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Di, 13:01 Uhr
20.06.2023
Ministerin stellt Landesentwicklungsbericht vor

Schutz vor Agrarflächenversiegelung

Ministerin Karawanskij (Die Linke) stellt Landesentwicklungsbericht 2023 vor: „Ein Schwerpunktthema ist der Schutz von Agrarflächen vor Versiegelung". Das Kabinett hat heute den Entwurf des Landesentwicklungsberichts 2023 (LEB) zur Kenntnis genommen...

Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Susanna Karawanski bei der Landwirtschaftskonferenz des Kyffhäuserkreises 2022 in Ebeleben (Foto: Eva Maria Wiegand) Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Susanna Karawanski bei der Landwirtschaftskonferenz des Kyffhäuserkreises 2022 in Ebeleben (Foto: Eva Maria Wiegand)


Der Bericht wurde federführend vom Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft erarbeitet und mit den anderen Ressorts abgestimmt. „Auf Bundesebene wurden in enger Taktung zahlreiche Gesetzespakete auf den Weg gebracht.

Im Landesentwicklungsbericht wird erstmals systematisch und für die interessierte Öffentlichkeit nachvollziehbar dargestellt, welche Konsequenzen und Handlungsoptionen sich daraus für den Freistaat Thüringen ergeben. Ziel der Landesregierung ist, die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Ansprüche jeder Thüringer Region so in Einklang zu bringen, dass die Menschen überall ähnlich gut arbeiten und leben können. Der Bericht erklärt für alle transparent, auf welcher rechtlichen Grundlage und mit welchen Maßnahmen wir dieses Ziel erreichen wollen“, sagt Ministerin Susanna Karawanskij.

Der LEB fasst wesentliche Themen und Aktivitäten aus dem Bereich Raumordnung und Landesplanung zusammen. Im Mittelpunkt des aktuellen Berichts stehen drei herausragende Zukunftsthemen: die Energiewende, die Änderung des Landesentwicklungsprogramms und die Flächenhaushaltspolitik.

Ziel der jährlichen Berichterstattung ist es, Transparenz zu schaffen, indem komplexe Sachverhalte in ihren Gesamtzusammenhängen dargestellt werden.
Zur Transparenz gehört die gute Dokumentation der notwendigen Planungsprozesse.

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Der LEB geht auf Verfahren zur Änderung des Landesentwicklungsprogramms ein und erläutert die damit zusammenhängenden Rechtsanpassungen wie z.B. die Änderungen der Bauordnung, der Naturparkverordnung oder des Waldgesetzes. Der Bericht enthält zudem die aktuellen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung sowie den Stand der Fortschreibung der Regionalpläne für die sachlichen Teilpläne Windenergie.

„Den Landesentwicklungsbericht betrachten wir als einen Beitrag, die Öffentlichkeit transparent über die Grundlagen politischer Entscheidungen zu informieren“, so die Ministerin. Ein inhaltlicher Schwerpunkt des LEB 2023 ist die Flächenhaushaltspolitik, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Hierbei geht es vor allem um die Frage, wie es gelingen kann, dass nicht immer mehr Agrarflächen oder naturnahe Räume für Siedlungs- und Verkehrszwecke versiegelt werden.

Denn gesellschaftliche Veränderungsprozesse und weltpolitische Ereignisse erhöhen die Flächenkonkurrenzen. Somit steigt der Druck auf die begrenzte Ressource Boden. Ministerin Karawanskij betont die Bedeutung der Raumordnung zum Schutz von Agrarflächen: „Wir wollen Ackerböden durch Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für die Nahrungsmittel- und Rohstoffproduktion sowie zum Schutz der Thüringer Agrarstruktur in den Regionalplänen sichern und vor Versiegelung bewahren.“
Autor: emw

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Kommentare
DonaldT
20.06.2023, 13:17 Uhr
Schutz vor Agrarflächenversiegelung
Zitat:
"Schutz von Agrarflächen: „Wir wollen Ackerböden durch Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für die Nahrungsmittel- und Rohstoffproduktion sowie zum Schutz der Thüringer Agrarstruktur in den Regionalplänen sichern und vor Versiegelung bewahren.“

Und wie sollen dann die Windräder stehen?
Am Siemens-Luft-Haken?

