nnz-Betrachtung zu Reaktionen auf eine Landratswahl
Sonneberg und kein Ende
Nachdem gestern bereits die ersten Gerüchte mit handgemalten Karten im Netz kursierten, nachdem der Landkreis Sonnenberg seinen Nachbarkreis überfallen habe, gab es auch viele ernstgemeinte Statements und erstaunliche Reaktionen, die wiederum kommentiert werden. Hier eine Auswahl …
Am krassesten hat wohl die inzwischen etwas radikalisierte GRÜNEN-Mitbegründerin Jutta Ditfurth gepostet. Erster Vertreter der Nazi-Partei AfD wird Landrat. Thüringen Kreis Sonneberg. Gewählt haben ihn Nazis, die auf anderen herumtrampeln wollen, um sich groß zu fühlen. Die es hassen, wenn es allen besser geht. Medien, die von Protestwahlen reden trifft meine volle Verachtung.
Doch auch unser Bundesgesundheitsminister sah sich zu einer Äußerung außerhalb seines Fachgebiets veranlasst: Erster AfD Landrat! Das ist ein Tiefpunkt unserer Politik seit dem dem Fall der Mauer. Die Bevölkerung muss besser mitgenommen werden auf dem Weg zu Klimaschutz und mehr Gerechtigkeit. Die AfD schürt Angst und Hass, hat aber Lösungen für Nichts, twitterte Karl Lauterbach.
Eine andere Erklärung hat der im Mittelmeer als Seenot-Retter bekannt gewordene Axel Steier:Hätte es genug Zuzug aus dem Ausland gegeben (z.B. indem man die Visa-Pflicht für Afghan*innen und andere Verfolgte abschafft), und hätte man diesen Menschen sofort das Wahlrecht eingeräumt, wäre Sonneberg heute kein Thema. Deshalb: Grenzen auf!
Seit gestern wird die Wahl Sesselmanns nun überprüft, wie die Thüringer Innenstaatssekretärin Katharina Schenk (SPD) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Weil Landräte auf dem Boden der demokratischen Grundordnung stehen müssen, soll Sesselmann unter die Lupe genommen werden. Denn, so Schenk: In dem Gesetz steht, dass zum Landrat nicht gewählt werden kann, wer nicht die Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Landesverfassung eintritt.
Was sagt der betroffene Wahlsieger selbst dazu? In den sozialen Netzwerken verbreitete der designierte Landrat von Sonneberg folgendes: Liebe Mitbürger, die Wahl ist gewonnen, jetzt kommt zwar nicht der Anruf aus Südafrika, diesmal meldet sich das Thüringer Innenministerium, das die Zuverlässigkeit des Kandidaten anzweifelt und damit die Wahl für ungültig erklären will. Sie wollen den Willen der Bürger des Landkreises nicht akzeptieren, weil ihnen das Ergebnis nicht schmeckt. Welch widerliches Schauspiel.
In Thüringen sind die Meinungen gemischt. Viele halten es aber für keine gute Idee, die Wahl rückgängig machen zu wollen. Beispielhaft hier das Statement der Kleinpartei Bürger für Thüringen: Es handelte sich um eine demokratische Wahl, deren Ergebnis zu akzeptieren ist. Nun im Nachhinein Zweifel an der Wählbarkeit des Kandidaten geltend zu machen, ist keinesfalls der richtige Weg – zumal damit auch die Arbeit der Wahlkommission angezweifelt wird, da alle Kandidaten bereits vorab nach Paragraph 24 des Thüringer Kommunalwahlgesetzes geprüft wurden. Stattdessen verdient Robert Sesselmann die Chance, sich im Kreis Sonneberg als Landrat bewähren zu können und dass man ihn an seinen Taten misst. Ein Landrat besitzt ohnehin keine Allmacht – deshalb sollten vor allem Kritiker diese Chance nutzen, um sich ein ehrliches Bild über die Amtstauglichkeit von AfD-Mitgliedern zu machen. Sollte nach der Kemmerich-Wahl 2020 nun die nächste Wahl in Thüringen rückgängig gemacht werden, wäre das der Todesstoß für den Glauben an die Demokratie, sagte Dr. Ute Bergner, Chefin der Partei.
Früher gehörte Bergner der FDP an, deren Bundesvorsitzender Christin Lindner gestern Schlagzeilen machte, weil er auf das Sonneberger Ergebnis angesprochen zum besten gab: Im Notfall könnte man noch die Linkspartei wählen, wenn der Wähler unzufrieden mit der Berliner Ampelregierung sei. Das sei natürlich keine Wahlempfehlung, relativierte er die für einen Liberalen erstaunliche Aussage. Heute grübeln die Medien darüber, wie ernst er diesen Satz gemeint haben könnte.
