Mi, 07:26 Uhr
05.12.2001
nnz-Rückspiegel: 5. Dezember 2000
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Burgruine Hohnstein beendet heute ihren Dornröschenschlaf
Der Dornröschenschlaf der Burgruine Hohnstein bei Neustadt scheint ein Ende zu haben. Am Vormittag übergab Landrat Joachim Claus (CDU) die Schlüssel für den Gasthof an den neuen Eigentümer, Kai Prengel. Während ihrer Oktobersitzung beschlossen die Kreistagsmitglieder, die Gebäude zu übergeben. Das Konzept der Familie Prengel war überzeugend. Kai Prengel, selbst in Neustadt wohnend, will zuerst das Gebäude renovieren, die Erschließungsarbeiten laufen jetzt bereits an. Voraussichtlich zu Ostern 2001 sollen die ersten Gäste bewirtet werden. Erklärtes Ziel des Betreibers ist es, der Burgruine Hohnstein die Anziehungskraft zurückzugeben, die diese bis in die 80er Jahre hinein hatte. Das Gebäude der künftigen Gaststätte wurde um 1900 errichtet.
Kinderkalender 2001 wird in nächsten Tagen ausgeliefert
In den nächsten Tagen werden die Grund- und Regelschulen, Kindergärten und Freizeithäuser sowie weitere Einrichtungen der Stadt Nordhausen den neuen Kinderkalender 2001 erhalten. Möglich wurden die Anfertigung und der Druck des Kinderkalenders durch eine Unterstützung seitens des Thüringer Sozialministeriums. Bei der Erarbeitung des Kalenders sind vorwiegende Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren einbezogen worden, die ihre Ideen zu den Themen Wie sehe ich meine Stadt? oder Wie sicher ist mein Schulweg? einbrachten. Eine Auswahl der eingereichten Zeichnungen wurde in der Galerie im Waisenhaus im Juli dieses Jahres ausgestellt. Eine Kinderjury aus 20 Schülern aus allen Nordhäuser Grundschulen traf die Auswahl der Bilder für diesen Kalender.
BIC-Nordthüringen: Nicht zufrieden mit Auslastung
Die Umweltakademie Nordthüringen (UAN) wird am Ende dieses Jahres ihre Räume im BIC Nordthüringen verlassen. Neuer Standort soll nach nnz-Informationen Leinefelde sein, in Nordhausen wird eine Außenstelle im Landratsamt geschaffen werden. Für das BIC Nordthüringen ist das ein herber Schlag, immerhin war die UAN mit rund 150 Quadratmeter jahrelang einer der größten Mieter. Seitens des BIC-Managements hätte man den Verantwortlichen der UAN jedoch nicht weiter entgegen gehen können. Schon jetzt hatte die UAN Sonderkonditionen, wie BIC-Geschäftsführer Helmut Nüchter der nnz sagte. Insider im BIC gehen davon aus, daß auch das Konstrukt der UAN nicht mehr auf solch sicheren Füßen steht wie in den Jahren zuvor. Die Mieter im BIC guckten manchmal schon neidisch, welchen Besucheransturm die Umweltakademie zu verzeichnen hatte, im vergangenen Jahr ging das Interesse in Richtung UAN merklich zurück, wird am Kantinentisch erzählt. Fehlende Fördermittel sollen ebenfalls am Budget der Akademie fressen, der Abgang von Prof. Horsch sowieso.
Für Helmut Nüchter steht fest, daß man seitens des BIC keine weiteren Zugeständnisse hätte machen können. Da ist zum Beispiel der Druck der sieben Gesellschafter auf das Management, immer mehr wirtschaftlich zu arbeiten. Bislang beträgt die Auslastung der beiden BIC-Standorte Nordhausen und Sondershausen zwischen 50 und 60 Prozent, wobei das positive Pendel eher in Richtung Musikstadt schwingt. Helmut Nüchter jedoch setzt jetzt schon auf die Fachhochschule. Da gibt es zwar erste Ansätze der Zusammenarbeit (u.a. arbeitet ein FHN-Praktikant im BIC), doch die FHN verfügt naturgemäß noch nicht über Absolventen. Erfahrungen von Technologiezentren, die sich in unmittelbarer Nähe zu Hochschulen befinden, belegen die Symbiose, die Nüchter vorschwebt. In Jena würden die Existenzgründer jedenfalls Schlange stehen vor dem dortige BIC.
