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Mo, 12:50 Uhr
19.06.2023
AfD Nordhausen gedachte der Helden des 17. Juni 1953

Nie wieder Sozialismus – für Frieden und Freiheit

Am vergangenen Samstag trafen sich Vertreter des AfD Kreisverbandes Nordhausen zu einer Gedenkstunde zu Ehren der Opfer des Aufstandes um den 17. Juni 1953. Und sie ziehen Parallelen ins Hier und Jetzt...

Die Nordhäuser AfD legte eine Kranz am Mahnmal der Opfer von Gewaltherrschaft nieder (Foto: K.Paarmann) Die Nordhäuser AfD legte eine Kranz am Mahnmal der Opfer von Gewaltherrschaft nieder (Foto: K.Paarmann)

Hunderttausende Bürger aller Generationen entfesselten im Juni vor siebzig Jahren innerhalb kürzester Zeit einen Volksaufstand gegen die SED-Diktatur, der allein mit dem Einsatz sowjetischer Panzer niedergeschlagen werden konnte. Mindestens 55 Menschen starben während des Aufstandes, wurden hingerichtet oder überlebten die Haft nicht.

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"Heute, in einer Zeit, in der Meinungsfreiheit und Demokratie wieder auf gefährliche Weise bedroht sind, in der demokratische Wahlen rückgängig gemacht werden, weil das Ergebnis nicht genehm ist, in der im Namen eines Virus` elementare Grundrechte beschnitten, in der kritische Stimmen niedergeschrien und Forderungen nach Frieden und Diplomatie als „rechtsextremistisch“ diffamiert werden, sind uns diese Menschen mehr Vorbild denn je", heißt es in einer Pressemeldung der Nordhäuser Alternativen.

Schließlich stellt der Nordhäuser Kreisverband noch einen Bezug zur heutigen Zeit her und schreibt: "In Erinnerung an jene mutigen Frauen und Männer des 17. Juni sagen wir: Wir lassen uns den Mund nicht mehr verbieten!"
Autor: red

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Kommentare
Tauben52
19.06.2023, 14:52 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Alex Gösel
19.06.2023, 15:21 Uhr
Nun, AfD...
Wieviel Angst habt Ihr eigentlich vor dem Gespenst das seit 175 Jahren in Europa um geht?

Wieviele Kriege und damit verbunden Tote hat der Kapitalismus in all seinen Erscheinungsformen bisher gebracht?

Wieviele Hungertote gibt es im Imperialismus täglich?
grobschmied56
19.06.2023, 16:42 Uhr
Tja, Frau Gösel, dann ergänzen sie mal ...
... die Frage so: Wie viele Todesopfer hat der 'Krieg gegen das eigene Volk' solcher Befreier und Wohltäter wie Stalin, Mao, oder Pol Pot gefordert? Die Zahlen sind beträchtlich.
Man kann nicht behaupten, daß die genannten 'großen Führer' Verfechter des Kapitalismus gewesen seien. Massenmörder waren sie allemal.
Leser X
19.06.2023, 16:48 Uhr
Darf ich auch...?
... eine Parallele entdecken? Nämlich die von vor 1933? Da wähnte sich die Gesellschaft viel zu sicher. Und in der Zeit des sich-sicher-fühlens und wegschauen breitete sich ein geistiger Sumpf aus, der nicht nur das eigene Land in eine apokalyptische Katastrophe führte. Dagegen war 1953 ein Fliegensch... der Geschichte.
RWE
19.06.2023, 16:50 Uhr
Genau!!
Endlich spricht es einer aus.
Stalin, Mao, Pol Pot...
Undine
19.06.2023, 17:20 Uhr
Warum eigentlich reagieren manche so allergisch,
wenn man die 100 Millionen Toten der kommunistischen Diktaturen erwähnt?
Leser X
19.06.2023, 17:20 Uhr
Kleine Ergänzung
Und was ist mit den Bushs, Biden und Co.? Und deren Vorgängern? Waren alles andere als Waisenknaben...
Echter-Nordhaeuser
19.06.2023, 17:37 Uhr
In kürzester Zeit einen Volksaufstand
Ja und heute lassen wir alles über uns ergehen.
Die springen genau meiner Meinung nach so mit uns um wie zu DDR Zeiten alles meckert und jammert und keiner macht was.
nur_mal_so
19.06.2023, 18:08 Uhr
Immerhin, Echter-Nordhäuser,
dürfen Sie meckern und jammern, Ihre Meinung überall kundtun und sogar Woche für Woche spazierengehen.

