Fr, 10:09 Uhr
12.05.2006
Marktführerschaft behauptet
Nordhausen (nnz). Interessant wird es bei Unternehmen immer dann, wenn die ihre Jahreszahlen vorlegen. Jetzt sind die Zahlen der Eckes & Stock – Gruppe veröffentlicht worden. Auch die des Nordhäuser Standortes...
Die Eckes & Stock GmbH, Nieder-Olm bei Mainz, hat 2005 mit alkoholischen Getränken einen Netto-Umsatz von Mio € 247,0 (inklusive Verbrauchssteuern Mio € 489,1) erzielt und konnte damit den Wert des Vorjahres um 4,6% steigern. Trotz nach wie vor schwieriger Rahmenbedingungen konnten in den wesentlichen Märkten Erfolge erzielt werden und die führenden Marktpositionen behauptet oder ausgebaut werden.
Die Ertragslage der Unternehmensgruppe stellt sich insgesamt positiv dar: Mit einem EbIT von Mio € 28,7 konnten wir unsere Erwartungen erfüllen so Geschäftsführer Helmut Freigang, denn der EbIT lag über dem Durchschnitt der Vorjahre und etwa 30 % über dem Vorjahr. Eine Umsatzrendite von 11,6% und eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) in Höhe von 12,9 % belegen dieses gute Ergebnis.
Im Jahr 2005 erzielte die Eckes & Stock-Gruppe ein Gesamtabsatzvolumen von 82,4 Mio Litern, von denen 95% auf Spirituosen und 5% auf Wein entfielen. Während der Spirituosenabsatz nur knapp über dem Vorjahresniveau lag, konnte beim Weinabsatz ein Zuwachs von 8,3% erreicht werden. Mit 78 Mio Litern Spirituosenabsatz wurde das Vorjahresniveau gehalten, wodurch bei einem leicht rückläufigen (-1,1%) europäischen Spirituosenmarkt die bisherige Marktposition gefestigt werden konnte. Mit etwas mehr Dynamik im Spirituosenabsatz könnte Eckes & Stock von einem hervorragenden Geschäftsjahr sprechen, so nennen wir es zufrieden stellend, führt Freigang aus.
Wesentliche organisatorische Veränderungen im vergangenen Jahr war die Einrichtung eines zentralen Supply Chain Managements. Dadurch werden nunmehr länder- und firmenübergreifend alle Aktivitäten entlang der Versorgungs- und Lieferkette – Einkauf, Produktion, Lagerhaltung und Transporte – von der Führungsgesellschaft Eckes & Stock in Nieder-Olm koordiniert und strategisch verantwortet. Diese Organisationsform gewährleistet, dass die möglichen Synergien zwischen den einzelnen Standorten bestmöglich genutzt werden erläutert Freigang.
Die Mitarbeiterzahl der Gruppe liegt bei 639 Personen (Vorjahr 707) und war aufgrund der Ausgliederung des Vertriebs in die ECKES-Freixenet Vertriebs-GmbH rückläufig. Im Ausland werden 432 Personen beschäftigt.
Entwicklung der Gruppe zufrieden stellend
Die Absatzentwicklung in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres zeigt einen positiven Verlauf, indem eine Zuwachsrate von +3,1% erzielt werden konnte. Die Absätze in Österreich liegen auf dem Vorjahresniveau und die Länder Deutschland (+1%), Italien (+6,5%) und Tschechien (+12%) verzeichnen positive Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Exportgeschäft von ECKES & STOCK lief in diesem Jahr gut und konnte eine Steigerungsrate von 3,2% erzielen. In Deutschland wurden für alle wichtigen Eckpunkte die Listenpreise erhöht und diese Preiserhöhung durchgesetzt. Im Handel sind jetzt durchgängig die neuen Endverbraucherpreise durchgesetzt.
