VERBANDSGERICHT KIPPT URTEIL DES TFV-SPORTGERICHTS
Wacker zahlte Gerichtsgebühr nicht
In einer Verhandlung beim Verbandsgericht des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) ging es gestern im Erfurter Haus des Sports um die Berufung des Präsidiums des TFV gegen die Entscheidung des Sportgerichts...
Danach verkündete der Vorsitzende des Verbandsgerichts dieses Urteil: Das Urteil des Sportgerichts wird aufgehoben und die Beschwerde des FSV Wacker 90 Nordhausen zurückgewiesen. Die Verfahrenskosten trägt der FSV Wacker 90 Nordhausen. Grund war ein Formfehler des FSV Wacker 90.
Der Verein habe es laut MDR versäumt, die Gerichtsgebühr rechtzeitig zu bezahlen. "Das ist auch der Grund gewesen, warum auch wir bei der ersten Verhandlung beim Sportgericht plädiert haben, dass die Beschwerde zurückzuweisen ist, weil dieses Fristversäumnis vorliegt. Das Sportgericht hatte das leider anders gesehen, aber das Verbandsgericht hat uns jetzt in unserer Berufung recht gegeben", begründete Bertram Schreiber, Vizepräsident Spielbetrieb und Recht, die Entscheidung im MDR.
Das bedeutet im Klartext, dass das diesjährige Pokalfinale zwischen dem FC Carl Zeiss und dem FSV Wacker 90, so wie vom TFV-Präsidium beschlossen, am 3. Juni um 12.15 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld stattfindet.
Autor: psg
Kommentare
Flitzpiepe
10.05.2023, 14:57 Uhr
Der TFV
macht sich sowas von lächerlich.
Es ist jedenfalls kein Verband, der die Interessen der Amateurvereine vertritt.
Er vertritt nur seine eigenen Interessen - Geld!
Sportliche Fairness ist ein Fremdwort für die.
Falls es sich bestätigen sollte, dass nach eigener Satzung die Gerichtsgebühren erst nach Abschluss des Gerichtsverfahrens zu zahlen sind, wäre die gestrige Entscheidung sogar ein Skandal.
undCO
10.05.2023, 15:22 Uhr
Na da kann man ja nur staunen ,
...die Bürgermeisterin , das Präsidium des Vereins incl der Vereinsführung die sich sooo weit aus dem Fenster gelehnt haben und sich so Unrecht behandelt gefühlt haben, haben versagt.
Schnapsglas
10.05.2023, 15:46 Uhr
Trauriger TFV...
... wegen einer nicht gezahlten Gebühr so zu entscheiden. Ein weiterer Stoß gegen den Amateurfußball.
Kobold2
10.05.2023, 15:51 Uhr
Hm,
Das "beste aus der Region" hat etwas versäumt und deshalb macht sich der TFV lächerlich.....
Es waren ja auch andere Schuld, das man fremde Sportstätten beschmiert und randaliert...
Wenn man dem TFV etwas vorwerfen kann, dann ist es der Umstand , das man den Finalspielort nicht von Beginn an festlegt, so wie z.B. beim DFB Pokal.
Jammert in Zukunft etwas leiser, Grund dazu gibt es reichlich.
Flitzpiepe
10.05.2023, 16:35 Uhr
Wenn man dem TFV noch etwas vorwerfen kann,
dann ist das der Umstand, dass man NACHDEM die Finalteilnehmer feststanden, den Finalspielort nach Jena zum Profiverein verlegt.
Im letzten Jahr war auch Jena im Finale und man hat den Finalspielort nach Gera neutral festgesetzt.
Warum jetzt nicht wieder so?
Weil dort zu wenig Geld eingenommen wurde!
emmerssen
10.05.2023, 18:02 Uhr
Lächerlich....
Ist nach meiner Ansicht zu aller erst die Entscheidung dem Profiverein ein Heimspiel zu geben. Niemand hätte etwas gesagt wäre der Endspielort schon zu Beginn des Landespokals Jena gewesen. So wie hier gehandhabt geht gar nicht!
Kyffhaeuser
10.05.2023, 20:06 Uhr
Frist verpasst - selber schuld !
es das mit den Fristen kann jeder (etwas im Internet) bewanderte ganz schnell nachlesen. Rechts. und Verfahrensordnung des TFV 2. §§ 11 Punkt 6 "Anträge sind gebührenpflichtig (§ 34 RuVO), es sei denn, dass ausdrücklich etwas anderes angeordnet ist. Die Verfahrensgebühren sind vor Ablauf der jeweils bestehenden Antragsfrist einzuzahlen. Der Nachweis über die Zahlung soll dem Antrag beigefügt werden. " usw. Ganz klar VOR Ablauf der Antragsfrist zu zahlen !! Damit liegt dann auch die "Schuld" bzw. der Fehler ganz klar bei Wacker !
