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Do, 09:28 Uhr
13.04.2023
Wasserstoff im Heizungskeller:

Weder billig noch effizient

Neben Wärmepumpen, Fernwärme und Holzpelletheizungen soll künftig auch das Heizen mit Wasserstoff eine Option sein. Doch Wasserstoff wird in deutschen Heizungskellern auf absehbare Zeit keine Rolle spielen, sagt die Verbraucherzentrale Thüringen - und warnt vor enttäuschten Erwartungen...

Auch nach 2024 können neue Gasheizungen in Eigenheimen eingebaut werden, wenn sie „H2-ready“ sind, also auf den Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff umgerüstet werden können. Voraussetzung ist, dass der Netzbetreiber einen verbindlichen Plan für die Umstellung der Versorgung auf Wasserstoff vorgelegt hat. So sieht es die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes vor. Doch wie nachhaltig ist diese Strategie?

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„Eine Wärmepumpe kann aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme gewinnen. Verbrennt man Wasserstoff in einem Gaskessel, lassen sich aus einer Kilowattstunde Strom maximal 0,95 Kilowattstunden Wärme erzeugen. Das heißt: Der Bedarf an erneuerbarem Strom für die Wasserstoffproduktion wäre um ein Vielfaches höher als bei einem Heizsystem auf Basis von Wärmepumpen”, erklärt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Denn nur grüner Wasserstoff - erzeugt mit erneuerbarem Strom - ist im Rahmen der Energiewende sinnvoll. „Das würde noch höhere Ausbauzahlen für Wind- und Solaranlagen und damit deutlich höhere Kosten bedeuten”, so Ballod. Auch die Umrüstung von vorhandenen Erdgasnetzen auf Wasserstoff oder der Neubau lokaler Wasserstoffnetze sind sehr aufwändig und teuer - Kosten, die letztlich die Kunden zu tragen hätten.

Die Selbstversorgung von Einfamilienhäusern mit Wasserstoff über eine Photovoltaikanlage ist dagegen kaum möglich, weil damit nur ein Teil des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser gedeckt werden könnte. „Dazu müsste in eine umfangreiche Wärmedämmung der Gebäudehülle investiert werden, und zwar deutlich mehr, als für den Einbau einer Wärmepumpe nötig wäre”, sagt Ballod. Wie hoch die Kosten für einen Elektrolyseur und einen Wasserstoffspeicher wären, ist noch offen. Beide Systeme sind noch nicht reif für den Massenmarkt.

Für die künftige Wärmeversorgung in Deutschland sind daher Wärmepumpensysteme klar im Vorteil, ergänzt durch Solarwärme, Fernwärme und punktuell Holzpelletheizungen. Grüner Wasserstoff ist knapp und wird vor allem in der Industrie und anderen Bereichen eingesetzt werden, für die es keine anderen Optionen gibt. Das Fazit der Expertin: „Wer jetzt eine Gasheizung kauft, weil er hofft, dass in Zukunft günstiger grüner Wasserstoff zur Verfügung steht, wird wahrscheinlich enttäuscht werden.“

Weitere Fragen zum Thema Heiztechnik beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Thüringen gerne in einem persönlichen Gespräch. Ein Termin kann unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 – 809 802 400 vereinbart werden.
Autor: red