Eckes & Stock Landesgesellschaften
Naturgemäß entwickelte sich das Umfeld der verschiedenen Landesgesellschaften der Eckes & Stock-Gruppe unterschiedlich. Während sich die westeuropäischen Spirituosenmärkte etwa stabil entwickeln, stellen wir in Osteuropa – mit der Ausnahme Polen – tendenziell rückläufige Märkte fest. Ist in Osteuropa die Angleichung der Konsumgewohnheiten an westliche Gegebenheiten die wesentliche Ursache, so ist in Westeuropa ein steigendes Gesundheitsbewusstsein festzustellen und eine wachsende Preissensitivität, die einerseits die Discounter und andererseits Handels- und Zweitmarken begünstigt.
Deutschland: Marktchancen nutzen
In einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld, geprägt durch geringes Wirtschaftwachstum, hohe Arbeitslosigkeit und steigende Energiepreise stagnierten die verfügbaren Einkommen, so dass für den Konsum von Spirituosen weniger Geld ausgegeben wurde. Vor diesem Hintergrund erzielte die ECKES Spirituosen & Wein einen Umsatz von Mio € 233,0 (Mio € 85,6 ohne Branntweinsteuer), der leicht unter dem vergleichbaren Vorjahres-Umsatz (-1,5%) lag.
Der Absatz an Spirituosen im LEH entwickelte sich je nach Segment unterschiedlich; zeigen beispielsweise die Gattungen Weinbrand/Cognac (-5,3%), Korn/Doppelkorn (-4,6%), Obstbrände (-6,6%) rückläufige Absätze, konnten Wodka (+11,8%), Bitter/Halbbitter und fruchtige Softspirituosen (+1,7%) Zuwächse verzeichnen. War die Marke CHANTRÉ von dem Rückgang des Weinbrand/Cognac-Segments stärker betroffen, konnte Mariacron seinen Marktanteil leicht verbessern.
Im rückläufigen Segment Korn/Doppelkorn verzeichnete auch Echter Nordhäuser geringere Absätze, konnte aber seine deutliche Marktführerposition mit großem Abstand zum nächsten Wettbewerber verteidigen. Unter dem Absender Qualität aus Nordhausen bietet die ECKES Spirituosen & Wein eine Range an Produkten mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis an. Diese Produkte sind vornehmlich für den preissensiblen Osten Deutschlands konzipiert und verzeichnen einen Zuwachs von 7,2%,
Der Spirituosen-Marktanteil der ESW ist geringfügig auf 9,1% (lt. IRI, LEH ohne Aldi) zurückgegangen, jedoch wurde die führende Marktposition mit deutlichem Abstand gehalten.
In den vergangenen Jahren zählte der Wein zu den wenigen Wachstumssegmenten im LEH. Diese Situation hat sich im vergangenen Jahr gewandelt, indem im LEH 3,1% weniger Wein verkauft wurde als 2004. Vor diesem Hintergrund ist die Absatzentwicklung der beiden Wein-Ranges Collection de CHANTRÉ und Passione di JULIA mit zusammen +12 % positiv zu bewerten. Hervorzuheben ist, dass die Weine der Collection de CHANTRÉ beim letzten Wettbewerb MUNDUS VINI 2005 mit mehreren Medaillen ausgezeichnet wurden, wobei der Wein Collection de CHANTRÉ Sauvignon Blanc eine Goldmedaille erhielt und darüber hinaus die Sonderauszeichnung Weißwein des Jahres im LEH unter € 5,0.
Italien: Mit Marktführern weiter auf Erfolgskurs
Die Gesellschaft Stock SpA, in Triest, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von Mio € 116,0 (Mio € 93,0 excl. Branntweinsteuer) und konnte damit den Vorjahreswert um 4% steigern. Dieses positive Ergebnis wurde trotz schwacher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung, der Stagnation bei den fast moving consumer goods und leicht rückläufigem Spirituosenabsatz erzielt. Dieses Umfeld lässt die Absatz-Schiene Discount zu Lasten der Super- und Verbraucher-Märkte wachsen und erhöht den Druck auf Preise und Konditionen bei den Herstellern.
Mit der Vodka-Range KEGLEVICH konnte der Absatz um 6,8% gesteigert und die mit Abstand führende Marktposition ausgebaut werden, wozu umfangreiche Promotions und hohe Investments in die Marke beigetragen haben.
