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Fr, 11:49 Uhr
28.04.2006

Immer mehr Aufgaben

Nordhausen (nnz). Die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen hat einen Beirat. Der unterstützt die Geschäftsleitung, kontrolliert sie aber auch. In dieser Woche trafen sich die Mitglieder dieses Gremiums. Die nnz kennt die Ergebnisse der Runde.


Im Ergebnis der letzten Beiratssitzung stellten die Mitglieder des Beirates fest, die
sozialpolitischen Aufgaben der ARGE haben ständig zugenommen. So liegt zum
Beispiel ab dem 1. April die Verantwortung zur Verhinderung von Obdachlosigkeit bei den Arbeitsgemeinschaften. Die Mehrheit aller Eingliederungsgespräche beinhalten Probleme im sozialen Umfeld. Die Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse hat nach wie vor oberste Priorität. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft in der Weiterbildung und Qualifizierung von Leistungsempfängern, um ihre Chancen für den Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Mit gleicher Bedeutung ist die Bereitstellung von Ersatzmaßnahmen wie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Arbeitsgelegenheiten umzusetzen. Der lokale Arbeitsmarkt ermöglicht aber nur eine begrenzte Neuaufnahme von Arbeitskräften. Steigende Zahlen der Leistungsempfänger auch im Jahr 2006 lassen als Lösungsansatz nur die Erweiterung des zweiten Arbeitsmarktes zu. Wenn jedoch gleichzeitig die bereitgestellten Mittel für aktive Arbeitsmarktförderung um ca. 2 Millionen reduziert werden, wird sich die soziale Lage im Landkreis weiter verschärfen. Der Bund ist gefordert, den unterschiedlichen regionalen Wirtschaftsbedingungen mehr Beachtung zu schenken und einen notwendigen finanziellen Ausgleich vorzunehmen.

Um auf die Lage aufmerksam zu machen, wird sich der Beirat auch an die Spitzenverbände und Ministerien wenden.

Die genaue und fristgemäße Leistungsgewährung als auch eine schnelle und
kompetente Hilfe bei der Integration sind verbriefte Grundrechte im SGB II. Dementsprechend bedarf es einer geeigneten personellen und technischen Ausstattung. Diese ist derzeitig in der ARGE SGB II Landkreis Nordhausen nicht gegeben. Die Träger sind im Interesse der Leistungsempfänger gefordert, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen. Gleichzeitig ist die Verbesserung oder Ablösung der EDV-Programme anzumahnen.

Der Beirat wird die weitere Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft kritisch begleiten
und ist für Anregungen aus dem Kreis der betroffenen Mitbürger jederzeit dankbar.
Autor: nnz

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