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Do, 13:04 Uhr
13.04.2023
Trifft ein Asteroid ins absehbarer zeit auf die Erde?

Heute in genau sechs Jahren erfahren wir mehr

Es war am 19. Juni 2004, als die damaligen Jugendlichen Roy Tucker, David J. Tholen und Fabrizio Bernardi etwas entdeckten. In einer Art amerikanischen "Jugend-forscht-Projekt" beobachteten sie am Kitt-Peak-Nationalobservatorium auf Hawaii einen Himmelskörper, den sie sofort der NASA meldeten…

Für die Drei war es eine Sensation. Die Spezialisten der NASA suchten daraufhin nach diesem Ding, fanden aber nichts, es war irgendwie nicht sichtbar, es war wieder verschwunden.

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Erst einige Zeit später, wann genau, ist mir nicht bekannt, entdeckte auch die NASA diesen Himmelskörper, stellte fest, dass es ein Asteroid auf Erdkollisionskurs ist, berechnete, dass er die Erde am 13. April 2029 treffen könnte, nannte ihn zunächst wissenschaftlich "2004 MN4 und dann für die Allgemeinheit "Apophis". "Apophis" ist der Name des altägyptischen Gottes, der die Verkörperung von Auflösung, Finsternis und Chaos darstellen soll. Warum nannte man diesen Asteroiden ausgerechnet "Apophis"?

Zwischenzeitlich glaubt man nicht mehr an eine Kollision dieses Asteroiden mit der Erde in diesem Jahrhundert, weiß aber, dass "Apophis" höchstens 31.000 km, also nur etwa 1/10 "Mondentfernung", und in etwa im Ring oder leicht außerhalb der geostationären Satelliten (36.000 km) hinweg streichen wird. Er könnte somit auch mit den Satelliten, oder dem Satellitenmüll über uns kollidieren.

Nun, aktuell wird verlautbart, dass Apophis an der Erde vorbei fliegt. Interessant dürfte dabei aber sein, dass eine Kollision offiziell verneint wird, Amerikaner, Russen und Chinesen aber gleichzeitig sehr viel Geld investierten, um mit mehreren Raketen zu testen, ob man derartige Asteroiden aus ihrer Bahn schieben kann. Es funktionierte nicht wirklich.

Wenn die Raumfahrtunternehmen so viel Geld investieren, wie sie es im Zusammenhang mit "Apophis" taten, so glaube zumindest ich, dass sie dies nicht "aus langer Weile" tun. Könnte es sein, dass NASA & Co. genaueres wissen?

Auch gaben namhafte Astronomen (nicht Astrologen! ) an, dass man nicht wirklich den Einfluss der Erdanziehung bei so einem nahen Vorbeiflug berechnen kann. In der Theorie flieg er vorbei. Aber in der Praxis?

Auf jeden Fall weiß man, dass dieser Asteroid im Falle, dass er vorbei fliegt, häufiger (z.B. 2036), aber immer wieder an einem 13. April, sehr nah an der Erdoberfläche vorbeifliegt, ggf. diese auch treffen könnte. Zumindest einer der damaligen Entdecker, David Tholen, berechnete die Kollision für das Jahr  2068. Das wiederum glaubt die NASA nicht, aber die glaubte zunächst auch nicht, dass es diesen Asteroiden überhaupt gibt.

Die sich potentiell ergebenden Katastrophen werden geringer sein, als es ursprünglich befürchtet wurde. Apophis ist "nur" ca. 320 bis 350 Meter groß, ins Meer fallend ergäbe sich eine Tsunamiwelle in Höhe von über 100 Metern (bei entfernten Küsten immerhin noch ca. 30 Meter), auf das Festland fallend, ergibt sich "nur" eine totale Zerstörung im Umkreis von etwa 250 km. Die frei werdende Energie beträgt in etwa 18 Atombomben vom Ausmaß der bisher größten auf der Erde je eingesetzten bzw. getesteten nuklearen Waffe oder einem Erdbeben der Stärke 8,0.

Warten wir’s ab, heute in sechs Jahren wissen wir vielleicht mehr.
Der Psychoanlytikeer
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
geloescht.20241017
13.04.2023, 16:25 Uhr
Wenn der 13.
nicht gerade ein Freitag ist, wenn er vorbei fliegt, dann fliegt er vorbei Punkt aus Schluss.
Sie können einen aber einen Schrecken ein jagen.

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Anm. d. Red.: Die Redaktion empfiehlt dazu den Spielfilm "Don't Look up" ;-)
Cychreides
13.04.2023, 16:42 Uhr
Schade
Ich hätte der Menschheit in ihrer Gesamtheit ein großes Finale ala "don't look up" gegönnt. Aber: aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Bis dahin ein hoffentlich schönes Leben.
Cychreides
13.04.2023, 16:44 Uhr
Schade
Ich hätte der Menschheit in ihrer Gesamtheit ein großes Finale ala "don't look up" gegönnt. Aber: aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Bis dahin ein hoffentlich schönes Leben.
Psychoanalytiker
13.04.2023, 20:14 Uhr
Kleine Ergänzung:
Der 13. April 2029 ist ein Freitag, @ Bürger 01815.

Und Apophis fliegt nicht weg, er kommt wieder zurück, nach dem 13.04.2029 am Sonntag, d. 13. April 2036, und dann, laut Wikipedia, jährlich, aber das ist auch für mich neu.

Ich habe seit seiner Entdeckung im Jahr 2004 viele wissenschaftliche Abhandlungen darüber gelesen, die interessanteste war für mich, dass die Anziehungskraft der Erde auf diesen Asteroiden nicht berechenbar ist. Daher ist ein Zusammenstoß mit der Erde oder Satelliten eben nicht auszuschließen. Übrigens sind schon (in etwa) 31.000 bis 36.000 km nicht gerade viel.

Vielleicht auch interessant ist, dass einst in Kanada wahrscheinlich ein ähnlicher Asteroid in einen Fjord fiel. Dortige Bodenproben zeigten in großer Höhe (Tsunami-Welle) Erdveränderungen, die zumindest darauf schließen lassen.

Und wie sagte Paulchen Panter immer am Ende seiner Auftritte?: "Heute ist nicht alle Tage; ich komm wieder, keine Frage". Ob Paulchen den zukünftig immer wiederkehrenden Asteroiden "Apophis" schon kannte, ist leider unbekannt.
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