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Fr, 09:59 Uhr
12.05.2006

Blutiger Appell

Nordhausen/Nordhausen (nnz). Irgendwann kann es einen selbst treffen: Hoher Blutverlust infolge eines schweren Unfalls oder während einer komplizierten Operation. Das eigene Leben hängt dann am Blut anderer, dem Blut vieler Blutspender, die dafür sorgen, dass die Ärzte auf genügend Konserven zurückgreifen können. Die nnz veröffentlicht einen Appell von Gesundheitsminister Dr. Klaus Zeh (CDU).


"Blutkonserven sind bundesweit nach wie vor knapp. Dem beschränkten Angebot an Blutspenden steht ein großer Bedarf gegenüber. Etwa 15.000 Blutspenden täglich benötigen Deutschlands Patienten. Allein in Thüringen sind es mehr als 500 Konserven pro Tag. Rund 66 % aller Menschen brauchen irgendwann in ihrem Leben Blut, Blutplasma oder Medikamente, die aus Blutprodukten hergestellt sind", erläutert der Minister.

Eine Blutspende dauert etwa eine halbe Stunde, für die eigentliche Blutentnahme (500 ml) werden nur etwa 10 Minuten benötigt. Den Blutverlust kann ein gesunder Mensch ab 18. Lebensjahr ohne Schaden ausgleichen. Denn Voraussetzung für die Spende ist die ärztliche Feststellung der gesundheitlichen Eignung des Spenders. Grundsätzlich können alle gesunden Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 68 Blut spenden. Erstspender dürfen nicht älter als 59 Jahre sein. Die Blutspenden erfolgen unentgeltlich.

Grund für den ständigen Bedarf an Blutkonserven ist der hohe Bedarf für die Behandlung von Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen und bei Organtransplantationen. Um Schritt zu halten, muss die Zahl der Spender jährlich 1 bis 2 % zunehmen. Hinzu kommt in diesem Jahr das Großereignis Fußball-Weltmeisterschaft, für die der sofort verfügbare Vorrat aufgestockt werden muss.

Nach der Blutspende wird das Blut auf übertragbare Krankheiten und die Blutgruppenmerkmale untersucht und zu einem transfusionsgerechten Arzneimittel aufbereitet. Deshalb steht eine Blutspende erst etwa einen Tag nach der Entnahme zur Verfügung. Sich bei einer Blutspende zu infizieren wird durch die Verwendung sterilen Einwegmaterials ausgeschlossen. Gesundheitsminister Dr. Zeh: "Ich hoffe, dass sich viele Bürger, aber auch Vereine, Firmen und Unternehmen sowie sonstige Gruppen an einem Blutspendetermin beteiligen.

Blutspendetermine können im Südharzkrankenhaus Nordhausen erfragt werden. Ein gültiger Personausweis sollte nicht vergessen werden.
Autor: nnz

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