Im für Stock wichtigen Limoncelli-Markt nimmt die Wettbewerbsintensität durch Preisaggressivität billiger Produkte weiter zu. Durch eine Absatzsteigerung von etwa 1% konnte die Marktführerposition von Limoncé behauptet werden.
Österreich: Marktführung behauptet
Die Stock Austria GesmbH erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz ohne Alkoholsteuer von Mio € 12,6 und konnte damit eine Steigerung von 11,6% erzielen. In der Vertriebsorganisation kam es zu einer wesentlichen Veränderung, indem die Anteile an dem mit Schlumberger betriebenen Vertriebs-Joint-Venture an Schlumberger verkauft wurden und die Distribution der STOCK-Austria-Marken exklusiv an Schlumberger vergeben wurde.
Im rückläufigen Spirituosen-Markt konnte sich Stock Austria gut behaupten, indem im Weinbrand-Segment die führende Marktposition mit Stock VSOP und Bouchet auf 16,2% ausgebaut wurde. Mautner Inländer Rum kann seine Marktposition behaupten, während Mautner Wodka den Marktanteil ausbauen kann. Im stagnierenden Rum-Markt konnte STROH seine führende Position im Premium-Preis-Bereich behaupten. Die 2004 eingeführten STROH-Heißgetränke stellen sich als gastronomie-adäquat dar und können sich dort positiv entwickeln.
Tschechien: Marktposition weiter ausgebaut
Die Stock Pilsen a.s. konnte ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr abschließen: Der Umsatz inklusive Branntweinsteuer lag bei Mio € 125,2 (Mio € 58,8 ohne Branntweinsteuer), und damit um 17,2% über dem Vorjahresumsatz. Der Spirituosen-Markt in Tschechien war mit über 9% deutlich rückläufig, so dass die führende Marktposition von Stock Pilsen ausgebaut werden konnte.
Für die Hauptmarke Fernet Stock und Fernet Stock Citrus wurde eine strategische Neuausrichtung erarbeitet und umgesetzt; die Absatzentwicklung der letzten Monate zeigt, dass diese Neuausrichtung sich positiv auswirkt. Trotz des stagnierenden Vodka-Marktes zeigt Amundsen-Vodka eine sehr positive Entwicklung, indem der Absatz um 27% gesteigert werden konnte.
Die Aufteilung der Distributions-Marken von Allied Domecq auf Pernod Ricard und Fortune Brands/Jim Beam Brands bewirkte, dass die Hauptmarken aus diesem Portfolio, die von PR übernommen wurden, seit Ende August nicht mehr von Stock Pilsen vertrieben wurden. Dennoch ist es Stock Pilsen gelungen, ein Absatzniveau von 87% des Vorjahres zu erreichen. Für die verbliebenen Marken wurden die Distributionsverträge erneuert und mit dem finnischen Vodka Koskenkorva eine zusätzliche Marke hinzugewonnen.
Wie in vielen anderen Märkten ist auch in Tschechien eine steigende Tendenz der Verbraucher zur Preisorientierung festzustellen. Davon hat die Preis-Einstiegs-Marke Božkov profitiert; unter diesem Absender werden verschiedene Spirituosen-Sorten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten. Die Absatzsteigerung dieser Range betrug 30%.
Die vom Gesetzgeber geschaffenen erleichterten Bedingungen zur Abfindung von Minderheitsaktionären bei Übernahme deren Gesellschafteranteil wurde genutzt, so dass sich nunmehr die Stock Pilsen a.s. im alleinigen Eigentum der ECKES & STOCK GmbH befindet.
Export: Wachstumspotentiale zu nutzen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden sämtliche Exportaktivitäten unter einer zentralen Führung zusammengefasst und eine globale Exportstrategie entwickelt und umgesetzt. Erste Erfolge konnten bereits in 2005 erzielt werden: Der Export-Umsatz lag bei Mio € 32,0, womit eine Steigerung von 12,6% erreicht wurde. Zu diesem guten Ergebnis haben insbesondere die Verkäufe in die Slowakei und andere mittel- und osteuropäische Märkte (Polen, Kroatien), aber auch in die USA beigetragen.