Momentan müssen junge Unternehmen im BIC Nordthüringen sechs Mark kalt und weitere 4,80 Mark für Betriebskosten pro Quadratmeter hinlegen. In den Betriebskosten ist dann aber alles inklusive: Vom Internetanschluß per Standleitung über die Nutzung von Plott- und Kopiertechnik bis zum kostenfreien Parkplatz. Hervorzuheben sei auch der Service des Hauses, betonte der Geschäftsführer gegenüber der nnz. Nüchter gibt das Ringen um neue Mieter nicht auf, trotz der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Probleme der Region, die sich natürlich auch im BIC widerspiegeln.
Eine Stunde Zeit für bekannte Argumente
Eine Stunde Zeit hatten Vertreter der Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue, um gestern im BIC Nordthüringen ihre Argumente gegen das geplante Industriegebiet darzustellen. Nach Meinung einiger Gemeinde- und Stadträte gab es eigentlich nichts Neues, was die BI erläuterte. Was sie bisher in den Gemeinden vortrug, habe jedoch Wirkung hinterlassen. Mitglieder des Planungsverbandes sprachen gegenüber nnz da sogar schon mal von Psychoterror in einzelnen Gemeinden. Hinter verschlossenen Türen unterrichtete das beauftragte Büro die Räte anschließend über den Stand der Planungen. Derzeit befinde man sich in der Phase eines Vorentwurfs. Hierzu werden alle Einwendungen seitens der Bürger und Träger öffentlicher Belange geprüft. Erst dann werde abgewogen und ein Entwurf öffentlich ausgelegt. Das werde jedoch nicht vor Februar kommenden Jahres erfolgen. Angeregt wurde, daß der Planungsverband künftig offensiver agieren müssen, auch hinsichtlich einen besseren Öffentlichkeitsarbeit.
Autor: nnzBurgruine Hohnstein beendet heute ihren Dornröschenschlaf
Der Dornröschenschlaf der Burgruine Hohnstein bei Neustadt scheint ein Ende zu haben. Am Vormittag übergab Landrat Joachim Claus (CDU) die Schlüssel für den Gasthof an den neuen Eigentümer, Kai Prengel. Während ihrer Oktobersitzung beschlossen die Kreistagsmitglieder, die Gebäude zu übergeben. Das Konzept der Familie Prengel war überzeugend. Kai Prengel, selbst in Neustadt wohnend, will zuerst das Gebäude renovieren, die Erschließungsarbeiten laufen jetzt bereits an. Voraussichtlich zu Ostern 2001 sollen die ersten Gäste bewirtet werden. Erklärtes Ziel des Betreibers ist es, der Burgruine Hohnstein die Anziehungskraft zurückzugeben, die diese bis in die 80er Jahre hinein hatte. Das Gebäude der künftigen Gaststätte wurde um 1900 errichtet.
Kinderkalender 2001 wird in nächsten Tagen ausgeliefert
In den nächsten Tagen werden die Grund- und Regelschulen, Kindergärten und Freizeithäuser sowie weitere Einrichtungen der Stadt Nordhausen den neuen Kinderkalender 2001 erhalten. Möglich wurden die Anfertigung und der Druck des Kinderkalenders durch eine Unterstützung seitens des Thüringer Sozialministeriums. Bei der Erarbeitung des Kalenders sind vorwiegende Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren einbezogen worden, die ihre Ideen zu den Themen Wie sehe ich meine Stadt? oder Wie sicher ist mein Schulweg? einbrachten. Eine Auswahl der eingereichten Zeichnungen wurde in der Galerie im Waisenhaus im Juli dieses Jahres ausgestellt. Eine Kinderjury aus 20 Schülern aus allen Nordhäuser Grundschulen traf die Auswahl der Bilder für diesen Kalender.