Ich verstehe dieses ständige "genau wie damals!" nicht. Nein, es ist eben nicht wie "damals".
"Damals" wären Sie vom ständigen Meckern und Jammern schon längst hinter Gittern.
Anna Lüst
19.06.2023, 19:02 Uhr
Die perfide Wahrheit des Sozialismus
Wir vergessen immer wieder, was die Durchsetzung des Sozialismus nach dem Volksaufstand vom17. Juni 1953 noch für Opfer gefordert hat.
Die Opfer an der innerdeutschen Grenze. Weit über 100 000 Bürger der DDR versuchten zwischen 1961 und 1988 über die innerdeutsche Grenze oder über die Berliner Mauer zu fliehen. Weit mehr als 600 von ihnen wurden zwischen 1961 und 1989 von Grenzsoldaten der DDR erschossen oder starben bei Fluchtversuchen. Sie ertranken in Ge wässern, erlitten tödliche Unfälle oder begingen Selbstmord bei ihrer Entdeckung.
Recherchiert im Internet, Frage nach Tote, innerdeutsche Grenze.
Auch das darf niemals vergessen werden.
Neben der SED, heute vertreten durch die SED. 2.0, waren auch die Blockparteien,CDU, LDPD, wenn auch nur marginal und ohne Entscheidungsbefugnis , an den Toten der innerdeutschen Grenze verantwortlich.
UND DAS KÖNNT IHR DER AfD NICHT ANHÄNGEN!
Die AfD gab's damals noch nicht.
Kobold2
19.06.2023, 19:11 Uhr
Alles meckert und jammert .....
Eine ausgeprägt mentale Eigenschft der Region. Egal, ob Politik, Wirtschaft, Verkehr, oder Wetter, Es findet sich immer etwas, um die negative Grundstimmung aufrecht zu erhalten. Absurde Vergleiche, mit der Geschichte, werden dabei gern genommen. Das Opferbild darf nicht fehlen, sonst kann man ja "die anderen" nicht verantwortlich machen. Ein willkommener Anlass für die Afd, das aufzugreifen und damit die Stimmung anzuheizen. Ist die Partei doch auch gern das Opfer, denn Mitleid von anderen Opfern bekommt man auf den Silbertablet geschenkt.
Echter-Nordhaeuser
19.06.2023, 19:14 Uhr
"Damals"@nur_mal_so
Hatte ich nichts zu Meckern und zu Jammern da hätte es sowas wie heute gar nicht gegeben.
bleibtmalfeinineurer
19.06.2023, 19:55 Uhr
grundsätzlich stimme ich der AFD zu:
"Nie wieder Sozialismus !" ...ich möchte aber ergänzen: "Nie wieder ein radikales Regime !" und ich möchte weiterhin ergänzen: "Nie wieder Lügen und verdrehte Wahrheiten !"

