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Fr, 10:37 Uhr
28.04.2023
Arbeitsmarkt aktuell

Arbeitslosigkeit um zwanzig Prozent gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Nordthüringen im April saisontypisch zurück gegangen, im Vergleich zum Vorjahr lag die Arbeitslosigkeit allerdings um zwanzig Prozent höher. Grund für die Entwicklung sei die gegenwärtig schwächere Konjunktur und die Einflüsse von Flucht und Migration, erklärt Karsten Froböse, Chef der Nordthüringer Arbeitsagentur...

Arbeitsmarkt im April (Foto: Agentur für Arbeit Nordthüringen) Arbeitsmarkt im April (Foto: Agentur für Arbeit Nordthüringen)


Die humanitäre Entscheidung, dass Geflüchtete aus der Ukraine von den Jobcentern betreut werden, nehme weiterhin starken Einfluss. Die Zahl der Arbeitslosen in den Jobcentern sei dadurch stark gestiegen. Zum anderen bewirke auch die abgeschwächte Konjunktur bei deutschen Arbeitslosen seit einigen Monaten einen leichten Zuwachs der Arbeitslosigkeit. Im April lag das Plus, verglichen mit dem Vorjahr, bei rund drei Prozent.

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12.659 Männer und Frauen waren insgesamt Ende April arbeitslos gemeldet, darunter über 8.500 in den vier Jobcentern. Die Arbeitslosenquote beträgt für Nordthüringen 6,9 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,7 Prozent. Die Nachfrage an Beschäftigten für die sogenannten Außenberufe steige regelmäßig im April. So sei da durch beispielsweise die Zahl der Arbeitslosen aus den Bauberufen um rund knapp acht Prozent gesunken.

Arbeitslosigkeit in allen Landkreisen höher als im Vorjahr
In allen vier Landkreisen sank die Arbeitslosigkeit zum März, liegt aber noch deutlich über den Vorjahreswerten vom April 2022. 3.468 Arbeitslose waren Ende März im Landkreis Nordhausen registriert, 120 Personen weniger als vor einem Monat. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit um neunzehn Prozent (+553). Während bei den Agenturkunden die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr nahezu konstant blieb, stieg beim Jobcenter die Zahl der Arbeitslosen zum Vorjahr um über 500 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 7,0 Prozent.

Der Landkreis Eichsfeld registrierte 2.302 Arbeitslose, 4,3 Prozent (-103) weniger als vor vier Wochen. Zum April 2022 wurde ein Anstieg der Arbeitslosigkeit von 20,8 Prozent registriert. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 4,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 3,4 Prozent.

Im Kyffhäuserkreis waren 3.137 Arbeitslose gemeldet. Das sind 130 Menschen weniger als im Vormonat. Rund 240 Männer und Frauen nahmen im April eine neue Beschäftigung auf. Das waren über zehn Prozent mehr als im Monat zuvor. Dennoch stieg die Zahl der Jobsuchenden mit 31,7 Prozent in Nordthüringen zum Vorjahr am stärksten. Die Arbeitslosenquote lag im Kyffhäuserkreis mit 8,7 Prozent, erstmals seit Jahresbeginn wieder unter neun Prozent.

3.752 Arbeitslose registrierte der Unstrut-Hainich-Kreis im Berichtsmonat, rund achtzig Personen weniger als vor vier Wochen. Verglichen mit dem Vorjahr gab es einen Zuwachs um knapp elf Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,7 Prozent.

Die ausführliche Statistik findet sich hier .
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20241017
28.04.2023, 11:02 Uhr
Was für Einflüsse der Migration ?
Holen wir uns Arbeitslose aus dem Ausland nach Deutschland, um die Arbeitslosenstatistik zu manipulieren ?
Psychoanalytiker
28.04.2023, 11:45 Uhr
Mooomentmal ...
... Wenn ich, und das seit Wochen, den Fernseher einschalte, höre ich von allen Seiten, von Journalisten, Politikern, Gewerkschaftern, Wirtschaftsvertretern, Gewerbetreibenden, ..., dass wir einen "Fachkräftemangel" haben.

Wir bräuchten "Fachkräfte aus aller Welt" höre ich täglich gefühlt "1000mal". Und wir müssen nicht nur Asyl gewähren, sondern wir sollen auch offiziell ein Einwanderungsland werden.