Autor: nnzDie Eckes & Stock GmbH, Nieder-Olm bei Mainz, hat 2005 mit alkoholischen Getränken einen Netto-Umsatz von Mio € 247,0 (inklusive Verbrauchssteuern Mio € 489,1) erzielt und konnte damit den Wert des Vorjahres um 4,6% steigern. Trotz nach wie vor schwieriger Rahmenbedingungen konnten in den wesentlichen Märkten Erfolge erzielt werden und die führenden Marktpositionen behauptet oder ausgebaut werden.
Die Ertragslage der Unternehmensgruppe stellt sich insgesamt positiv dar: Mit einem EbIT von Mio € 28,7 konnten wir unsere Erwartungen erfüllen so Geschäftsführer Helmut Freigang, denn der EbIT lag über dem Durchschnitt der Vorjahre und etwa 30 % über dem Vorjahr. Eine Umsatzrendite von 11,6% und eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) in Höhe von 12,9 % belegen dieses gute Ergebnis.
Im Jahr 2005 erzielte die Eckes & Stock-Gruppe ein Gesamtabsatzvolumen von 82,4 Mio Litern, von denen 95% auf Spirituosen und 5% auf Wein entfielen. Während der Spirituosenabsatz nur knapp über dem Vorjahresniveau lag, konnte beim Weinabsatz ein Zuwachs von 8,3% erreicht werden. Mit 78 Mio Litern Spirituosenabsatz wurde das Vorjahresniveau gehalten, wodurch bei einem leicht rückläufigen (-1,1%) europäischen Spirituosenmarkt die bisherige Marktposition gefestigt werden konnte. Mit etwas mehr Dynamik im Spirituosenabsatz könnte Eckes & Stock von einem hervorragenden Geschäftsjahr sprechen, so nennen wir es zufrieden stellend, führt Freigang aus.
Wesentliche organisatorische Veränderungen im vergangenen Jahr war die Einrichtung eines zentralen Supply Chain Managements. Dadurch werden nunmehr länder- und firmenübergreifend alle Aktivitäten entlang der Versorgungs- und Lieferkette – Einkauf, Produktion, Lagerhaltung und Transporte – von der Führungsgesellschaft Eckes & Stock in Nieder-Olm koordiniert und strategisch verantwortet. Diese Organisationsform gewährleistet, dass die möglichen Synergien zwischen den einzelnen Standorten bestmöglich genutzt werden erläutert Freigang.
Die Mitarbeiterzahl der Gruppe liegt bei 639 Personen (Vorjahr 707) und war aufgrund der Ausgliederung des Vertriebs in die ECKES-Freixenet Vertriebs-GmbH rückläufig. Im Ausland werden 432 Personen beschäftigt.
Entwicklung der Gruppe zufrieden stellend
Die Absatzentwicklung in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres zeigt einen positiven Verlauf, indem eine Zuwachsrate von +3,1% erzielt werden konnte. Die Absätze in Österreich liegen auf dem Vorjahresniveau und die Länder Deutschland (+1%), Italien (+6,5%) und Tschechien (+12%) verzeichnen positive Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Exportgeschäft von ECKES & STOCK lief in diesem Jahr gut und konnte eine Steigerungsrate von 3,2% erzielen. In Deutschland wurden für alle wichtigen Eckpunkte die Listenpreise erhöht und diese Preiserhöhung durchgesetzt. Im Handel sind jetzt durchgängig die neuen Endverbraucherpreise durchgesetzt.
Eckes & Stock Landesgesellschaften
Naturgemäß entwickelte sich das Umfeld der verschiedenen Landesgesellschaften der Eckes & Stock-Gruppe unterschiedlich. Während sich die westeuropäischen Spirituosenmärkte etwa stabil entwickeln, stellen wir in Osteuropa – mit der Ausnahme Polen – tendenziell rückläufige Märkte fest. Ist in Osteuropa die Angleichung der Konsumgewohnheiten an westliche Gegebenheiten die wesentliche Ursache, so ist in Westeuropa ein steigendes Gesundheitsbewusstsein festzustellen und eine wachsende Preissensitivität, die einerseits die Discounter und andererseits Handels- und Zweitmarken begünstigt.
