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Do, 18:22 Uhr
10.08.2023
nnz-Forum:

Szenen einer „Nordhäuser Ehe“

Es ist erstaunlich wie lange schon eine „familiäre“ Situation die Nordhäuser Öffentlichkeit beschäftigt. Auch ein Leser der nnz hat sich damit beschäftigt...


Dabei gibt es eine solche Situation wie sie in der Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichts Meiningen für die Verwaltungsspitze der Stadt Nordhausen dargestellt wird durchaus in manchen Familien dieser Stadt. Eine Bezeichnung hierfür ist die Zweckehe oder auch eheliche Zweckgemeinschaft. Zumindest ist bei dieser besonderen Form der familiären Zweisamkeit davon auszugehen, dass gegenseitiger Respekt und Achtung als Grundpfeiler der Beziehung gelten.

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Nun lässt sich an Hand der aufgeführten (rechtlichen) Verfehlungen trefflich streiten ob der Oberbürgermeister es an Achtung und Respekt gegenüber der Bürgermeisterin hat fehlen lassen oder ob es nicht eine Retourkutsche dafür war, dass die Bürgermeisterin selbstbewusst ihre Rechte und Pflichten so interpretiert hat wie sie es in der Vergangenheit im Landratsamt beigebracht bekommen hat. Weder das eine noch das andere möchte ich ergründen. Was aber offensichtlich ist, Kommunikation geht anders und vor allem besser. Selbst in einer Zweckehe gehört dies zum Miteinander dazu, insbesondere dann, wenn sich das Zusammenleben oder auch der Sinn der Ehe über die gemeinsamen Kinder definiert. Es wäre davon auszugehen, dass Zusammenarbeit mit dem Ziel zum Wohle der Stadt zu handeln, der kleinste gemeinsame Nenner hierfür sein sollte.

Außer acht gelassen wird bei aller Diskussion, dass es eine arrangierte Ehe war und noch ist! Demzufolge sollte bei der Frage nach der Verantwortung für die aktuelle Situation im Nordhäuser Rathaus auf die handelnden politischen Parteien verwiesen werden, welche Frau Rieger sowohl zur Kandidatur als Bürgermeisterin als auch zur OB-Wahl „gedrängt“ haben oder vielleicht soviel Mut und Unterstützung gegeben haben sich diesen beschwerlichen Gang gleich zweimal anzutun. Dazu hat aus meiner Sicht die Wahl im Stadtrat ebenso beigetragen wie ihre bisherige berufliche (politische) Laufbahn. Es lenkt aus meiner Sicht von den wahren parteipolitischen Schwierigkeiten in Stadt und Landkreis Nordhausen ab, lediglich auf die handelnden zwei Personen zu schauen. Die Verantwortung hierfür tragen andere, auch wenn zum eingehen einer Ehe immer das Ja-Wort gehört. Hierzu sei jedoch angemerkt, der eine wurde nicht gefragt, konnte jedoch auf Grund der Besonderheiten in Nordhausen damit rechnen.

Es empfiehlt sich aus meiner Sicht die gesamte Urteilsbegründung zu lesen und auf wertende Aussagen zu verzichten. Etwas was mir beim Durchlesen aufgefallen ist, es fehlt mir an rechtlicher Klarheit bei der Begründung der einzelnen Verfehlungen, bezogen auf das Aussprechen einer Suspendierung.

Ich wünsche mir für beide Betroffenen, dass sie sich aus dieser „Nordhäuser Zweckehe“ zurückziehen und sie stattdessen in ihrer liebevollen familiären Beziehung aufgefangen werden.
Alexander Rathnau
Autor: psg

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
geloescht.20241125
10.08.2023, 23:09 Uhr
Ein guter Artikel,
neutral und dennoch kritisch. Wer sich eine Meinung bilden möchte, sollte auch den Beschluss des Verwaltungsgerichts im Ganzen lesen.

Der vom Autor beiläufig eingefügte Hinweis auf "Besonderheiten in Nordhausen" trifft es auf den Punkt.

Rein menschlich hätten die beiden "Hauptdarsteller des Dramas" vielleicht einfach mal miteinander reden sollen. Sind beide Eltern und altersmäßig nicht weit voneinander entfernt. Aber nun eben, hätten...
Strandläufer
10.08.2023, 23:33 Uhr
Ja, hätten...
Aber das ist die Krux in den meisten Beziehungen/Ehen: es wird nicht miteinander gesprochen.
Somit ist der Vergleich mehr als passend.
geloescht.20250302
11.08.2023, 14:26 Uhr
Wieviele Eheleute...
....kennen Sie denn, Strandläufer?

Nichts mehr einander zu sagen gibt's meistens erst, wenn genug diskutiert und die Trennung beschlossen wurde.

Manche scheitern daran, weil einer zuviel redet und den anderen nicht zu Wort kommen lässt.

Wie bei manchen politischen Koalitionen oder dem Niederschreien des politischen Gegners mit hochroter Birne, obwohl man parteipolitisch angeblich "Grün" ist.
Südharzmensch
11.08.2023, 15:02 Uhr
Nordhausen braucht wieder eine freundliche und starke Zukunft
Über allen bisherigen Akteuren liegt der Schatten, und damit auch über UNSERER Stadt. Jetzt ist die Chance.
geloescht.20241017
11.08.2023, 16:18 Uhr
Ich wähle
deshalb die AFD.
Nach der Wende gab es einen CDU-Bürgermeister und einen SPD- Landrat, da gab es Streit.
Dann war es umgekehrt, da gab es Streit.
Dann waren beide SPD, da gab es Streit.
Dann waren einer SPD und der Andere Parteilos, was es gegeben hat wissen wir.
Jetzt bin ich mal gespannt was ab Hebst passiert.

Anmerkung techn. Support.
Na, es wird Streit geben. Was den sonst?
Strandläufer
11.08.2023, 17:43 Uhr
Tannenhäuser
...im finstren Wald...
Also ich kenne genug die zusammen sind weil es eben so ist. Oftmals aus zweckmäßigen Gründen. "Man hat sich eingerichtet".
Und sie werden staunen wie viele tatsächlich nicht miteinander reden.
Bei Ihnen ist es anders? Herzlichen Glückwunsch.
Bei mir auch.
geloescht.20250302
12.08.2023, 14:22 Uhr
Also wenn man sich...
...gegenseitig für eine glückliche Ehe beglückwünschen kann ..Bin ich dabei! Hand drauf!

Und bitte, sind Sie nicht niveauvoller als ein Kommentator, der hier seit Jahren unter mindestens 3 Accounts herumpestet und Namen verunglimpft, Strandläufer?

TANNHÄUSER, Wagner, Wartburg, Hörselberg, Frau Venus...Ohne "en" und finsterem Wald. Ich gehe Wölfen, Wildschweinen und Hexen-Pfefferkuchenhäusern lieber aus dem Weg.

Danke, dass Sie meiner geflissentlichen Durchsäge (Das "ä" ist kein Tippfehler) aufmerksam lauschten.
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