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Fr, 12:56 Uhr
05.05.2006

Dreifache Premiere

Nordhausen (nnz). Die Wand Richtung Norden war so feucht, dass der Putz bröckelte; die Heizkörper aus der früheren Sowjetunion unansehnlich und schadhaft wie auch die Fenster, die Türen klemmten – im Trauzimmer im Nordhäuser Rathaus lag einiges im Argen. Bis heute.

Dreifache Premiere (Foto: nnz) Dreifache Premiere (Foto: nnz)

Heute, nach mehrwöchigen Reparatur- und Restaurationsarbeiten, öffneten sich wieder die Türen. Gleich drei Brautpaare nutzten die Möglichkeit, um sich im neuen Ambiente trauen zu lassen. „Die Sanierung war praktisch überfällig, das Umfeld in diesem Zimmer war für eine Trauung nicht mehr würdig und hat auch unserem Image als Stadt nicht gut getan“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke, „Wir mussten also dringend handeln.“

Anfangs sei geplant gewesen, die Arbeiten nach und nach und jährlich abzuwickeln, „doch das wäre zu teuer gekommen. So haben wir alles auf einmal erledigt - und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Schönheit des historischen Rathauses kommt hier jetzt wieder richtig zur Geltung.“

Dank der Kunst der Maler der Nordhäuser Firma „Pichler“ zeige sich das Zimmer jetzt in warmen Farbtönen, Terrakotta - orange, und damit freundlicher als zuvor. „Durch die schönen neuen Sonnen-Ornamente an der Decke kommen jetzt die historischen Kreuzgewölbe wieder richtig zur Geltung“, so Frau Rinke. Auf den Austausch der alten Fenster habe man aus Kostengründen verzichtet, und die Fenster aufgearbeitet. Am Ende habe sich gezeigt, dass dies sogar die bessere Lösung gewesen sei.

Bei der Möblierung des Trauzimmers habe man auf alte Nordhäuser Stücke aus dem Museumsdepot zurückgegriffen, die aus der Bauzeit des historischen Rathauses stammten - darunter Original-Stilmöbel, Truhen und Gemälde. Hinter dem Trautisch schmücke jetzt einer der ältesten Wandteppiche der Stadt den Raum, der ebenfalls aus dem Museumsdepot stamme und wahrscheinlich aus einem liturgischen Gewand gefertigt worden sei.

Und nach seiner Restaurierung werde ein historisches Ornament in Form eines Stadtwappens die Hochzeitsgäste über der Tür zum Trauzimmer begrüßen. „Diese so genannte Supra-Porte hatte bereits früher ihren Platz im Rathaus und ist nach der Installation damit erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich “, sagte Frau Rinke.
Autor: nnz

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