Widerspruch kommt auch hier von einer kleinen Partei. Für Bündnis Deutschland stellte Walter Münnich, deren stellvertretender Bundesvorsitzender, klar: "Als FDP eine Wahlempfehlung für die Kommunisten abzugeben, zeigt, wie weit links nun auch die FDP abgedriftet ist." Lindner falle offenbar lieber auf den Salon-Kommunisten Ramelow rein; statt die "Fußtruppen" dahinter zu sehen, die noch immer vom bösen Unternehmer und von Heuschrecken reden, wenn sie an Vermieter denken. Wir müssen Herrn Lindner auch daran erinnern, dass er mit dazu beigetragen hat, dass ein FDP-Ministerpräsident in Thüringen nicht lange amtieren durfte. Wer weiß, welch besseren Weg Thüringen mit Thomas Kemmerich genommen hätte", so Münnich.
Sicherlich wird uns die Auseinandersetzung um denn Dammbruch noch eine ganze Weile beschäftigen, zumal bei der Nordhäuser Oberbürgermeisterwahl auch ein AfD-Mann nicht völlig aussichtslos ins Rennen gehen wird. Innenstaatssekretärin Katharina Schenk aus dem Thüringer Ministerium sollte diesen Kandidaten möglichst gleich auf seine Demokratietauglichkeit überprüfen. Das erspart nach der Wahl womöglich Kritik und Ärger und stärkt die Fraktion der Wutbürger und Protestwähler nicht noch weiter.
Olaf Schulze
Autor: osch
Kommentare
DonaldT
28.06.2023, 17:32 Uhr
Sonneberg
Die Sonne geht auf überm Berg.
Trotz "Aufruf" zur Wahl des CDU Kandidaten haben die Bürger mit klarer Mehrheit gewählt.
Es ist nur zulesen, was den "Etablierten" nicht passt, aber nichts davon, dass nun nicht mehr weiter alles gegen die Wand gefahren wird und auch nichts davon, dass endlich mit dem Grünen Filz und dem Roten Filz aufgeräumt wird und nichts davon, dass in Thüringen endlich Neuwahlen stattfinden!
Dafür (Neuwahlen) wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.
Ich wünsche Herrn Sesselmann viel Erfolg und Standhaftigkeit. Er ist gewählt!
ArreeTim
28.06.2023, 17:53 Uhr
Diese angebliche Notwendigkeit der Überprüfung des gewählten Juristen Sesselmann auf Verfassungs-
treue (Appendix der Überschrift, bitte lesen) ist ggf. einfach eine Farce? Es ist ggf. eine bösartige Farce, diesen gewählten Landrat somit schon persönlich zu verunglimpfen. Wäre seine Partei- los oder CDU oder SPD, hätte man den Juristen auch jetzt auf seine Verfassungstreue - freilich, offen ergebnislos- geprüft? Ja oder Nein? Es ist ggf. eine böse Farce, es wird alles in diesem Land von irgendwelchen Leuten noch viel schlimmer gemacht, als es je war!
Warren
28.06.2023, 18:00 Uhr
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Pitti_Offiziell
28.06.2023, 18:07 Uhr
Überprüft
... sollten wohl eher diejenigen werden, die sich in dieser Art geäußert haben und zwar nicht nur darauf, ob sie sich selbst noch auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung befinden, sondern auch im Hinblick auf ihren Geisteszustand!
In beiden Fällen scheint es da erhebliche Ausfälle zu geben!
Leon08
28.06.2023, 18:57 Uhr
Demokratie?????
Dann ist China erst Recht eine. Unfassbar, was in diesem Land alles möglich ist. Während der Coronazeit wird dazu aufgerufen, daß ganz Deutschland auf Ungeimpfte mit den Finger zeigen soll....und jetzt nach einer völlig korrekten Wahl mit nicht erwünschten Ausgang diffamiert man einen ganzen Landkreis und ruft zum Boykott von hiesigen Hotels und Geschäften auf. Weiter kann man nicht mehr sinken. Für mich steht eines fest......keine der Alt Parteien wird jemals wieder meine Stimme erhalten.
bleibtmalfeinineurer
28.06.2023, 20:07 Uhr
naja, wenn der Herr Sesselmann
in seiner Vergangenheit keine Veröffentlichungen hatte, die der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entgegenstehen, was er ja sicher nicht getan hat (wie andere Vertreter seiner Partei) und nicht in irgendwelchen Vereinigungen Mitglied war, die offen und anerkannt demokratiefeindlich sind - kurz, wenn er tatsächlich zur deutschen freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht, dann muss er sich ja keine Sorgen machen.