Zusätzlich sollte man sich bei Wacker bzw. deren Verantwortungsträgern einmal gaaanz tief in sich gehen und sich vielleicht gaaanz vorsichtig daran erinnern aus welchen Gründen ein Spiel der Vorrunden auf neutralem Platz in Erfurt ausgetragen werden musste und ob dort nicht ein benachbarter Verein durch die Wacker Vandalen um ein Heimspiel geprellt wurde ! Bis heute hat der Wacker Vorstand dazu geschwiegen und niemand hat hier den immensen Sachschaden behoben oder auch nur eine Entschuldigung an einen in Sondershausen völlig unbeteiligten Verein ( Empor) ausgesprochen. Nun aber wieder die große Klappe und über den Endspielort jammern !! Passt irgendwie zu Wacker - Demut nach der Insolvenz sieht aber anders aus ! und "Freunde" macht man sich mit so einem Verhalten ganz sicher nicht - höchstens Schadenfreude wegen Dummheit.
Kobold2
10.05.2023, 21:14 Uhr
Wenn man den TFV
noch etwas vorwerfen kann, dann ist es der Umstand, das man Wacker nach der Aktion in SDH nicht gleich vom Pokal disqualifiziert hat.
Insgesamt braucht man sich nicht wundern, das man in der Beliebtheitsskala knapp vor Fußpilz rangiert.
Piet
11.05.2023, 11:45 Uhr
Wenn man
Mit Ausschreitungen der Fans argumentiert, das hätte man schon vor Jahren Jena verbieten müssen!!!. Schon mal in Jena gewesen Kobold? Schon mal einen Zug gesehen der 30 min mit 200 Jenaer Fans unterwegs war?
Wie Bitte
11.05.2023, 14:03 Uhr
Wenn man alle hochkochenden Emotionen beiseite lässt bleibt doch folgendes übrig:
Eine Beschwerde wurde zurückgewiesen, weil die vor der Verhandlung zu entrichtenden Gerichtsgebühren nicht bezahlt wurden.
Ich kann nicht erkennen, dass daran jemand anders Schuld sein sollte als derjenige, der zu zahlen vergessen hat.
Vielleicht sollte Wacker mal mit seinem Rechtsanwalt (oder gar Rechtsanwälten?) sprechen: wenigstens der hätte nämlich dem Verein auf die Zehen treten müssen: "Hier, wir müssen zu dem und dem Termin die Gerichtsgebühr bezahlen, sonst können wir's vergessen!"
Dass das nicht passiert ist nenne ich stümperhaft. Das Versäumnis, so man denn einen Schuldigen ausmachen will, liegt aber allein bei Wacker.
Kobold2
11.05.2023, 16:13 Uhr
Der Vergleich
Mit Jena passt zu Wacker. In Fankreisen ist man ähnlich beliebt.
Mit Jenaer Ultras im Kollegenkreis fühle ich mich ausreichend informiert.....
Jäger53
12.05.2023, 07:22 Uhr
Formfehler
Laut MDR hat man einen Formfehler bei Nordhausen gefunden. Mit nichts anderen hatte ich gerechnet. Es währe doch ein Witz wenn sich Jena gegenüber ein nichts zusagendes Nordhausen durchsetzen würde.
Wie Bitte
12.05.2023, 09:06 Uhr
@Jäger53 Ja, und der Formfehler war das Nicht-Bezahlen der Gerichtsgebühr.
Das wurde doch nun sowohl im Artikel als auch in den Kommentaren deutlich genug gemacht.
Vielleicht hätte sich das "nichtssagende" Nordhausen gegen Jena durchsetzen können, wer weiß - aber da man bei Wacker nicht mal die grundlegendsten Dinge gebacken kriegt werden wir es niemals erfahren.
Ich frage nochmal: hatte Wacker für das beabsichtigte Verfahren kein Rechtsanwalt an der Hand, der auf sowas hätte achten müssen? Oder hat schlicht das Geld gefehlt? Je nach Verhandlungswert gehen Gerichtsgebühren bei irgendwas bei 100€ los. Oder hat man sich gedacht, "Wird schon keinem auffallen, wenn wir nicht zahlen"? Oder war das Verfallenlassen der Frist sogar beabsichtigt, weil man sich keine großen Chancen ausrechnete?
Auf jeden Fall einfach peinlich. Und schuld sind die anderen, der böse TFV, zum Beispiel.
Da wird aus dem "peinlich" ein "oberpeinlich".
@Wie bitte
Mir gehen diese jährlichen Zankereien um den Finalort auf den Senkel. Keine feste Regelung geschaffen zu haben, das ist der Hauptfehler vom TFV. Wenn erst vor dem Finale entschieden wird, fühlt sich immer jemand benachteiligt.
Wacker hat auf Facebook eineStatement abgegeben. Da scheint es es auch Unstimmigkeiten zu geben, wegen verschiedener Fristen. Also man sollte schon etwas die Hintergründe kennen, bevor man sich äußert. Aber klar. Da muß man sich auch bei Wacker an die eigene Nase fassen, solche Fristen darf man nicht bis zum schluß ausreizen und man muß sofort zahlen. Das ist eine Steilvorlage, die gern angenommen wurde.
Das schreibe ich als neutraler Beobachter. Wobei ich als Rot-Weiß Fan natürlich jede Jenaer Niederlage begrüße...
Viel lieber hätten wir das Ding selber geholt, aber wir haben in Gera kläglich versagt. Mit uns als Finalgegner vom FCC hätte es auch Streit gegeben. Es müssen klare Regelungen, die immer gelten.
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