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Kommentare
Hallogemeinde
13.04.2023, 11:05 Uhr
schöner Artikel
Schön das die Verbraucherzentrale mal öffentlich aufklärt über den Unsinn der von den Grünen ständig vorgeschlagen wird. Vielleicht könnte die Verbraucherzentrale auch mal Stellung nehmen zu den unsinnigen Kommentaren von Robert Habeck. Ich zitiere: " Die Mehrkosten für eine Wärmepumpe rechnen sich nach ca. 18 Jahren"
Wenn Herr Habeck (Kinderbuchautor) sagt 18 Jahre dann sind es wahrscheinlich eher 20 bis 22 Jahre bevor es sich rechnet?! Aber wie soll es sich für den Verbraucher überhaupt rechnen wenn eine Wärmepumpe nur eine Lebensdauer von ca. 15 Jahren hat? Entweder habe ich von Mathematik überhaupt keine Ahnung oder es wird wieder mal der Bürger für vollkommen dumm verkauft.
DonaldT
13.04.2023, 11:06 Uhr
Wasserstoff im Heizungskeller
Habeck sollte wieder Kinderbücher schreiben - die Kleinen glauben den Kram ja noch.
Flitzpiepe
13.04.2023, 15:02 Uhr
Schlechter Artikel
Vorgestern kam erst wieder ein 4 Jahre alter Beitrag bei einfach genial im mdr.
Ein zugegeben sehr gut gedämmtes 300 m² Haus ohne Strom und Gas Anschluss ist also komplett autark.
Nur über die PV am ganzen Haus wird Wasserstoff größtenteils im Sommer mit Elektrolyse erzeugt und in Gasflaschen außerhalb des Hauses (also natürlich nicht im Keller) gelagert. Im Winter, wenn die PV nicht mehr ausreicht, wird der Wasserstoff dann über eine Brennstoffzelle wieder zurück in Strom verwandelt. Eine Luft/Luft Wärmepumpe erwärmt das Haus.
Der Hausbesitzer ist Elektriker und hat das alleine so umgesetzt!
Es geht also...
@Hallogemeinde: Wie kommen sie darauf, dass eine WP nur 15 Jahre hält? Meine ist jetzt 23 Jahre alt und läuft problemlos ohne Wartungskosten. Ich muss nur alle paar Monate 2 Filter wechseln.
Hallogemeinde
13.04.2023, 18:02 Uhr
Weil es so geschrieben steht!
Und im Durchschnitt so sein soll. Dann sind sie wohl ein Glückspilz.
Flitzpiepe
13.04.2023, 20:07 Uhr
Wo steht das geschrieben?
In der Bibel?
In einem Gesetz?
Werden sie doch mal konkret!
Es gibt zig Arten von Wärmepumpen.
Es gibt zig Hersteller von Wärmepumpen.
Also wo steht geschrieben, das Wärmepumpen nur 15 Jahre halten sollen?
Kobold2
13.04.2023, 20:31 Uhr
Weil es so geschrieben steht
Ist das nicht in Stein gemeißelt.
Es ist doch offensichtlich, daß komplexe Betrachtungen leider nicht mehr selbstverständlich sind und die Einseitigkeit überwiegt So bekommt man die passend gewünschte Stimmung und das einfache Gemüt wird nicht überfordert, damit das Interesse nicht schwindet.
Journalismus hat schon länger den Trend, Fehler von anderen Artikeln zu übernehmen, anstatt selbst zu recherchieren. Jeder der heute 3 zusammenhängende Sätze zum Thema beiträgt, wird dann auch gleich Experte genannt. Dann muss es ja stimmen.....
grobschmied56
14.04.2023, 01:30 Uhr
Es gibt eben Technik, die DARF nicht länger ...
... halten. Windräder, die nach zwanzig Jahren verschrottet werden müssen. Weil es dann keine 'Förderung' mehr gibt - also nichts mehr zu verdienen ist.
Oder die Gasheizung, welche dreißig Jahre lang ordentlich gewartet und gepflegt wurde, die aber jetzt verschrottet werden MUSS, weil dem Herrn Habeck das so gefällt.

Da wird schon mal über Bußgelder von 50.000 €uronen geschwafelt für Leute, die sich weigern, beim Klima-Kampf die richtige 'Haltung' zu zeigen.

Die 'Klima-Leugner' und Fortschritts-Feinde müssen massiv abgestraft und am besten enteignet werden. So hat es die Mehrheit der 'demokratischen Zivilgesellschaft' beschlossen. Die 14 - Prozent - Partei, die inzwischen Deutschland in eine autokratische 'Klimadiktatur' verwandelt. (mit Hilfe der nahezu willenlosen Vasallen SPD und FDP)

Verbrenner - Verbot.
Heizungs - Verbot.
Kernkraft - Verbot.

