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Mo, 09:40 Uhr
04.09.2023
Hochschule Nordhausen

Vergabe von Stipendien an in Not geratene Ukrainer

Die Hochschule Nordhausen vergibt im Rahmen des Programms STIBET-I des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in diesem Jahr wieder Teilstipendien an in Not geratene engagierte ukrainische Studierende...

Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner und die Leiterin des Staatlichen Studienkollegs Nordhausen Kathrin Gehrke mit Stipendiaten (Foto: Nadine Kathrin Luschnat) Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner und die Leiterin des Staatlichen Studienkollegs Nordhausen Kathrin Gehrke mit Stipendiaten (Foto: Nadine Kathrin Luschnat)

Seit Februar 2022 betreuen und beraten die Hochschule Nordhausen und das Staatliche Studienkolleg Nordhausen internationale Studenten, Studienkollegiaten sowie Teilnehmer an studienvorbereitenden Deutsch-Vorkursen, die aufgrund des Krieges in der Ukraine fliehen mussten. Neben Fragen der Vorbereitung auf ein Studium bzw. dessen Aufrechterhaltung und der Integration in das Studierendenleben beschäftigt die Studierenden oftmals auch finanzielle Existenznot. Die Betroffenen berichten von abgeschnittenen Geldtransferwegen und Arbeitslosigkeit der Eltern. Genau hier setzt der DAAD im Rahmen einer außerordentlichen Förderung durch Sondermittel für durch den Krieg in der Ukraine in Not geratene, engagierte Studierende an und möchte diejenigen finanziell unterstützen, die ihrem Wunsch, in Deutschland zu studieren, sonst nicht nachkommen könnten und die sich gleichzeitig ehrenamtlich engagieren.

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Dank der Bewilligung zusätzlicher Mittel im Programm STIBET-I des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), welches vom Auswärtigen Amt finanziert wird, kann die Hochschule Nordhausen für dieses Jahr sechsmonatige Teilstipendien mit einer Gesamtfördersumme im fünfstelligen Bereich an zwei Ukrainerinnen und zwei Ukrainer vergeben. Alle vier bereiten sich derzeit am Staatlichen Studienkolleg Nordhausen auf ein Studium in Deutschland vor und werden nach ihrer Abschlussprüfung im Januar 2024 voraussichtlich Wirtschaftswissenschaften studieren.

Über die Vergabe der Stipendien entschied eine Auswahlkommission auf der Grundlage von schriftlich eingereichten Bewerbungen. Weitere Betreuungs- und Integrationsmaßnahmen können die Hochschule Nordhausen und das Staatliche Studienkolleg Nordhausen dank der DAAD-Programme Welcome, STIBET und Integra umsetzen.

Bis Ende Dezember können so u.a. eine regelmäßige Sprechstunde für Geflüchtete angeboten und zusätzlich landeskundliche Veranstaltungen organisiert werden. Damit wird auch ein Beitrag zur Vernetzung mit anderen Studenten der Hochschule geleistet.
Autor: red

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Kommentare
Einheimischer
04.09.2023, 10:10 Uhr
Hochschulstandort Nordhausen ist da, …
wo der Linksextremismus offensichtlich hofiert wird. Das wissen aufmerksame Nordhäuser spätestens seit der Podiumsdiskussion mit den 6 OB-Kandidaten vom 29. August 2023. Unter der offenkundig wohlwollender Duldung von einigen Verantwortlichen , darunter auch Professor Wagner, hatte die Antifa quasi ein Heimspiel auf dem Hochschulgelände. Bis hin zur offenen Zurschaustellung einer Antifafahne. Das werben für die Ideale der Antifa geht bis heute fröhlich weiter (Schaukasten auf dem Hochschulgelände) Bis heute hat sich weder die Hochschule noch die Verantwortlichen davon distanziert. Bleibt zu hoffen, dass der Standort Nordhausen regional und überregional keinen Schaden nimmt. Die Hochschule, als Ort der Bildung, muss erhalten bleiben. Damit auch morgen noch Stipendien an die zukünftigen Denker und Lenker von Wirtschaft und Gesellschaft vergeben werden können.
reiner3000
04.09.2023, 10:42 Uhr
Finde ich gut
Schön wenn geholfen wird.
emmerssen
04.09.2023, 19:30 Uhr
Hilft die Hochschule
Denn auch so unbürokratisch in Not geratenen deutschen Studenten? Wäre ja auch mal einen Artikel wert.
P.Burkhardt
04.09.2023, 21:01 Uhr
ich suche gerade den Zusammenhang...
...zwischen Bafög (welches natürlich auch biodeutsche Studenten bekommen können - nochmal die Frage, nach wieviel Generationen arischer Fortpflanzung man sich als biodeutsch bezeichnen darf) und AntiFa...