Dieses Gesetz hat natürlich einen Sinn ! Es soll (und muss) verhindert werden, dass Demokratiefeinde die Demokratie ausnutzen... wie das Anfang der 30er geschah. Denn: Sind sie einmal an der Macht, können sie genau die Gesetze ändern, die sie eigentlich im Zaum halten sollen.
Aber das ist bei Herrn Sesselmann sicher total unbegründet und daher nur eine Überprüfung, die seiner Parteizugehörigkeit geschuldet ist. Es gibt nun mal in der AFD unbestritten Leute, die ein wenig Probleme mit den freiheitlichen, deutschen Werten haben - somit gäbe es da jedenfalls Veranlassung etwas genauer hinzuschauen.
Ossi1949
28.06.2023, 20:08 Uhr
Das wird nach hinten losgehen
Liebes SPD-Thüringer-Innenministerium,
wer den gewählten Landrat hinterrücks verhindern will, riskiert bestenfalls, dass die AfD in Zukunft stets im 1. Wahlgang gewinnt und schlimmstenfalls einen Volksaufstand! Sie sollten diese fortgesetzte Provokation der auf Bevormundung sehr sensibel reagierenden Menschen in der Mitte Deutschlands unbedingt unterlassen.
Echter-Nordhaeuser
28.06.2023, 20:46 Uhr
Soll Sesselmann unter die Lupe genommen werde?n
So etwas macht man doch vor der Wahl und nicht danach,so war es zumindest in der DDR da hat dich die Stasi schon vorher durchleuchtet.
HeiKev
28.06.2023, 21:10 Uhr
Einfach mal machen lassen
Der Sesselman hat doch gar keinen Plan. Genau wie sein Vorgesetzter Höcke und seine Micro-Medialen Wasserträger.
Die Sonneberger müssen jetzt stark sein und jeden regionalen "Unfall" als Folge der Bundespolitik akzeptieren.
Die hiesige Claqueur- und Schmiede- Mannschaft wird ihn dabei kräftig, auch in der Nachtschicht, unterstützen.
Sonneberg wird das Paradies. Da fließen nicht nur Milch und Honig, da kann man in Zukunft , äh...so wie früher, Braunkohle und Atomstrom verheizen.
Viel Glück. ;)
ossi1968
28.06.2023, 21:34 Uhr
@landarbeiter
Sinnfreier Kommentar... sry
Pitti_Offiziell
28.06.2023, 21:36 Uhr
Etwas gutes hat das ganze dann doch.
So haben jetzt die lupenreinen "Demokraten" der Nationalen Front, bestehend aus ex-SED, SPD, CDU und FDP endlich mal ihre Masken fallen lassen und mit ihren Reaktionen im Netz gezeigt, was sie so von demokratischen Wahlen und dem Souverän so halten.
Aber auch sie werden sich daran gewöhnen müssen, dass immer noch das Volk entscheidet, von wem sie regiert werden wollen.
Ich bin nur erstaunt, dass einige dieser selbsternannten Berufsdemokraten gerade nach 1990 noch Nachhilfe in Demokratie brauchen, oder halt schon wieder. Der Wähler selbst scheint das Prinzip jedenfalls verstanden zu haben.
Kobold2
28.06.2023, 22:03 Uhr
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marco-sdh
28.06.2023, 22:40 Uhr
Ich halte das ganze Verfahren für überdenkenswert...
...aber nicht für bedenklich. Dass ein Kandidat, der ein solches öffentliches Wahlamt bekleidet, den Ansprüchen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung genügen muss, versteht sich von selbst. Stehen dem Äußerungen oder Mitgliedschaften aus der Vergangenheit oder Gegenwart entgegen, kann er halt dieses Amt nicht bekleiden. Punkt. Es ist allerdings die Frage, ob man diese "Vorauswahl" nicht vor der Wahl treffen sollte, und nicht danach. Damit öffnet man - siehe Sonneberg - natürlich dem rechtmäßig gewählten Vertreter die Möglichkeit, sich trotz aller zuvor geleisteter Verfehlungen, als Opfer darzustellen. Diese Übung beherrschen die braunen Brüder im blauen Gewand ja perfekt.