Ich glaube, da ist die AFD dann auch raus...
RWE
19.06.2023, 20:16 Uhr
Leser X, außer Whataboutism keine Argumente?
Wo genau haben die Bushs, die natürlich keine Waisenknaben waren/sind, (wer genau hat das eigentlich behauptert?) ihre Kritker in Lagern umerzogen und umgebracht? Ach ne, da sind sie ja nicht gazu gekommen, sie wurden ja abgwählt. Das kann im Sozialismus nicht passieren, da gibt es keine freien Wahlen. Braucht man ja auch nicht. Alle finden ja den Sozialismus toll und wer nicht, naja, der muß halt ins Lager, da darf man nicht kleinlich sein.
Mag ja sein, daß Kubaner und DDR Bürger in Scharen zum Klassenfeind übergelaufen wären, wenn man sie gelassen hätte. Da werden die Leute halt eingesperrt, was solls, andere begehen auch Unrecht... Vor allem die Amis, die ihre eigene Grenzen vor Illegalen schützen oder Israel, die keine Terroristen ins Land lassen wollen.
Schon klar, wenn Bush Junior völkerrechtswidrig in den Irak einmarschiert, rechtfertigt daß nachträglich die kommunistischen Massenmorde, welche Jahrzehnte vor stattfanden. Und natürlich darf dann jeder auch wieder einen Krieg anfangen, gleiches Recht für alle. Whataboutism.
Der Sozialismus wird halt immer falsch verstanden, da muß man eben nachhelfen...
So denken sie doch, wenn sie ehrlich sind...
NIE WIEDER SOZIALISMUS. Und wenn ich dafür das erste mal in meinem Leben die AfD wählen muß, dann ist es eben so. Im Zweifel lieber Blau als Dunkelrot oder Grün.
Toni B.
19.06.2023, 20:42 Uhr
Es ist immer dasselbe Argument,
man kann doch sagen, was man will, hier wird deshalb ja niemand verhaftet. Blödsinn! Selbstverständlich sind Dinge, die früher kein Problem darstellten, heute nicht mehr sagbar. Und natürlich haben Menschen heutzutage wieder mit Repressalien zu rechnen, wenn sie sich laut und deutlich gegen die vorgeschriebene Einheitsmeinung stellen, gesellschaftlich und im Beruf. Jeder, der das abstreitet, leidet unter Realitätsverlust. Von den unsäglichen Coronamaßnahmen und dem Impfzwang will ich gar nicht erst anfangen. Und ich bin heilfroh, dass es Menschen gibt, die meckern und jammern und nicht zu allem nur Ja und Amen sagen, wie das die Masse der Bevölkerung leider immer noch tut.
diskobolos
19.06.2023, 20:48 Uhr
Eine Aufrechnung
von "kommunistischen" und "kapitalistischen" Toten ist doch völlig sinnlos. Was soll denn dabei herauskommen? Dass eine Seite noch ein paar Tote frei hat?

Was man aus der Geschichte lernen sollte, ist der Wert von Demokratie. Vor '33 hatte sie zu wenige Anhänger, Das Parlament wurde als "Quasselbude" verunglimft, politische Auseinandersetzungen auf der Straße ausgetragen.

Dieses Denken hat auch heute viele Freunde.
Wenn die demokratisch gewählte Regierung nicht meine Meinung vertritt, muss sie "weg". Wer am lautesten krakeelt, vertritt "das Volk" und hat recht.
Welches politische System hätten Sie denn gerne?
P. Kortschagin
19.06.2023, 21:53 Uhr
Reaktionäre sind gegen den Sozialismus, das ist nichts Neues.
Ich bin sehr oft in der Stadt unterwegs und spreche mit vielen Menschen, ich scheue auch nicht die weltanschauliche Auseinandersetzung mit meinen Kollegen, mit Gewerkschaftern usw. Was zunehmend auffällt, ist , dass Viele, die sozialen Errungenschaften des Sozialismus wieder haben wollen. Nur – ohne Sozialismus! Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist Absurd, ein antagonistischer Widerspruch, der absolut nicht gelöst werden kann. Sozialistische Errungenschaften und kapitalistische Produktionsverhältnisse schließen sich aus! Und wieder bauen die Demagogen darauf, dass sich kaum noch jemand an den tatsächlichen Verlauf, die tatsächlichen Gründe für die berechtigten Proteste im Juni 1953 erinnern kann, die schon Anfang Mai, im Mansfelder Kupferschiefer begannen. Die KPDSU machte in einer Kritik bereits im Mai 1953 darauf aufmerksam, welche gravierenden Fehler durch die Partei- und Staatsführung der DDR unbedingt korrigiert werden müssen. Das Dokument hieß: " Über die Maßnahmen zur Gesundung der politischen Lage in der Deutschen Demokratischen Republik." Dieses ist im Internet zu finden. Das die meisten Demonstranten weder die Rückgabe der Fabriken und Ländereien an Privatkapitalisten und Banken forderten, noch der Sozialismus insgesamt von den streikenden Industriearbeitern in Frage gestellt wurde, sondern es um ehrliche und dringend notwendige Kritiken an der Regierungspolitik handelte, verschweigt des Sängers Höflichkeit. Die SED – Oberen machten aus anfänglicher Selbstkritik später einen rein faschistischen Putschversuch. Das gleichzeitig an der Westgrenze der BRD Panzer in Stellung gebracht wurden, das CIA Chef Dulles am 16.06. in der BRD eintraf und das aus dem Westen eingeschleuste Agenten versuchten die Lage so weit zu destabilisieren, dass die bereitstehenden US- Panzer die "ostdeutschen Brüder und Schwestern" wieder heim ins Reich zu holen, bleibt durch die bürgerlichen Philister lieber unerwähnt.