Was habt Ihr da nur gewählt?
diskobolos
14.04.2023, 08:08 Uhr
Ach Grobschmied
Ihre Wutausbrüche kann man nur schwerlich lesen. Die gehen aber auch weit an der Realität vorbei.

Das "Verbrenner-Verbot" ist ein EU-Beschluss. Bei den Heizungen geht es um den Neueinbau (für Heizungen, die dann 30 Jahre lang arbeiten). Der Ausstieg aus der Kernkraft war Beschluss der GroKo. Eine 14Prozent-Partei KANN in D gar nichts allein entscheiden. Auch wenn SIE sich dass vielleicht für eine andere Partei mit ähnlich großer Wählerschaft wünschen . . .
Kobold2
14.04.2023, 09:06 Uhr
Ach Grobschmied
Von den Verboten ausgenommen, sind u.a.
Das Denkverbot und das Verbot der weiteren Erkenntnisgewinnung. Allein an letzterem liegt es, das die Menschheit nicht mehr in Höhlen ums offene Feuer hüpft.
Sie können immer mehr Bierdeckel unter den wackeligen Stammtisch legen, aber besser wirds dadurch nicht. Beim Heizungthema beweisen sie einfach nur, daß sie sich nicht ausreichend damit beschäftigen wollen.
grobschmied56
14.04.2023, 23:20 Uhr
Na, Diskobolos - wer bitteschön, ist 'Die EU'? ...
... ich sage es Ihnen:
Ohne Deutschland und seine 'Knete' ist die EU ein Hornberger Schießen, als Farce ausgegangen - aus Mangel an 'Pulver'.
Die 'EU - Kommission' beschließt überhaupt nichts, genau so wenig wie das EU - Parlament, wenn der deutsche dumme Steuermichel es nicht finanziert.
Der Konstruktionsfehler besteht darin, das inzwischen wie viele andere Institutionen EU-Parlament und Kommission durch Grüne und ihre Kollaborateure gekapert wurden und gegen die Interessen der Arbeiter und Steuerzahler handeln.
diskobolos
15.04.2023, 12:35 Uhr
Was soll man da machen, grobschmied?
Egal, was Ihnen nicht in den Kram passt: Der Schuldige steht schon vorher fest: Die deutschen Grünen. Da helfen nachprüfbare Fakten auch nicht weiter. Aber damit sind Sie nicht der Einzige.

Was das s. g. Verbrenner-Verbot betrifft, wurde es vom EU-Parlament beschlossen. Von den 705 Abgeordneten sind nur 25 deutsche und 3 östereichische Grüne. Und dass die Abgeordneten der anderen EU-Staaten (z. B. Polen und Franzosen) stets das machen, was die Deutschen sich ausgedacht haben, glauben Sie wohl selbst nicht.

Aber in Ihrem politischen Kompass ist wohl jeder, der nicht Ihre Meinung vertritt, automatisch "ein Grüner".
Faktenfreie Diskussionen sind letztlich sinnlos.

PS: Ich selbst gehöre weder der grünen Partei an, noch habe ich sie jemals gewählt. Natur- und Klimaschutz halte ich aber für zentrale Probleme, wichtiger noch als aktuelle Kriege.
Teja
15.04.2023, 15:58 Uhr
Eu
Wer zahlt denn das meiste in die EU ein?Grobschmied hat da sehr wohl recht,das sind die deutschen Steuerzahler.
Wenn irgendwelche Diskuswerfer oder Kobolde der Meinung sind,das Realisten mit Lebenserfahrung am Alten und Bewährten festhalten, da schief liegen können Sie einem nur leid tun.
Nicht alles Neue ist praktikabel oder realistisch umsetzbar,bzw.bezahlbar.
Dies zeigt sich jeden Tag aufs Neue.Träume sind Schäume...
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