Deutschland: Marktchancen nutzen
In einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld, geprägt durch geringes Wirtschaftwachstum, hohe Arbeitslosigkeit und steigende Energiepreise stagnierten die verfügbaren Einkommen, so dass für den Konsum von Spirituosen weniger Geld ausgegeben wurde. Vor diesem Hintergrund erzielte die ECKES Spirituosen & Wein einen Umsatz von Mio € 233,0 (Mio € 85,6 ohne Branntweinsteuer), der leicht unter dem vergleichbaren Vorjahres-Umsatz (-1,5%) lag.
Der Absatz an Spirituosen im LEH entwickelte sich je nach Segment unterschiedlich; zeigen beispielsweise die Gattungen Weinbrand/Cognac (-5,3%), Korn/Doppelkorn (-4,6%), Obstbrände (-6,6%) rückläufige Absätze, konnten Wodka (+11,8%), Bitter/Halbbitter und fruchtige Softspirituosen (+1,7%) Zuwächse verzeichnen. War die Marke CHANTRÉ von dem Rückgang des Weinbrand/Cognac-Segments stärker betroffen, konnte Mariacron seinen Marktanteil leicht verbessern.
Im rückläufigen Segment Korn/Doppelkorn verzeichnete auch Echter Nordhäuser geringere Absätze, konnte aber seine deutliche Marktführerposition mit großem Abstand zum nächsten Wettbewerber verteidigen. Unter dem Absender Qualität aus Nordhausen bietet die ECKES Spirituosen & Wein eine Range an Produkten mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis an. Diese Produkte sind vornehmlich für den preissensiblen Osten Deutschlands konzipiert und verzeichnen einen Zuwachs von 7,2%,
Der Spirituosen-Marktanteil der ESW ist geringfügig auf 9,1% (lt. IRI, LEH ohne Aldi) zurückgegangen, jedoch wurde die führende Marktposition mit deutlichem Abstand gehalten.
In den vergangenen Jahren zählte der Wein zu den wenigen Wachstumssegmenten im LEH. Diese Situation hat sich im vergangenen Jahr gewandelt, indem im LEH 3,1% weniger Wein verkauft wurde als 2004. Vor diesem Hintergrund ist die Absatzentwicklung der beiden Wein-Ranges Collection de CHANTRÉ und Passione di JULIA mit zusammen +12 % positiv zu bewerten. Hervorzuheben ist, dass die Weine der Collection de CHANTRÉ beim letzten Wettbewerb MUNDUS VINI 2005 mit mehreren Medaillen ausgezeichnet wurden, wobei der Wein Collection de CHANTRÉ Sauvignon Blanc eine Goldmedaille erhielt und darüber hinaus die Sonderauszeichnung Weißwein des Jahres im LEH unter € 5,0.
Italien: Mit Marktführern weiter auf Erfolgskurs
Die Gesellschaft Stock SpA, in Triest, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von Mio € 116,0 (Mio € 93,0 excl. Branntweinsteuer) und konnte damit den Vorjahreswert um 4% steigern. Dieses positive Ergebnis wurde trotz schwacher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung, der Stagnation bei den fast moving consumer goods und leicht rückläufigem Spirituosenabsatz erzielt. Dieses Umfeld lässt die Absatz-Schiene Discount zu Lasten der Super- und Verbraucher-Märkte wachsen und erhöht den Druck auf Preise und Konditionen bei den Herstellern.
Mit der Vodka-Range KEGLEVICH konnte der Absatz um 6,8% gesteigert und die mit Abstand führende Marktposition ausgebaut werden, wozu umfangreiche Promotions und hohe Investments in die Marke beigetragen haben.