Das ausgerechnet die AfD gegen den Sozialismus hetzt, ist verständlich, die AfD ist wie eine Mischung aus CDU und FDP – von beiden das Schlimmste! Ein Steigbügelhalter für die reaktionärsten Kreise des deutschen Kapitals. Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!
P. Kortschagin
19.06.2023, 22:20 Uhr
Kommunistische Diktatur? Was für ein Unfug!
@ undine: "Warum eigentlich reagieren manche so allergisch,
wenn man die 100 Millionen Toten der kommunistischen Diktaturen erwähnt?"

Ganz einfach: weil es keine kommunistische Diktatur gibt! Das ist didaktischer Unfug! In einer klassenlosen Gesellschaft gibt es keine Klasse ,die eine andere unterdrücken könnte. also ist eine "Alleinherrschaft" praktisch ausgeschlossen. Kommunismus ist die breiteste Form der Demokratie, und Sozialismus ist die zwingend notwendige Zwischenstufe auf dem Weg zum Kommunismus. Ach übrigens: für einen klassenbewussten Arbeiter ist es völlig abwegig, den Kapitalismus als erstrebenswerte Gesellschaftsordnung zu akzeptieren. Kein Lohnsklave will seine Ausbeutung, oder besser noch - mehr Ausbeutung! Der Weg zum Sozialismus ist kein Kaffekränzchen und kein Deckchen häkeln, sondern der nächste dringend notwendige Schritt in der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit. Es geht dabei um nichts Geringeres als die Beseitigung der latenten Gefahr eines 3. Weltkriegs und der Wiederherstellung der Einheit von Mensch und Natur, die durch den weltweiten Imperialismus vorsätzlich für den Maximalprofit zerstört wird.
Teja
19.06.2023, 23:09 Uhr
Welches System?
Ein System,wo sich Arbeiten noch lohnt.Ein System, welches nicht nur die Kapitalisten bedient und dann die ganze Welt retten möchte,vom Rest was die Steuerzahler erarbeitet haben.
Ein System,welches Lehren aus der unseligen Vergangenheit gezogen hat.
Ein System, wo es fundierte Bildung gibt und keine Träumer,Chaoten und Visionäre in der Regierung.
Ein System, welches die Leistungen der Rentner würdigt und diesen einen guten Lebensabend ermöglicht.Ein System,das die eigenen Familien fördert,damit kein Schwund in der eigenen Bevölkerung eintritt, so wie jetzt.Und vieles mehr.......
Für alle diese Dinge braucht es aber Fachleute,die das Herz auf dem rechten Fleck haben und nicht in der eigenen Selbstbedienungsbörse.
Aber ja,ich vergaß, wir sind ja im demokratischen Kapitalismus.
Und wenn 1953 ungefähr 1 Million DDR Bürger im Aufstand waren,was hat die restliche Mehrheit getan?
Wie Bitte
20.06.2023, 07:27 Uhr
Naja, ich glaube, jemand, der den Sozialismus so toll fand,
dass es daran nichts zu meckern gibt und gab, weil "damals" alles um so viel besser war als heute - die Meinungsfreiheit, zum Beispiel, weil man heutzutage noch weniger sagen dürfe als damals - bräuchte unter einem "Nie wieder Sozialismus!"-Artikel ja eigentlich gar nicht zu kommentieren, oder?
Ich darf diese Wahrnehmung dennoch etwas zweifelhaft finden, ja?
emmerssen
20.06.2023, 08:19 Uhr
Demokratisch gewählte Regierung?
Wenn ich so einen M.... wie von @ diskobolus lese wird mir schlecht. Wo haben wir hier in Deutschland denn diese Regierung. Uns regieren doch nur Minderheiten! In Berlin , in Erfurt und und und. DIe Mehrheit soll sich dann nach deren geistigen Ergüssen richten. Total Hirn frei......
