue"

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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