Das bedeutet im Umkehrschluss: Es kann sich jeder wählen lassen, aber er muss sich (besser vorher als wie jetzt nachher) auf Herz und Nieren prüfen lassen. Und wenn dann halt Dinge zu Tage treten, die der Amtsausübung entgegen stehen, dann kann er es eben nicht machen.
Demokratie hört halt nicht nach Verlassen der Wahlkabine auf.
grobschmied56
28.06.2023, 22:54 Uhr
Na, Leute, daß Herr Sesselmann angeblich keinen Plan ...
... hat, sollte ja wohl am wenigsten ein Aufreger sein. Wie viele Politiker haben wir denn in D., welche noch nie irgendeinen Plan hatten - oder wenn, dann so ganz tolle Pläne, wie z.B. Solarfarmen in Takatuka - Land oder die Verlegung von Wasserstoff - Pipelines nach den Emiraten...
Im übrigen ist ein Landrat kein Minister für Forschung und Wissenschaft oder Wirtschaft, Energie, Klima und den ganzen Rest. Er ist ein Verwaltungsmensch, der ziemlich viel mit Umsetzung von Verwaltungs - Recht und Verordnungen zu tun hat.
Hochtrabende Pläne muß der gar nicht haben.
Kobold2
29.06.2023, 06:39 Uhr
Eher sinnfreie Reaktion
Wie man den Mendien entnehmen kann, bekommt die Sonneberger Wirtschaft den ersten Gegenwind.
Bedenklich ,das man dort ,über das Erwartbare mit Unverständnis reagiert..
Fischkopf
29.06.2023, 07:17 Uhr
man kann sich
wirklich nur noch zu Tode schämen, was die Politiker der anderen Parteien
öffentlich von sich geben.
Anstatt das Ergebnis zu akzeptieren und vllt. auch mal anfangen zusammenzuarbeiten, wird jetzt im Dreck gewühlt, bis was gefunden wird um das Ergebnis rückgängig zu machen.
Diese Wendehälse kotzen einen nur noch an
diskobolos
29.06.2023, 08:10 Uhr
Sind es nicht oft AFD-Mitglieder und -Anhänger,
die alle anderen für korrupte, unwissentliche und gegen die Bürger Handelnde ansehen.
Dass die sich wundern, wenn keiner mit ihnen zusammenarbeiten will, das verwundert mich nun wieder.
Bierchen
29.06.2023, 09:41 Uhr
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Chloe
29.06.2023, 11:42 Uhr
Der große Aufschrei,
nach dem Wahlergebnis war zu erwarten.
Und das einige Mitglieder der Altparteien medienwirksam Gift und Galle spucken, sollte auch nicht verwundern, obwohl mir persönlich ein wenig Selbstreflektion und Ursachenforschung lieber wären.
Wenn aber der Chef des Thüringer Verfassungsschutz Stephan Kramer (55, SPD) jeden fünften Deutschen als brauner Bodensatz betitelt, dann bekomme ich mächtig Bauchschmerzen.
Es sind Aussagen wie diese, die noch mehr Protestwähler hervor bringt.
El loco
29.06.2023, 12:15 Uhr
Super Marco aus SDH
Dann erinnere ich mal an "Deutschland du mieses Stück Scheiße", unterstützt durch Claudia Roth (Staatsministerin für Kultur und Medien!!!) und unseren glorreichen Wirtschaftsminister Habeck "Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen...." Warum dürfen die noch schalten und walten???
Icefire
29.06.2023, 12:44 Uhr
Vorarbeit zum Absägen
Vorbereitend für die Begründung der jetzt laufenden Untersuchung gab es einige bemerkenswerte Aktionen, die Herrn Sesselmann in Bedrängnis bringen könnten.
Dieser Mann, der in einem Kindergarten blaue Luftballons verteilte, dabei ein Shirt mit Wehrmachtwerbung trug, welches nur die Kamera, aber nicht die Kindergärtnerinnen sehen konnte und der einen Bus fährt, dessen Heckklappe in diesem Kurzvideo ein klares Statement seiner Gesinnung offenbart, hat dabei ganze Arbeit geleistet.
Er entpuppte sich als AFD-Wahlhelfer in Sömmerda, der aber selbst kein AFD-Mitglied ist und dabei eine seltsame Rolle gespielt hat. Die AFD distanziert sich von ihm und bezeichnet ihn selbst "problematisch".
Die Medien stützten sich insbesondere auf sehr vertraulich wirkende Fotos, die ihn zum einen mit Sesselmann und zum anderen mit Höcke zeigen.
