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Fr, 07:55 Uhr
26.05.2006

nnz-Forum: Geheim

Nordhausen (nnz). Die nnz gestern mit einem Beitrag zur Diskussion anregen wollen. Es ging um die Geheimdienste. Im Forum veröffentlichen wir Ihre Meinungen. Mit einem Klick sind sie mitten in der Diskussion.


Ein Geheimdienst heisst wohl deshalb so, weil er im Geheimen Informationen sammelt. Das war, ist und bleibt in der ganzen Welt so, so lange es solche Dienste in den Ländern gibt. Um an Informationen aus dem Geheimen zu gelangen, kann man sich unterschiedlichster Methoden bedienen: Technik, menschliches Potential. In dieser Hinsicht ist der BND nichts anderes als irgendein Geheimdienst auf der Welt. Halt, in diesem Land arbeiten noch weitere 11 Dienste auf konspirativer Basis. Das MfS nannte seine informellen Mitarbeiter IM's. Heute kennen wir auch den Ausdruck "Undercover". Beides mit dem Ziel, konspirativer Informationssammlung.

Gegenüber dem MfS wird ja nun seit 17 Jahren der BND als der "saubere Gemeindienst" an sich dargestellt. Gewissendlich vergessend, wo her dieser Dienst nach 1945 kam, nämlich aus der Organisation Gehlen mit einer Vielzahl Geheimdienstlern, neben Gehlen, die sich bereits im faschistischen Deutschland und beim Völkermord einen Namen machten.

Ich halte nun dieses "Geschrei" nach "Haltet den Dieb" als eine verlogene Hysterie. Allerdings scheinheilig gewollt, um auch weiterhin die DDR diskreditieren zu können. Übrigens: besagte eine Analyse, dass 90% derer, die mit dem MfS konspirativ zusammenarbeiteten dies aus politischer Überzeugung taten. Heute werden es wohl weniger patriotische Überzeugungen sein, die Menschen zu einer Zusammenarbeit mit den 12 Diensten in diesem Land veranlassen. Da ja selbst die Information eine Ware ist, wird das Geld eine Hauptmotivation sein.

Also: So lange es Geheimdienste gibt, werden sie sich konspirativer Methoden der Informationssammlung bedienen, auf welchem Weg auch immer. Nicht alles, was man wissen will, und Geheimdienste wollen viel wissen, erfährt man auf dem Hamburger Fischmarkt oder derweil auf dem Nordhäuser Jahrmarkt. Wobei es nicht abwegig ist, dass dort auch "Schlapphüte" Aal essen oder Karussell fahren.
Jürgen Nagel
Autor: nnz

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