BIC-Nordthüringen: Nicht zufrieden mit Auslastung
Die Umweltakademie Nordthüringen (UAN) wird am Ende dieses Jahres ihre Räume im BIC Nordthüringen verlassen. Neuer Standort soll nach nnz-Informationen Leinefelde sein, in Nordhausen wird eine Außenstelle im Landratsamt geschaffen werden. Für das BIC Nordthüringen ist das ein herber Schlag, immerhin war die UAN mit rund 150 Quadratmeter jahrelang einer der größten Mieter. Seitens des BIC-Managements hätte man den Verantwortlichen der UAN jedoch nicht weiter entgegen gehen können. Schon jetzt hatte die UAN Sonderkonditionen, wie BIC-Geschäftsführer Helmut Nüchter der nnz sagte. Insider im BIC gehen davon aus, daß auch das Konstrukt der UAN nicht mehr auf solch sicheren Füßen steht wie in den Jahren zuvor. Die Mieter im BIC guckten manchmal schon neidisch, welchen Besucheransturm die Umweltakademie zu verzeichnen hatte, im vergangenen Jahr ging das Interesse in Richtung UAN merklich zurück, wird am Kantinentisch erzählt. Fehlende Fördermittel sollen ebenfalls am Budget der Akademie fressen, der Abgang von Prof. Horsch sowieso.
Für Helmut Nüchter steht fest, daß man seitens des BIC keine weiteren Zugeständnisse hätte machen können. Da ist zum Beispiel der Druck der sieben Gesellschafter auf das Management, immer mehr wirtschaftlich zu arbeiten. Bislang beträgt die Auslastung der beiden BIC-Standorte Nordhausen und Sondershausen zwischen 50 und 60 Prozent, wobei das positive Pendel eher in Richtung Musikstadt schwingt. Helmut Nüchter jedoch setzt jetzt schon auf die Fachhochschule. Da gibt es zwar erste Ansätze der Zusammenarbeit (u.a. arbeitet ein FHN-Praktikant im BIC), doch die FHN verfügt naturgemäß noch nicht über Absolventen. Erfahrungen von Technologiezentren, die sich in unmittelbarer Nähe zu Hochschulen befinden, belegen die Symbiose, die Nüchter vorschwebt. In Jena würden die Existenzgründer jedenfalls Schlange stehen vor dem dortige BIC.
Momentan müssen junge Unternehmen im BIC Nordthüringen sechs Mark kalt und weitere 4,80 Mark für Betriebskosten pro Quadratmeter hinlegen. In den Betriebskosten ist dann aber alles inklusive: Vom Internetanschluß per Standleitung über die Nutzung von Plott- und Kopiertechnik bis zum kostenfreien Parkplatz. Hervorzuheben sei auch der Service des Hauses, betonte der Geschäftsführer gegenüber der nnz. Nüchter gibt das Ringen um neue Mieter nicht auf, trotz der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Probleme der Region, die sich natürlich auch im BIC widerspiegeln.
Eine Stunde Zeit für bekannte Argumente
Eine Stunde Zeit hatten Vertreter der Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue, um gestern im BIC Nordthüringen ihre Argumente gegen das geplante Industriegebiet darzustellen. Nach Meinung einiger Gemeinde- und Stadträte gab es eigentlich nichts Neues, was die BI erläuterte. Was sie bisher in den Gemeinden vortrug, habe jedoch Wirkung hinterlassen. Mitglieder des Planungsverbandes sprachen gegenüber nnz da sogar schon mal von Psychoterror in einzelnen Gemeinden. Hinter verschlossenen Türen unterrichtete das beauftragte Büro die Räte anschließend über den Stand der Planungen. Derzeit befinde man sich in der Phase eines Vorentwurfs. Hierzu werden alle Einwendungen seitens der Bürger und Träger öffentlicher Belange geprüft. Erst dann werde abgewogen und ein Entwurf öffentlich ausgelegt. Das werde jedoch nicht vor Februar kommenden Jahres erfolgen. Angeregt wurde, daß der Planungsverband künftig offensiver agieren müssen, auch hinsichtlich einen besseren Öffentlichkeitsarbeit.