diskobolos
20.06.2023, 08:49 Uhr
Welches System?
Sie zählen eine Reihe von politischen Zielen auf, Teja. Meine Frage nach dem System richtete sich aber auf den Weg dahin. Durch Wahlen von Parteien, Bildung von Koalitionsregierungen durch Mehrheiten usw. , wie es gegenwärtig ist.
Oder irgendwie anders ?
Kobold2
20.06.2023, 09:04 Uhr
von Minderheiten regiert???
Welche Mehrheit hätte uns denn nach den letzten Wahlen regieren sollen?????
Da ist man wohl in der Demokratie noch nicht angekommen?
Teja
20.06.2023, 10:35 Uhr
Regierung und Wahlen
Genau da liegt für mich das Problem.
Koalitionen, die meist die Partei mit den meisten Stimmen letztendlich zum Verlierer machen.
Siehe Ampelkoalition....Grüne mit den wenigsten Prozenten haben sich das Sagen angeeignet....
Und unter Volksaufstand verstehe ich etwas in Richtung 1989 mit dem bekannten Ergebnissen.Sind alle damaligen Aktivisten heute damit noch glücklich?
Kobold2
20.06.2023, 10:58 Uhr
Die gefühlten " Wahrheiten "
trüben bei manchnen die Realität. Das ist das größere Problem.
Die wenigsten Prozente hatte immer noch die FDP.
Eckenblitz
20.06.2023, 11:39 Uhr
Sozialismus, Kapitalismus,
wo liegt da der Unterschied? Es gibt keinen, es geht nur um Macht. Einige wenige wollen über die große Masse bestimmen. Sehr deutlich macht das die derzeitige Regierung. Das Volk, der Wähler ist nur Mittel zum Zweck.
Was sagt Baerbock Zitat: „Was gehen mir meine deutschen Wähler an“. Noch schlimmer es Habeck zum Ausdruck. Zitat: „Vaterlandsliebe finde ich zum kotzen. Ich wusste nie mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht“ Was ganz neues, Habeck vergleicht sich mit Martin Luther.
Was soll man von solchen Leuten halten?
Leser X
20.06.2023, 12:45 Uhr
Unterschiedslos?
Kapitalismus und Sozialismus sind das gleiche? Solche abwegigen Thesen dürften wohl bei bürgerlichen Ideologen einen Org...mus auslösen. Genau dahin versucht man schließlich, den unbedarften Bürger zu manipulieren. Wer da mit macht, hat schlicht nichts verstanden sondern plappert gedankenverloren nach. Da kann man auch gleich Tagesschau gucken...
diskobolos
20.06.2023, 16:28 Uhr
Die Diskussion gleitet in die Niveaulosigkeit ab
"Siehe Ampelkoalition....Grüne mit den wenigsten Prozenten haben sich das Sagen angeeignet."
Das sehen viele aber ganz anders: Die Grünen mussten die meisten Kröten schlucken. Die wenigsten Prozente der Ampelparteien hatte m. E. die FDP .

"Koalitionen, die meist die Partei mit den meisten Stimmen letztendlich zum Verlierer machen."
Stimmt so i. A. nicht. In den meisten Fällen stellt diese Partei den Kanzler/Ministerpräsidenten. Aber natürlich nur, wenn sie eine Mehrheit zusammenbekommt. Ich weiß auch nicht, wie Sie sich dass vorstellen: Eine Partei, die z. B. mit 30 Prozent die relative Mehrheit hat, darf allein regieren und das Parlament wird aufgelöst? Für solche Ideen wird man hier mit Daumen hoch gefeiert. Mit diesem TH muss man wirklich kein Mitleid haben . . .
bleibtmalfeinineurer
20.06.2023, 18:32 Uhr
Die Grundidee des Sozialismus ist...
...ja eine tolle Sache. Blöderweise ist sie jedoch am Menschen vorbei gedacht. Wie 40 Jahre ideologische Indoktrination von Kindesbeinen an gezeigt haben kann man den menschlichen Egoismus nicht weggehirnwaschen.