Und jetzt haben wir eine große Zahl an Arbeitslosen? Es gibt da nur zwei Möglichkeiten: Entweder erzählt man uns ständig Märchen, oder wir füttern "die halbe Welt" auf Steuerkosten durch, weil man die Arbeitslosen weder in Arbeit bringt, noch umschult oder ausbildet.

Da erzählt man uns von Pleiten von Gaststätten, weil dort in Größenordnungen Personal fehlt, da stöhnen Pflegeheime wegen fehlenden Pflegekräften und Alltagsbegleitern, da fehlen Maschinenbediener, oder ... . Und selbst die dringend notwendige Reinigung von so manchem Bürgersteig dürften selbst die hinbekommen, die arbeiten könnten, aber lieber "im Bett" bleiben.

Nun mögen ja tatsächlich ausgebildete FACHkräfte fehlen, aber solche könnte man auch ausbilden, und selbst "Azubis" könnten praktisch arbeiten. Während meiner Ausbildung musste ich einst auch Tätigkeiten machen, die eigentlich die Facharbeiter hätten machen müssen, und das war damals kein Problem.

Und was machen z.B. Familienmitglieder, die behinderte Menschen pflegen? Die müssen das sogar ohne jegliche Ausbildung hinbekommen.

Also frage ich mich, was hier los ist. Steigender Bedarf bei steigenden Arbeitslosenzahlen, was stimmt da mathematisch nicht "in dieser Rechnung"?
Kama99
28.04.2023, 11:55 Uhr
Keine Sorge ...
... Ramelow hat schon weitere Fachkräfte angefordert. Normalerweise reicht ein Gang durch die Nordhäuser Innenstadt und das Problem wäre geklärt.
Piet
28.04.2023, 12:36 Uhr
Es geht nur noch
Um Migration und wie wir weiter geschröpft werden. Es ist nicht mehr zum aushalten. Erstaunlich wie ein angeblich so geringer Anteil der Bevölkerung alles beherrscht.
Ungläubiger64
28.04.2023, 13:38 Uhr
Was ?
Zeigt die verfehlte Wirtschafts-Energie und Migrationspolitik unserer absolut unfähigen Ampelregierung endlich Wirkung ?
Kobold2
28.04.2023, 14:11 Uhr
Ja, es ist erstaunlich
Das so ein geringer Teil immer noch für alle Misstände herhalten muß und die Bahnhofstraße die Gesamtsituation erklären soll.
Was hat man euch denn weggenommen????
Wenn ich nur für meine Branche spreche, fehlen in Deutschland irgendwo zwischen 50- 60000 Fahrer, wir haben aber gefühlt 80Mio Fahrlehrer, die alles viel besser können.
Nur keiner von denen steht Schlange.
Landwirtschaft nicht besser. Unsereins hat sich zu Erntezeiten früher was dazu verdient.heute jammert man rum, wenn die Osteuropäer nicht kommen und sicher ist, die kommen auch nicht mehr lange.
Dann läufts hier auch, wie im kürzlich beendeten Fahrerstreik in Gräfenhausen.
Philipinos, Nepalesen, Pakistani, sind für einige Spediteure schon eine feste Personalquelle.
Wir haben seit Jahren genug Einheimische die anderen vormachen, wie man seine 4 Buchstaben nicht vom Sofa bringen muss.
Also nicht nur in de Bahnhofstraße schauen.
free Gigi
28.04.2023, 18:49 Uhr
an Kobold Bot
Was uns weggenommen wird:
Kapazitäten an Lehrkräften, Ärzten, Rettungs- und Pflegepersonal um nur einige Beispiele zu nennen!
Kobold2
28.04.2023, 20:37 Uhr
Oh, ha
Für diese Aussage nehme ich gern etwas faktenbasierten Nachhilfeunterricht.
Den hatten wir hier erst kürzlich beim prozentualen Auslanderanteil, für den sich der Nachhilfeschüler für die heutige Zeit, erwartungsgemäß nicht mal bedankt hat.
