Di, 12:51 Uhr
16.05.2006
Aufgestöbert und abgestaubt
Nordhausen (nnz). Am Freitag (19. Mai) wird Bürgermeister Matthais Jendricke (SPD) die Ausstellung Aufgestöbert und abgestaubt – Verborgene Schätze in Nordhausen im Altstadtmuseum Flohburg und damit auch gleichzeitig die diesjährige Museumsnacht eröffnen. Mit dabei ist auch das Theater.
Aufgestöbert und abgestaubt (Foto: nnz)
Wir haben schon seit längerem solch eine Ausstellung mit den Sammlungen aus dem Museumsdepot im Walkenrieder Hof geplant, sagt Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), und ab Freitag sollen die verborgenen und wertvollen Schätze wie zum Beispiel alte Möbel, Sammlungen von Glaskelchen, Zinnkrügen oder Meißner Porzellan ans Tageslicht. Dazu lädt sie alle Interessierten herzlich ein.
Die Ausstellung sei nicht nur eine bloße Aneinanderreihung von Möbeln, Gemälden oder Porzellan, sondern werde mit Teilen der Stadtgeschichte verbunden, erklärt sie. So habe man beispielsweise die Geschichte des Schulwesens in einem Klassenzimmer mit alten Schulbänken und Vitrinen mit Tier- und Pflanzenpräparaten nach empfunden. In anderen Räumen gibt es Hinweise auf die Gründung der Stadt, die Pest, die Hexenverfolgung, die Reformation, den 30jährigen Krieg und die beiden letzten Weltkriege. Auch über die bedeutenden Naturwissenschaftler Friedrich Traugott Kützing, Johannes Thal und Kurt Wein, nach denen heute Nordhäuser Straßen benannt wurden, könne man in der Ausstellung lesen. An stadtgeschichtliche Vorträge sei ebenso gedacht. So sei dafür ein Raum mit Leinwand und Beamer vorgesehen.
Kurios seien die Bilder, die man vor ungefähr 150 Jahren aus Frauenhaar fertigte. Auf den Bildern wurden meist Blumen oder Blütenbäume dargestellt, die neben dem Haar mit reliefartigen, gepressten, farbigen Goldpapier verziert wurden, erklärt Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. Auch eine asiatische Vitrine oder 200 Jahre alte Babywäsche oder Fayence-Krüge aus dem 18. Jahrhundert gäbe es zu bestaunen.
Alles in allem eine vielschichtige und umfangreiche Ausstellung, bei der es sogar am Ende mit etwas Glück noch was zu gewinnen gibt, wirbt sie. Die Ausstellung ist bis Ende Dezember Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Das Nordhäuser Theater beteiligt sich mit einer aktionsgeladenen Kostümmodenschau an der 3. Museumsnacht der Stadt. Zur nicht alltäglichen Modenschau werden farbenfrohe, phantasievolle Kostüme der Kostümbildnerin Elisabeth Stolze-Bley vorgestellt. Die Zuschauer erfahren außerdem interessante Details zur Arbeit einer Kostümbildnerin. Moderiert wird die Modenschau von Simone Uthleb vom Theater. Auch das Extra-Ballett des Theaters Nordhausen ist dabei und Jugendlichen aus Nordhausen, die sich als Model im Scheinwerferlicht präsentieren.
Die Pallette der vorzustellenden Kostüme ist sehr vielseitig. Viele kennen sicher die märchenhaften Kostüme von Coppellia, Max und Moritz oder Rumpelstilchen. Was es noch zu sehen gibt, das sollten Sie sich selbst anschauen und zwar am 19. Mai um 20.00 Uhr im Tabakspeicher zur 3. Nordhäuser Museumsnacht.
Autor: nnz
Aufgestöbert und abgestaubt (Foto: nnz)
Wir haben schon seit längerem solch eine Ausstellung mit den Sammlungen aus dem Museumsdepot im Walkenrieder Hof geplant, sagt Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), und ab Freitag sollen die verborgenen und wertvollen Schätze wie zum Beispiel alte Möbel, Sammlungen von Glaskelchen, Zinnkrügen oder Meißner Porzellan ans Tageslicht. Dazu lädt sie alle Interessierten herzlich ein.
Die Ausstellung sei nicht nur eine bloße Aneinanderreihung von Möbeln, Gemälden oder Porzellan, sondern werde mit Teilen der Stadtgeschichte verbunden, erklärt sie. So habe man beispielsweise die Geschichte des Schulwesens in einem Klassenzimmer mit alten Schulbänken und Vitrinen mit Tier- und Pflanzenpräparaten nach empfunden. In anderen Räumen gibt es Hinweise auf die Gründung der Stadt, die Pest, die Hexenverfolgung, die Reformation, den 30jährigen Krieg und die beiden letzten Weltkriege. Auch über die bedeutenden Naturwissenschaftler Friedrich Traugott Kützing, Johannes Thal und Kurt Wein, nach denen heute Nordhäuser Straßen benannt wurden, könne man in der Ausstellung lesen. An stadtgeschichtliche Vorträge sei ebenso gedacht. So sei dafür ein Raum mit Leinwand und Beamer vorgesehen.
Kurios seien die Bilder, die man vor ungefähr 150 Jahren aus Frauenhaar fertigte. Auf den Bildern wurden meist Blumen oder Blütenbäume dargestellt, die neben dem Haar mit reliefartigen, gepressten, farbigen Goldpapier verziert wurden, erklärt Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. Auch eine asiatische Vitrine oder 200 Jahre alte Babywäsche oder Fayence-Krüge aus dem 18. Jahrhundert gäbe es zu bestaunen.
Alles in allem eine vielschichtige und umfangreiche Ausstellung, bei der es sogar am Ende mit etwas Glück noch was zu gewinnen gibt, wirbt sie. Die Ausstellung ist bis Ende Dezember Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Das Nordhäuser Theater beteiligt sich mit einer aktionsgeladenen Kostümmodenschau an der 3. Museumsnacht der Stadt. Zur nicht alltäglichen Modenschau werden farbenfrohe, phantasievolle Kostüme der Kostümbildnerin Elisabeth Stolze-Bley vorgestellt. Die Zuschauer erfahren außerdem interessante Details zur Arbeit einer Kostümbildnerin. Moderiert wird die Modenschau von Simone Uthleb vom Theater. Auch das Extra-Ballett des Theaters Nordhausen ist dabei und Jugendlichen aus Nordhausen, die sich als Model im Scheinwerferlicht präsentieren.
Die Pallette der vorzustellenden Kostüme ist sehr vielseitig. Viele kennen sicher die märchenhaften Kostüme von Coppellia, Max und Moritz oder Rumpelstilchen. Was es noch zu sehen gibt, das sollten Sie sich selbst anschauen und zwar am 19. Mai um 20.00 Uhr im Tabakspeicher zur 3. Nordhäuser Museumsnacht.