Im für Stock wichtigen Limoncelli-Markt nimmt die Wettbewerbsintensität durch Preisaggressivität billiger Produkte weiter zu. Durch eine Absatzsteigerung von etwa 1% konnte die Marktführerposition von Limoncé behauptet werden.
Österreich: Marktführung behauptet
Die Stock Austria GesmbH erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz ohne Alkoholsteuer von Mio € 12,6 und konnte damit eine Steigerung von 11,6% erzielen. In der Vertriebsorganisation kam es zu einer wesentlichen Veränderung, indem die Anteile an dem mit Schlumberger betriebenen Vertriebs-Joint-Venture an Schlumberger verkauft wurden und die Distribution der STOCK-Austria-Marken exklusiv an Schlumberger vergeben wurde.
Im rückläufigen Spirituosen-Markt konnte sich Stock Austria gut behaupten, indem im Weinbrand-Segment die führende Marktposition mit Stock VSOP und Bouchet auf 16,2% ausgebaut wurde. Mautner Inländer Rum kann seine Marktposition behaupten, während Mautner Wodka den Marktanteil ausbauen kann. Im stagnierenden Rum-Markt konnte STROH seine führende Position im Premium-Preis-Bereich behaupten. Die 2004 eingeführten STROH-Heißgetränke stellen sich als gastronomie-adäquat dar und können sich dort positiv entwickeln.
Tschechien: Marktposition weiter ausgebaut
Die Stock Pilsen a.s. konnte ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr abschließen: Der Umsatz inklusive Branntweinsteuer lag bei Mio € 125,2 (Mio € 58,8 ohne Branntweinsteuer), und damit um 17,2% über dem Vorjahresumsatz. Der Spirituosen-Markt in Tschechien war mit über 9% deutlich rückläufig, so dass die führende Marktposition von Stock Pilsen ausgebaut werden konnte.
Für die Hauptmarke Fernet Stock und Fernet Stock Citrus wurde eine strategische Neuausrichtung erarbeitet und umgesetzt; die Absatzentwicklung der letzten Monate zeigt, dass diese Neuausrichtung sich positiv auswirkt. Trotz des stagnierenden Vodka-Marktes zeigt Amundsen-Vodka eine sehr positive Entwicklung, indem der Absatz um 27% gesteigert werden konnte.
Die Aufteilung der Distributions-Marken von Allied Domecq auf Pernod Ricard und Fortune Brands/Jim Beam Brands bewirkte, dass die Hauptmarken aus diesem Portfolio, die von PR übernommen wurden, seit Ende August nicht mehr von Stock Pilsen vertrieben wurden. Dennoch ist es Stock Pilsen gelungen, ein Absatzniveau von 87% des Vorjahres zu erreichen. Für die verbliebenen Marken wurden die Distributionsverträge erneuert und mit dem finnischen Vodka Koskenkorva eine zusätzliche Marke hinzugewonnen.
Wie in vielen anderen Märkten ist auch in Tschechien eine steigende Tendenz der Verbraucher zur Preisorientierung festzustellen. Davon hat die Preis-Einstiegs-Marke Božkov profitiert; unter diesem Absender werden verschiedene Spirituosen-Sorten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten. Die Absatzsteigerung dieser Range betrug 30%.
Die vom Gesetzgeber geschaffenen erleichterten Bedingungen zur Abfindung von Minderheitsaktionären bei Übernahme deren Gesellschafteranteil wurde genutzt, so dass sich nunmehr die Stock Pilsen a.s. im alleinigen Eigentum der ECKES & STOCK GmbH befindet.
Export: Wachstumspotentiale zu nutzen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden sämtliche Exportaktivitäten unter einer zentralen Führung zusammengefasst und eine globale Exportstrategie entwickelt und umgesetzt. Erste Erfolge konnten bereits in 2005 erzielt werden: Der Export-Umsatz lag bei Mio € 32,0, womit eine Steigerung von 12,6% erreicht wurde. Zu diesem guten Ergebnis haben insbesondere die Verkäufe in die Slowakei und andere mittel- und osteuropäische Märkte (Polen, Kroatien), aber auch in die USA beigetragen.