Der Mensch ist Egoist und wird in irgendeiner Evolutionsstufe vielleicht in der Lage sein, das abzulegen. Solange muss die Gesellschaft den Egoismus kanalisieren und davon profitieren. Ich finde, in unserer regulierten Marktwirtschaft funktioniert das ganz gut.
Frederick E.
20.06.2023, 20:53 Uhr
Die Grundidee des Sozialismus ist:
Die Verfügungsgewalt über die Produkte, die Produktion und die Produktionsmittel gehört denen, die sie erarbeiten. Der gesamtgesellschaftlich erarbeitete Reichtum steht dem gesamtgesellschaftlichen Produzenten zur Verfügung. Dazu muss der Produzent allerdings die Macht haben. Nach dem Verteilungsprinzip jeder nach seinen Fähigkeiten jedem nach seiner Leistung! Was ist daran falsch? Die meisten die für ihr karges Einkommen schuften, würden das sofort unterschreiben. Wie weiter oben schon erwähnt, die sozialen Errungenschaften des Sozialismus gibt es nur im Sozialismus! Entscheidend ist doch die Frage: hatte der "real existierende Sozialismus" der DDR wirklich etwas mit dem echten Sozialismus zu tun? Einige Grundprinzip des Sozialismus: Wählbarkeit der Leitungen, Rechenschaftspflicht, Abwählbarkeit. Oder: Leitungen, Verwaltungen, Beamte, Lehrer usw. arbeiten für einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn. Das Parteimaximum darf eine durchschnittlichen Farbeiterlohn nicht überschreiten. Kritik und Selbstkritik als Entwicklungsgesetzt in Partei und Gesellschaft. Ein vollständiges, allseitiges, gesetzliches Streikrecht usw.
Den hoffnungsvollen Aufbau in der DDR gegen jeden antikommunistischen Angriff zu Verteidigen und gleichzeitig den "real existierenden Sozialismus" als revisionistischen Verrat zu analysieren um Wiederholung solcher Fehler zu vermeiden, ist die dialektisch notwendige Aufarbeitung der DDR! Die Hetze der Reaktionäre von CDU bis AfD soll die Massen von der Perspektive des Sozialismus abschrecken und in die Irre führen. Übrigens: die Armut von der die AfD als Eigenschaft des Sozialismus spricht, brach hier im Osten erst mit dem staatsmonopolistischen Kapitalismus der BRD aus, mit Massenarbeitslosigkeit, HartzIV, Niedriglohn, Alters- und Kinderarmut, Tafeln usw. Die AfD ist eine Vertreterin dieses Kapitalismus, sie wird ihn NICHT abschaffen, das Gegenteil ist der Fall! Lest das Kleingedruckte! Der "kleine Mann" ist für diese Kerntruppe des reaktionärsten Teil des deutschen Kapitals nur Mittel zum Zweck, Stimmvieh. Das hatten wir in D schon einmal. Wehret den Anfängen, denn der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!
Frederick E.
20.06.2023, 21:17 Uhr
Der Mensch, ein Egoist von Natur aus?
Ein klares Nein! Es gibt bis heute keinen wissenschaftlichen Beweis für ein "egoistisches Gen" oder solchen Quatsch. Aus einem Neugeborenen kann man alles prägen und erziehen: vom mutigen Kämpfer für die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung bis zum duckmäuserischen, opportunistischen Feigling, Von Selbstlosigkeit bis zum Egoismus! Sämtliche Studien, die sich größte Mühe geben dem Menschen grundlegenden "genetischen" Egoismus unterzujubeln, sollen eine weltanschauliche Rechtfertigung für dieses parasitäre Ausbeutersystem in dem wir im Augenblick leben, liefern. Jedoch liegt der Dummenfang doch klar auf der Hand: die Probanden, mit denen diese Studien arbeiten wurden im Kapitalismus erzogen und geprägt und stammen meist aus "gutsituiertem Hause". Tja wen wunderst wenn dabei ein im Subjektivismus gefangener Egoist herauskommt? Wie kommt man dann raus aus dem Dilemma? Der Mensch ist das einzige Lebewesen, was die Konsequenzen seines Handelns im Vorfeld bedenken kann. Er ist also in der Lage, sein Handeln bewusst zu steuern er kann sich also ändern. Dazu muss er seine Denkweise bewusst ausrichten das ist natürlich von sehr vielen Faktoren abhängig. Ein sehr prägender Einfluss ist z.B. der: Wer die Frongewalt der Arbeit täglich am eigenen Leib verspürt, wer im täglichen Kampf um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen die Solidarität und den Zusammenhalt der eigenen Klasse erlebt, der hat die besten Voraussetzungen sich als Teil der Arbeiterklasse , der mächtigsten Klasse der Welt, zu begreifen, als solches zu Denken, zu Handeln und zu Fühlen. Und das hat rein gar nichts mit Egoismus zu tun! Der Mensch hat die Evolution bis heute nur überlebt, weil er ein solidarisches und soziales Wesen ist. Das ist ihm wirklich in die Wiege gelegt, mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen!
bleibtmalfeinineurer
20.06.2023, 21:42 Uhr
okay, Frederik
....ich wünschte, Sie hätten Recht. Tatsächlich ist es doch aber so:

Der unterdrückte Arbeiter, der für einen Hungerlohn schuftet wird das Angebot eines besser bezahlten Jobs sofort annehmen - und warum ? Weil er dadurch seine persönlichen Lebensumstände verbessern kann. Er ist Nutzenmaximierer....im besten keynsianischen Sinn. Im Grunde ist eben auch der Arbeitnehmer ein Unternehmer...er vermarktet seine Leistungsfähigkeit zum bestmöglichen Preis. ....glauben Sie ernsthaft, dass jenmand auf einen besser bezahlten Job verzichten würde um einer Ideologie zu folgen ?

So lange das Leben Geld kostet, werden Menschen versuchen, ihre Leistung (vollkommen egal ob als Unternehmer oder Arbeiter) bestmöglich zu verkaufen um sich ein besseres Leben leisten zu können. Alles Andere ist Phantasterei. Und was ist das, wenn jeder für sich nach einem besseren Leben strebt ? Ich nenne das Egoismus !
bleibtmalfeinineurer
20.06.2023, 22:03 Uhr
Ergänzung...
.dieser genannte Egoismus ist umso größer, je prekärer die jeweilige persönliche Situation ist. Als Beweis dafür kann ich nur die Kommentare in dieser Zeitung anführen.

Rentner beschweren sich, sie würden zu wenig Rente bekommen ...und verschwenden keinen Gedanken daran, dass dafür das sie mehr bekommen hart arbeitende Arbeitnehmer mehr von ihrem sauer verdienten Lohn abdrücken müssen.

Mindestlöhner fordern höhere Mindestlöhne.... ohne darüber nachzudenken, dass diese im Zweifel über Steuern, die ihre Arbeitsklassenkollegen zu Hauf bezahlen finanziert werden müssen.

Alle fordern niedrigere Steuern, ohne darüber nachzudenken, dass dann andere, die ggf. auf staatliche Leistungen angewiesen sind, diese nicht beoder nur weniger bekommen.