Der Anteil ausländischer Mitbürger beträgt in Thüringen knapp 8 Prozent. Von denen sind viele Gastarbeiter, EU Bürger, Akademiker, Ärzte, Pfleger, Handwerker, Kraftfahrer..... Man muss doch nun mal selber merken, welches Defizit man hier vertritt, das der übriggebliebe " Rest" angeblich die ganzen Probleme verursacht. Wenn man was gefühlt 1000 mal hört, ist es noch lange nicht Realität. Die einzige Realität dabei ist, das man nicht in der Lage ist die Informationen entsprechen zu verarbeiten und einzuordnen.
Das fällt in die gleiche Gruppe, die hier lt. Umfrage der festen Überzeugung ist, daß die deutsche Wirtschaft wegen der geplanten und vorbereitenden Abschaltung von 6 Prozent Kraftwerksleistung zusammenbricht.
Kama99
28.04.2023, 20:44 Uhr
Möchte ich ...
in Deutschland als ausländische Fachkraft arbeiten, benötige ich "hunderte" Unterlagen (heute wieder von Regierungsseite so gesagt). Macht kaum jemand. Das Wort Asyl zu sagen ist einfacher und erfolgreicher in diesem (nicht mehr lebenswerten) Land zu leben.
Kobold2
28.04.2023, 22:45 Uhr
Nicht mehr lebenswert
Ist das Land vor allen durch Leute , wie sie.
Oder warum siedelt sich hier kaum Indusdrie an und ist die Region so abgehängt?
Oder verkennt man das Potential der Bescheidwisser....?
Gehard Gösebrecht
29.04.2023, 09:25 Uhr
Hier hat sich kaum jemand angesiedelt...
Weil eine bestimmte Umweltschutzpartei sich bis zum Schluss gegen den Bau der Südharzautobahn A38 gestemmt hatte.
Als die Autobahn dann doch gebaut und fertiggestellt wurde, hatten sich potentielle Interessenten an anderen Orten in Ostdeutschland angesiedelt, wo nicht so lange lamentiert wurde.
Die Ansiedelungen im Eichsfeld wurden dann doch noch nachträglich durch einen bekannten Thüringer Minister vorgenommen bzw. ermöglicht.
Aber der Raum Nordhausen. Na ja.
Im Norden Thüringens.
Kobold2
29.04.2023, 11:35 Uhr
anstatt
bald 30 Jahre alte Geschichten aufzuwärmen um sein festgebackenes Feindbild und die Opferrolle aufrecht zu erhalten, sollte man sich lieber mal in Deutschland umhören, welche Meinung über die Region sich mittlerweile leider verfestigt hat.....
Aber da müsste man ja über den Tellerrand schauen.
Das eine Autobahn noch lange nicht alles ist, sieht man daran, das selbst ein erschlossenes Gelände kaum Interesse erzeugt.
Dazu empfehle ich mal einen Blick in den Schwarzwald. Weitab von Autobahnen in topographisch für den Schwerverkehr suboptimaler Region, existieren dort Firmen, wie Boysen, Fischer, Schmalz, Homag, Arburg, Schneeberger, usw, die allesamt am Weltmarkt gut aufgestellt sind und in dieser " hinteren Pampa" Standortgrößen haben, von denen man hier noch Jahrzehnte träumen kann, sondern dort auch erweitern und neu bauen. Das alles auch noch mit einem sichtbaren Anteil Beschäftigter mit Migrationshintergrund
Es geht auch anders, wenn man will und nicht nur immer die Schuld bei andern sucht. Aber eben nicht, mit der in dieser Region verbreitenten Einstellung und Mentalität.
Wolfi65
29.04.2023, 15:11 Uhr
Tja Kobold
Das hat der Herr Reemtsma aber anders gesehen und seine Fabrik in Nordhausen geschlossen.
Grund: Schlechte Verkehrsanbindung. (Keine Autobahn)
Tja Kobold, das sind eindeutig Wissenslücken!
Kobold2
30.04.2023, 09:24 Uhr
Sie sollten ihre
Wissenslücken besser mit den gegebenen Informationen auffüllen und die Lücke zwischen Aussage eines Unternehners und wirklichem Grund zu Standortschließungen, finden......
Da gibt es genug eigene Gräben zu füllen.
Gehard Gösebrecht
30.04.2023, 16:33 Uhr
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