Und wie es der Zufall will, gibt es zuerst die von allen Medien aufgegriffenen Bilder mit dem "Nazi-Mann" und einen Tag später deckt man auch noch eine Verbindung eben dieses "Nazi-Mannes" zum NSU auf.
Da brat mir doch einer nen Storch, wenn das alles wirklich nur Zufall und dieser Typ tatsächlich "nur" ein irrer Fanatiker ist, der sich an AFD-Mitglieder heran wanzt um sich selber wichtig zu machen...
Wenn die Überprüfung Sesselmanns nun ins Leere läuft - wird ihm dann vielleicht als letzte und einzige Möglichkeit der "Kontakt" zu dem Mann mit den blauen Ballons zum Verhängnis? Warten wir es ab, ob er sein Amt wirklich antreten darf.
Psychoanalytiker
29.06.2023, 12:45 Uhr
Ich habe kein Verständnis mehr ...
... wenn sich einige Menschen, auch in "meiner" Partei namens SPD, als Demokraten bezeichnen, dann aber undemokratisch handeln. Die AfD ist ja im "Politikermund" undemokratisch und dann zeigen mir meine eigenen, von mir gewählten Politiker, ähnliches undemokratisches denken. Pfui Teufel !
Trotz einer "Nationalen Front gegen die
AfD" und der erhofften hohen Wahlbeteiligung, die auch noch eintraf, kam es in Sonneberg dazu, dass das AfD-Mitglied von einer großen Mehrheit gewählt wurde. Man rechnete nicht damit, und jetzt ist das Geschreie groß. Über 50 Prozent sind jetzt "brauner Sumpf" (oder ähnliches). Ich glaube, ich höre nicht richtig.
Und jetzt, NACH der Wahl, will man es rückgängig machen, versucht Strohhalme zu finden, um den Wählerwillen NACHTRÄGLICH zu konterminieren. Sogar Flüchtlingen und 16-jährigen will man das Wahlrecht einräumen. Es wird ein Schuß nach hinten werden, es wird weitere Wähler dazu bringen, auch AfD zu wählen.
Auch ich, der inzwischen Null-Verständnis für meine SPD und die anderen "demokratischen" Parteien hat, würde (ausschließlich) wegen dieser Art undemokratischen denkens und handelns aktuell auch den AfD-Kandidaten wählen, nicht wegen dessen Ideologie, sondern wegen des neuen Gedankengutes der "demokratischen Parteien", eine demokratisch gewählte Person NACHTRÄGLICHmittels idiotischen Mitteln verhindern zu wollen.
Der Wähler ist nämlich nicht so dumm, dass man es so machen kann.
50,01 Prozent im 1. Wahlgang in NDH und 1. Platz in der Wählerforschung für die AfD, erst dann wird man wahrscheinlich im Land munter. Und aus reinem Protest sollte dies einmalig genau so eintreffen.
Und jetzt können mich die von mir gewählten SPD-Politiker , die anderen Regierungsparteien, die Undemokraten, die Nazis und die aufgeschreckten und aufgeregten Rumpelstielzchen dieses Landes am Allerwerrtesten lecken, ich verstehe nun alle, die AfD wählen, auch wenn ich es selbst nicht tun werde.
emmerssen
29.06.2023, 13:37 Uhr
Aber
Herr @ phsychoanalytiker angesichts solcher Verunglinpfung der Demokratie sollte auch dem Letzten hier im Lande die Augen aufgehen wer uns in Zukunft regieren soll.
Jede der sogenannten Altparteien fällt da schon mal durch. Wir brauchen eine wirkliche Wende und dafür auch jede einzelne Stimme.
Chloe
29.06.2023, 14:24 Uhr
Eine Wende,
in der politischen Landschaft wird kaum möglich sein, da schon im Vorfeld jede andere Alternative im Keim erstickt wird. Persönlich würde ich mich freuen auf eine Alternative die wählbar ist ohne Skandale oder unerwünschte Tendenzen, die gesellschaftlich und demokratisch auf festen Füßen steht. Das was wir wieder brauchen sind Politiker, die die Bürger wahrnehmen und mitnehmen.
Das was wir jetzt haben sind Bevormundung, Forderungen und Diktat, eine Politik an den Bürgern vorbei. Jede der Altparteien sollte jetzt noch die Gelegenheit nutzen und Umdenken, sonst wächst der Anteil der Protestwähler.