Also ganz ehrlich, Frederik... wenn das nicht egoistisch ist.
grobschmied56
20.06.2023, 23:36 Uhr
Wenn der Topp aber nun ein Loch hat!? ...
... lieber Frederick. Ihr Sozialismus hat nie so recht 'funzioniert'.
Aus mehreren Gründen.
Grund Nummer eins:
der Mensch neigt zur Bequemlichkeit.
Der klassische Sozialismus funktioniert nur mit Menschen, die ein 'hohes Klassenbewußtsein haben' und arbeiten gehen, weil sie Einsicht in die Notwendigkeit haben oder ihnen das sogar Freude macht!
So was kann nicht gut gehen. Der Mensch arbeitet nur, weil er muß. Weil ihn die Umstände dazu zwingen.
Grund Nummer zwei:
Volkseigentum an Produktionsmitteln.
Klingt gut. Taugt nichts.
Was allen gehört, gehört im Grunde Keinem.
Und wird auch so behandelt.
Jede Maschine, jedes Gerät, jede Anlage und jedes Gebäude muß einem Menschen gehören und zu Eigen sein, der sich darum kümmert und es vor Schaden bewahrt.
Wer das nicht glaubt, der besehe sich mal den Unterschied zwischen einem kleinen Dörfchen, in dem jedes Gebäude einen konkreten Besitzer hat, welcher sich kümmert und alles in Stand hält und unserer verwahrlosten und verdreckten Bundeshauptstadt. Shithole - City. Vermüllt, verdreckt, beschmiert, dysfunktional.
Zu allem entschlossen, zu nichts zu gebrauchen.
Für ordentliche und zuverlässige Funktion garantieren vor allem Privateigentum und privates Interesse.
Nirgendwo werden sie schneller, freundlicher und höflicher bedient, als im Eiskaffee unseres kleinen Dörfchens. Weil die Unternehmerinnen, die das Kaffee bewirtschaften einen persönlichen Gewinn und damit Interesse am Unternehmen haben.
Wollen Sie das Gegenteil erleben, wenden Sie sich mal mit einem Anliegen an eine Behörde in der Bundeshauptstadt! Da haben Sie Ihr Kontrastprogramm.
Desinteresse, Schlampigkeit, pampige Antworten - bis hin zu völligem Versagen.
Dit is Balin. So geht Sozialismus.
Frederick E.
21.06.2023, 20:24 Uhr
Egoismus? Kapitalismus!
Wenn sich Rentner ihr bescheidenes Leben nicht mehr leisten können und die Zahl derer wird steigen, dann haben sie allen Grund sich zu beschweren! Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit zunehmender Verarmung. Ja, jeder heute Arbeitende muss die Rente von 3 Rentnern erarbeiten. Dafür ist in den letzten Jahrzehnten die Arbeitsproduktivität um das dreifache gestiegen! Das Problem ist, das dieses "mehr" an Mehrwert vom so "Unternehmer" gestohlen und privat angeeignet wird! Wo sollen sonst die ständig steigenden Profite der Monopole herkommen? Ja, stimmt das hat dann etwas mit Egoismus zu tun, auf der Seite unserer Herren!

"Mindestlöhner fordern höhere Mindestlöhne"....ja, und das zu Recht, ihre Arbeitskraft ist genau soviel Wert wie die eines CNC Drehers oder Oberarztes! Das Äquivalent ist nur deshalb nicht das Gleiche, weil der Lohn nicht von der Wertschöpfung abhängt, sondern vom Preis für die Ware "Arbeitskraft". Und diese wiederum unterliegt dem Wertgesetz des Kapitalismus, dem Verhältnis aus Angebot und Nachfrage. Was im Grunde menschenverachtend ist! Die englische Sprache spricht deshalb auch ehrlich vom menschlichen Rohstoff, human resources.

"Alle fordern niedrigere Steuern", ja richtig, vor allem die, die ohnehin kaum Steuern zahlen bei gleichzeitig maximaler Ausbeutung von Mensch und Natur! Das ist wahrlich Egoistisch.

Wenn der Arbeiter seinen Job wechselt und viele Kollegen von mir träumen davon, ist das zwar verständlich, jedoch kein Egoismus, denn gleichzeitig sind sie bereit für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Zumindest innerhalb der Belegschaft, mit Tendenzen zur solidarischen Unterstützung von Kämpfen in anderen Konzernstandorten. Dazu organisieren sie sich in den Gewerkschaften und sogar vereinzelt in der MLPD. Also kein Egoismus sondern Zusammenhalt und Solidarität. Das diese Eigenschaften unter den einfachen Arbeitern immer wieder untergraben wird , ist kein Zufall. Gerade AfD & Co. verbreiten unter den Massen Sozialchauvinismus (der große Bruder des Egoismus wenn man so will) um die Ausgebeuteten zu spalten, damit das Verhältnis von Knecht und Herr nicht angetastet wird. Deshalb auch ihre Hetze gegen den Sozialismus.
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