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Mi, 10:39 Uhr
24.05.2006

Bald geht es los!

Nordhausen (nnz). Für Anfang nächster Woche rechnet Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU) mit dem Abrissbeginn der Alten Polizei am Pferdemarkt. Doch jetzt schon sind Gebäudeteile bei „Sammlern“ sehr begehrt.

Bald geht es los! (Foto: nnz) Bald geht es los! (Foto: nnz)

Der Vergabeausschuss des Nordhäuser Stadtrates hat jetzt einer Thüringer Firma den Zuschlag für die Abrissarbeiten erteilt. Auf dem Gelände soll ein Einkaufszentrum errichtet werden. Seit mehreren Tagen gibt es erste Demontagearbeiten am Gebäude – durch Privatleute und Vereine. Beyse: „Wir hatten zahlreiche Anfragen insbesondere nach den Fenstern und Fenstergittern. Daraufhin haben wir eine Tischlerfirma mit dem fachmännischen Ausbau beauftragt – die Interessenten übernehmen dafür die Kosten und können dann das Gewünschte mitnehmen.“ Teile des Parketts hätten auch im Rathaus Verwendung gefunden – zur Ausbesserung des Fußbodens im neu gestalteten Trauzimmer.

In der 1. Etappe des Abrisses werde mit der Demontage im Inneren des Gebäudes begonnen: „Die verbliebenen Türen und Fenster müssen raus, der Fußboden und die Rohre sowie die restlichen Einbauten. Das wird ungefähr 8 Wochen dauern“, so Beyse. Danach, etwa Anfang August, würden die Abrissbagger von Innenhof her mit ihrer Demontage-Arbeit am eigentlichen Gebäude beginnen. „Das ist dann relativ schnell in wenigen Wochen erledigt.“ Vom ehemaligen Polizeigebäude wird dann nur noch eine Baugrube künden, die – mit Blick auf die geplante Wiederbebauung mit einem Einkaufszentrum – auch nicht gefüllt werde.

Nach dem Abriss seien die Denkmalschützer am Zuge, die das Gelände archäologisch untersuchen würden. Dabei hofft Hans-Jürgen Grönke, Leiter der städtischen Denkmalschutzbehörde, auf interessante Funde: „Das Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie wird alle bisher nicht bebauten Flächen in diesem Bereich untersuchen: Den zur Bebauung vorgesehenen Parkplatz Wolfstraße, den Hinterhof der alten Polizei sowie die Freiflächen hinter den inzwischen abgerissenen Wohnblöcken in der Kranichstraße.“

Das gesamte Areal sei eine der ältesten Siedlungsflächen der Stadt, „das reicht bis ins hohe Mittelalter zurück. Dort standen über Jahrhunderte bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg immer Wohn- und Geschäftshäuser. Wir hoffen deshalb sowohl auf Funde, die uns Aufschluss über die frühere Siedlungsstruktur geben, als auch auf Funde, die uns etwas über das häusliche bzw. gewerbliche Leben unserer Ahnen erzählen“, so Grönke.
Autor: nnz

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