Ein Rat den ich persönlich mitgeben würde " verzichtet auf Wahlversprechen", die doch nicht eingehalten werden, Resultate führen oft schneller zum Erfolg.
Bussard
29.06.2023, 14:49 Uhr
Denkt man an die etablierten Parteien in Thüringen in der Nacht – ist man um den Schlaf gebracht
Welch ein Geschrei, Schuldzuweisungen und erfinden von jeglichen anderen Winkelzügen um zu beweisen, dass alle anderen Parteien, nur nicht die eigene auch Verantwortung am Wahlergebnis in Sonneberg tragen.
Diese Machenschaften ließen sich aber noch verschmerzen, wenn manche dargestellten Meinungen nicht offensichtlich doch recht andersdenkend angehaucht wären. Sie können mir als Normalbürger Angst machen, bzw. machen mir mehr Angst als die Wahl des Landrates; Herrn Sesselmann, in Sonneberg.
Wer, wie Frau Dietfurt (Linke) postet: Erster Vertreter der Nazi-Partei AfD wird Landrat. Gewählt haben ihn Nazis, die auf anderen herumtrampeln wollen, um sich groß zu fühlen. Die es hassen, wenn es allen besser geht. Medien, die von Protestwahlen reden trifft meine volle Verachtung. Oder Herr Lauterbach seines Zeichens Minister der BRD: Erster AfD Landrat! Das ist ein Tiefpunkt unserer Politik seit dem Fall der Mauer. Die Bevölkerung muss besser mitgenommen werden auf dem Weg zu Klimaschutz und mehr Gerechtigkeit. Die AfD schürt Angst und Hass, hat aber Lösungen für Nichts. Nun ja ihm geht es auf seinem Gebiet nicht anders.
Laut Aussagen der Thüringer Innenstaatssekretärin Katharina Schenk (SPD) wird die Wahl von Herrn Sesselmann nun überprüft. Weil Landräte auf dem Boden der demokratischen Grundordnung stehen müssen, soll Sesselmann unter die Lupe genommen werden. Denn, so Schenk: In dem Gesetz steht, dass zum Landrat nicht gewählt werden kann, wer nicht die Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Landesverfassung eintritt
Lassen wir es bei diesen wenigen Beispielen wahrer Demokratie bewenden.
Herr Sesselmann wurde demokratisch gewählt und erhielt in beiden Wahlgängen die meisten Stimmen, obwohl im 2. Wahlgang SPD, Linke und Grüne ihre Wähler aufgerufen hatten, den CDU- Kandidaten zu unterstützen.
Es folgt 2. Teil
Bussard
29.06.2023, 14:53 Uhr
Fortsetzung Denk ich an Thüringen in der Nacht.........
Teil 2
Das Wahlergebnis sieht aber nun anders aus! Statt zu lamentieren sollten diese Parteien eine Fehleranalyse bei sich durchführen und ergründen wie kam es dazu.
Manches wie z.B. Mitnahme der Bevölkerung bei politischen Entscheidungen, Politik nicht überheblich von oben herab über die Köpfe der Wähler, Schluss mit der Verschwendung der finanziellen Mittel durch die einzelnen Ministerien, allen voran das Bauministerium (übrigens ebenfalls SPD geführt) usw.
Einen demokratisch gewählten Landrat jetzt zu defamieren ist schlechte Schmierentheater-politik.
Alle regen sich auf. Suchen Sie die Schuld bei sich!! Hätte man die letzten fälligen Landtagswahlen nicht verschoben, wäre ein neuer Landtag gewählt worden. Es macht den Eindruck, als hätten alle Parteien Angst vor dem Wahlergebnis gehabt und haben sich lieber auf die Verschiebung geeinigt.
Nun ist das Ergebnis einer verfehlten Politik sichtbar.
2024 zur Landtagswahl wird es noch eklatant sichtbarer werden, denn die Stimmen derer die nicht die etablierten Parteien haben wollen, werden wachsen.
Bei der jetzigen verfahrenen Politik und den dilettantischen Beschlussvorlagen insbesondere der SPD, Linke, Grüne und CDU werden viele Stimmen abwandern.
In der Kürze der Zeit wird dieser Prozess auch nicht aufzuhalten sein.
Ansonsten kann man den Vorrednern ( jedenfalls dem größten Teil) nur zustimmen.
Ich hoffe Thüringen macht sich nicht auch so lächerlich, wie die Bundeskanzlerin in der Korrektur von Wahlergebnissen, sondern bedenkt, dass Wahlen der Wille der Bürger sind.
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