Studenten sind ein Gewinn, weil sie bereit sind Lebenszeit in Bildung zu investieren. (ein Azubi hat im Schnitt etwa 20 TEUR brutto pro Jahr - also in 3 Jahren Ausbildung 60 TEUR, der Studi zahlt für seine Ausbildung) Der Gewinn ist noch größer, wenn man es schafft, die Studenten auch nach ihrem Examen in der Region zu halten. Das wiederum könnte schwierig werden, wenn der Student nur wegen seiner Herkunft auf Widerstände stößt.

Wir haben mit der Hochschule ein echtes Asset in der Stadt - heißen wir die Studenten aus aller Welt willkommen und hoffen wir, dass sie bleiben ! Wir brauchen schlaue Köpfe in der Stadt - ganz offensichtlich !
Hallogemeinde
05.09.2023, 06:39 Uhr
wo kommen denn die Zahlen her?
welcher Azubi bitte sehr hat 20TSD Euro Brutto im Monat??? Das wären fast 1700€ im Monat! Bitte die Firmen nennen die so viel an Azubis zahlen! Danke
Bodo Bagger
05.09.2023, 08:13 Uhr
ich bezweifle ja stark,
dass die Entscheidung, nach dem Studium in Nordhausen zu bleiben, primär von der Ausländerfreundlichkeit der Stadt geprägt sein dürfte, sondern vielmehr von den vorhandenen Chancen auf dem lokalen Arbeitsmarkt und den Einkommensmöglichkeiten auf diesem im Wettbewerb mit angrenzenden und etwas weiter weg liegenden Kommunen, getrieben wird.

Man will ja schließlich, das in das Studium investierte Geld recht schnell wieder einspielen und nicht jahrelang den Praktikanten für low budget spielen.

Und ganz ehrlich, industrielle Player, die dafür notwendig sind und die entsprechenden Gehälter zu zahlen bereit sind, findet man hier eher nicht. Da herrscht hier in der Region bei den HRlern doch noch eher das Mindset von vor zwanzig Jahren vor.
Kritiker2010
05.09.2023, 09:47 Uhr
Zahlen statt Märchen
Stipendien sind eine tolle Motivation. Im Fall ukrainischer Studenten sehe ich zukünftige Schlüsselfiguren um die deutsche/europäische mit der ukrainischen Wirtschaft zu verbinden. Diese Stipendien sind also hoffentlich eine Investition in die Zukunft.

Hier möchte ich aber den Märchen von P. Burkhardt reale Zahlen gegenüberstellen:

AZUBIS: Der Lohndurschnitt lag laut Stat. Bundesamt im Jahr 2022 bei 1.057 Euro brutto (828 Euro bei Kleinunternehmen bis 1.253 Euro bei Großunternehmen), minus ca. 15Prozent Sozialabgaben. Das macht in 3,5 Jahren rund 44.400 Euro brutto oder 37.700 Euro netto. ... in unserer Region aber vermutlich ein ganzes Stück weniger.
Ein Azubi verbringt einen Teil seiner Ausbildung in der Schule und den Rest als wertschöpfende Arbeitskraft im Unternehmen, erarbeitet also schon in der Lehre seinen Lohn.

STUDENTEN: Erhalten je nach Lebenssituation bis zu 934 Euro BAföG pro Monat vom Amt (zum Teil ersetzt durch Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern). Die Krankenversicherung läuft in der Regel als Familienversicherung über die Eltern. Der Student liegt also auf ähnlichem Niveau, wie der Azubi. Nur trägt er nicht im gleichen Maße zu Wertschöpfung bei, sondern wird ausschließlich fremdfinanziert. Und wenn der Master-Student dann mit Corona-Bummelbonus nach 6 Jahren endlich fertig ist, hat er/sie der Gemeinschaft 67.248 Euro gekostet, von denen lediglich 10.010 Euro (130 Euro/Monat) zurückzuzahlen sind, was aufgrund des meist höheren Einkommensniveaus kein Problem sein sollte.

Es stellt sich jedoch immer wieder die Frage, ob bestimmte Studiengänge und Studenten überhaupt für den Arbeitsmarkt relevant sind. Bei einigen Studenten wäre eine Lehre die bessere Wahl, sowohl für die Gesellschaft, als auch für die einzelne Person.
Waldemar Ceckorr
05.09.2023, 15:18 Uhr
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