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Di, 12:52 Uhr
16.05.2006

nnz-Forum: Noch immer - kein Schweigen!

Nordhausen/Bleicherode (nnz). Die nnz vor Anfang April einen Beitrag im Forum veröffentlich, der sich mit der Zukunft der Schule in Bleicherode befasst hatte. Jetzt legen die Verfasser nach...


Für die Jugend wurde in Stadt und Landkreis seit Jahren Beachtliches getan. Jetzt ist „nach der Wahl“; entfernt sind die großen Pass-Fotos an den für Leuchten bestimmten Masten, aber sicher nicht die Probleme. Unser Beitrag im Forum der nnz vom „Kein Schweigen der Lämmer“ zur Vision Campus erbrachte viel Zustimmung. Es ging und geht uns um die Entwicklungsperspektiven des westlichen Landkreises, darin eingebettet um Zukunft und Qualität des „Staatlichen Gymnasiums Friedrich Schiller“ in Bleicherode. Unsere wissenschaftliche Arbeit zum Abitur mit Analysen zur Regionalentwicklung, Pendlerbewegung und Abwanderung,

Gespräche mit den Landräten in Nordthüringen, bestätigten eine Vermutung: Die Zeit für isolierte Sichtweisen auf Einzelobjekte ist vorbei, komplexe Zusammenhänge erfordern präzise Datengewinnung. Nur daraus sind Ideen ableitbar, die mehr sein müssen als Meinungen oder Visionen. Das Gesamtschulmodell Bleicherode, d.h. Gymnasium und Regelschule in einem Gebäudekomplex löst nicht neu herangereifte pädagogische Probleme, schafft fahrlässig Kollisionen mit dem Thüringer Schulgesetz.

Es ist ein Kompakt- Schul- Sparmodell, das der Stadt Bleicherode für wirtschaftliche Entwicklung eine wichtige Attraktion wegnimmt. Das vom Landratsamt Nordhausen unterstützte Regionale Entwicklungskonzept „Westlicher Landkreis“ nennt für den Verflechtungsraum Bleicherode- Sollstedt drei bedeutende regionale Einrichtungen: Schillergymnasium Bleicherode, Fachklinik Orthopädie und Schwimmhalle Sollstedt. Solche entwicklungsfähigen Einzelpotentiale sind entscheidende Pfeiler für Gestaltungsprozesse in den Randregionen unseres Kreises. Ungenügende Weitsicht und Mängel in der Führung regionaler Prozesse dürfen wir uns nicht mehr leisten. Wenn aus Wahlkampfdiskussionen, so z.B. zur Idee einer Gesamtschule in Bleicherode Zustimmung und Werturteile von der 2. Beigeordneten des Landrats, Frau Grünwald, formuliert werden, entstehen Fragen zum Neutralitätsgebot und der Wahrung staatlicher Gesetze.

Erst unser Presseartikel veranlassten Frau Grünwald gemeinsam mit der nun schon ehemaligen Landratskandidatin der Linkspartei das Gespräch am Schillergymnasium in Bleicherode mit der Schulleitung und uns Schülern zu suchen. Wir konnten kaum erwarten, dass die notwendige Fragestellung der Weiterentwicklung des Gymnasiums Gegenstand der Diskussion sein konnte. Die Anforderungen an die Hochschulreife erhöhen sich international und besonders in der EU. Welche schrittweise Spezialisierung wäre für das Schillergymnasium möglich und notwendig? Der von Frau Grünwald unternommene Kurztripp an eine Gothaer Gesamtschule konnte kaum mehr als deren Einzelfallcharakter verdeutlichen. Bei komplexen Problemen ist integrative Zusammenarbeit und präzise Analyse verschiedener Fachabteilungen der Behörde notwendig- eventuell durch den Landrat geführt und begleitet von ausgewiesenen Spezialisten. Warten auf den nächsten Wahlkampf - das wäre ein Dilemma der Demokratie - eine Motivation für die Nichtwähler.
Christian Meyer, Bleicherode
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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