Es ist Augenwischerei, was die Ministerin da verkündet.
Auch zwischen Schönewerda und Heygendorf sollen neue Windräder gebaut werden!
Also werden Flächen nicht mehr nutzbar sein - für die Landwirtschaft.
geloescht.20230927
20.06.2023, 13:46 Uhr
Wie bitte?
Und warum wurden wertvolle Ackerflächen in der Goldenen Aue versiegelt?
Ach, für ein Industriegebiet ohne Industrie. :-)
Die entsteht aber leider nur rund um das "Erfurter Kreuz ".
Danke für nichts!!! :-(
grobschmied56
20.06.2023, 14:03 Uhr
Da muß ich den Donald ...
... mal milde berichtigen! Es handelt sich nicht um 'Luft-Haken' sondern um die patentierten Aero-Dübel mit Konterschraddeln der Firma 'Schiffer' ( ;-) ).
Das Windrad der Zukunft ist übrigens freischwebend und mittels Autopilot selbst korrigierend in jeder Lage. Grüne Politiker üben an diesem System schon seit längerer Zeit.
Was Bodenversiegelung angeht, darauf hatte ich im Zusammenhang mit 'Windkraftausbau' auch schon mal hingewiesen.
Immerhin 1400 neue Windräder sollen pro Jahr gebaut werden. Das Fundament einer solchen Anlage bedeckt etwa 2000 m² - so hat es mir Dr. Google verklickert.
1400 * 2000m² = 2.800.000m² also zwei Komma acht Millionen Quadratmeter.
in den acht Jahren bis 2030 werden also 2.800.000*8 = 22.400.000 m² versiegelt und zubetoniert. Das entspricht einem ansehnlichen neuen Autobahnteilstück.
Welche unseren grünen Weltretter ja so sehr verabscheuen.
Immerhin hat ihre Art des 'Autobahnbaues' den Vorteil, daß auf diesem Teilstück kein Auto fahren kann.
Kobold2
20.06.2023, 16:01 Uhr
Das man bei den Zahlen
nicht selber stutzig wird, spricht für eine gewisse Betriebsblindheit. Dafür habe ich den Hinweis zu Google gern angenommen.
Dort schreibt man von 20-30 m Durchmesser für das Fundament.
Die Keisflächenberechnung ergibt auch ohne Schulabschluss bei 30m Durchmesser etwas über 700 m²....
Daran ändern auch Daumen nix.
Echter-Nordhaeuser
20.06.2023, 18:07 Uhr
Agrarflächenversiegelung
Agrarflächenversiegelung muss wohl bald stattfinden wenn Frau Denstädt jedes Jahr 400000 Ausländer reinholen will.
free Gigi
20.06.2023, 19:05 Uhr
Zuwachs
wie zuletzt auch beim Straßenverkehr, DE wächst immer schneller, nun schon 84.4Mio. So wollen die Zuzüglinge auch wohnen...
grobschmied56
20.06.2023, 22:46 Uhr
Oh, der Kobold hat Recht! ...
... dann reicht es gar nicht für ein Autobahn - Teilstück, sondern nur für eine mickrige Stadtautobahn.
Tatsächlich liegt der Kobold richtig und ich habe mich von einer falschen Angabe hinter die Fichte locken lassen! Tut mir Leid. Errare humanum est.
Ich entschuldige mich in aller Form.
Und mache eine neue Rechnung auf:
Bei 350 m² Fundamentfläche werden in den acht Jahren bis 2030 nur 3.920.000 m²
in Worten 3 Komma neun Millionen Quadratmeter Fläche zubetoniert und versiegelt.
Das ist tatsächlich erheblich weniger, als ich oben angegeben hatte.
Völlig belanglos ist es aber trotzdem nicht.
Zum Vergleich ein Zankobjekt erster Güte, welches den Grünen in Berlin seit Jahren gewaltig stinkt:
Die Berliner Stadtautobahn A 100.
Die hat eine geplante Länge von ca. 28 Km im Endausbau.
Laut Wikipedia sind davon ca. 20,9 Km in Betrieb, der Rest im Bau/in Planung.
Bei einer durchschnittlichen Fahrbahnbreite von 30 m (2*14,50 m + Mittelstreifen) würde dieser Verkehrsweg im vollendeten Zustand um die 840.000m² in Anspruch nehmen.
Der Bedarf für die Fundamente der Windräder, die bis 2030 errichtet werden sollen ist also immer noch etwa 4,8 mal so hoch wie der Flächenbedarf für die bei den Berliner Grünen ach so verhaßte Stadtautobahn A 100.
Der dezente Unterschied:
All die tollen Windräder werden nicht in der tollen Hauptstadt errichtet, die werden den doofen Provinzlern vor die Nase gesetzt, ob sie wollen oder nicht.
Wenn die Welt und das Klima gerettet werden müssen, dann spielen halt die Befindlichkeiten von blöden und zurückgebliebenen Landeiern keine Rolle.
Was zählt sind der Wille und die Haltung der fortschrittlichen Großstadt-Grünen.
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