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Sa, 13:50 Uhr
15.04.2023
Phänomen im Ostpazifik

Steht El Niño in den Startlöchern?

Nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit La Niña, einer Temperaturanomalie im Ostpazifik, könnte in diesem Jahr das Gegenstück El Niño, spanisch „das Christkind“ folgen. Das Phänomen bringt anstatt Geschenken das weltweite Wetter durcheinander...

Orangene bis rote Farben vor der Küste Südamerikas deuten aktuell auf eine deutliche Erwärmung des Meeres hin. Dargestellt sind die Abweichungen der Temperatur des Oberflächenwassers gegenüber dem langjährigen Mittel  (Foto: NOAA) Orangene bis rote Farben vor der Küste Südamerikas deuten aktuell auf eine deutliche Erwärmung des Meeres hin. Dargestellt sind die Abweichungen der Temperatur des Oberflächenwassers gegenüber dem langjährigen Mittel (Foto: NOAA)


Dabei sorgt das überdurchschnittlich warme Meerwasser vor der Küste Südamerikas für viel Regen und ein Fischsterben. Südostasien und Australien leiden unter Dürre. Die Auswirkungen auf das Wetter in Europa sind komplexer.

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El Niño ist eine Wetteranomalie im äquatorialen Pazifik, die in unregelmäßigen Abständen von etwa zwei bis sieben Jahren vor allem im Pazifik zwischen Südamerika und Indonesien auftritt. Dabei bringt sie die Atmosphäre und die Meeresströmungen in einigen Erdteilen durcheinander. Die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines solchen Ereignisses wird von Experten in diesem Sommer auf derzeit 55 Prozent geschätzt.

„Das hätte für die unmittelbar an den Pazifik grenzenden Regionen große Wetterkapriolen zur Folge. El Niño beeinflusst je nach Ausprägung aber auch das globale Klima, denn die Wärme des Wassers gelangt über die Verdunstung auch in die Atmosphäre“, erklärt Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.

Stärke von El Niño entscheidend
Von El Niño spricht man dann, wenn die Temperatur des Oberflächenwassers im zentralen Pazifik in drei aufeinanderfolgenden Monaten im Durchschnitt 0,5 Grad über dem langjährigen Mittel liegt. Die meisten El Niños sind eher schwach ausgeprägt. Ein starkes Ereignis gab es zuletzt zum Jahreswechsel 2015/2016. Dieser El Niño galt mit mehr als 3 Grad wärmerem Wasser als der drittstärkste seit 65 Jahren. Infolgedessen erwärmte sich die Atmosphäre 2016 auf ein Rekordniveau.

Theorien zur Entstehung von El Niño
Über die Ursachen des El-Niño-Phänomens wird immer noch spekuliert. Manche Forscher führen seine Entstehung auf die Sonneneruptionen zurück. Alle vier Jahre verändert sich dabei die Intensität dieser Eruptionen. Die dadurch abgestrahlte Energie nimmt einen Einfluss auf unser Klima. Wie stark dieser ist, bleibt aber umstritten. Am Äquator ist die Sonneneinstrahlung am stärksten, weshalb dort die Meerestemperatur in der Regel im Oberflächenwasser vergleichsweise am wärmsten ist. Wenn durch eine rege Sonnenaktivität die Strahlung noch intensiver wird, dann erwärmt sich das Meer auch etwas stärker. Da sich wegen des Hochdruckgebiets über dem zentralen Pazifik kaum oder keine Wolken bilden, kann auch mehr Sonnenstrahlung "ungefiltert" auf die Meeresoberfläche treffen.
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20230927
15.04.2023, 20:52 Uhr
El Niño
Ob nun der Russe kommt, oder El Niño ist doch mittlerweile egal. :-)
Örzi
16.04.2023, 12:26 Uhr
Könnte, eventuell, wäre möglich...
Auf alle Fälle schon mal ein bisschen Panik verbreiten, damit auch weiterhin an den baldigen Weltuntergang geglaubt wird. Da gehe ich mich doch glatt ankleben.
Wie Bitte
16.04.2023, 23:15 Uhr
Die Aufzeichnungen über das "El Niño" genannte weltumspannende Wetterphänomen,
gehen bis ins 18. Jahrhundert zurück.
Damals kannte man weder linksgrünversifft noch Klimakleber, und Panik wurde ebenfalls nicht verbreitet.
Von Panikmache kann ich übrigens auch im Artikel nichts finden, es ist eher eine trockene wissenschaftliche Erklärung.

Aber wenn es um Wetter geht, kommen manche Zeitgenossen offensichtlich nicht mehr ohne Sprüche aus, die absolut nichts mit dem behandelten Thema zu tun haben.

"Wie viel Verfolgungswahn kann man haben?"
Örzi: "Ja."
nur_mal_so
17.04.2023, 09:03 Uhr
Ohne bestimmten Kommentatoren zu nahe treten zu wollen -
es ist auch niemand im Speziellen gemeint.
Aber ich stelle immer wieder fest: das internet macht vielleicht nicht unbedingt dümmer, aber es macht oberflächlicher.

Früher konnten vielleicht nicht alle Menschen lesen, aber die, die es konnten, die taten es, denke ich, gewissenhaft.
Heute genügen bereits Überschriften oder manchmal auch nur Schlagwörter, um sich eine Meinung zu bilden und dann, schlimmer noch, diese auch sofort weiterverbreiten zu müssen.

Was hat eine Wettererscheinung wie "El Nino", die es nachweislich schon immer gab, zum Beispiel mit "ich geh mich dann mal festkleben" zu tun?
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