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Do, 11:09 Uhr
20.04.2006

Land profitiert vom Durst

Nordhausen (nnz). Am Sonntag wird in diesen deutschen Landen der Tag des Bieres gefeiert. Die nnz hat dazu – quasi als kleinen Vorgeschmack – einige interessante Zahlen zusammengetragen.


Um den Bierdurst im Freistaat und zunehmend auch in anderen deutschen Regionen und dem Ausland zu stillen wurden im Jahr 2005 in Thüringen 44 Braustätten betrieben, eine Braustätte mehr als in den vorangegangenen Jahren.

Insgesamt wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2005 von Thüringer Brauereien und Bierlagern 3,7 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Sie erzielten damit 3,5 Prozent des Bierabsatzes der Bundesrepublik bzw. 16,9 Prozent des Bierabsatzes der neuen Bundesländer einschließlich Berlin. Dieser Anteil stieg in den vergangenen Jahren ständig an. Im Jahr 2000 lag er noch bei 2,5 Prozent bzw. 13,5 Prozent. Die Absatzmenge auf Halbliterflaschen umgerechnet, ergäbe fast 184 Millionen Flaschen köstliches Thüringer Bier.

Neben den Biertrinkern profitierte auch der Landeshaushalt. Die Biersteuer als Landessteuer brachte dem Freistaat im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 28,7 Millionen Euro. Das waren 8,46 Euro je Hektoliter versteuertem Bier bzw. im Durchschnitt 4,2 Cent je Halbliterflasche. Im Bundesdurchschnitt wurden von den Ländern 8,48 Euro je Hektoliter versteuertem Bier eingenommen.

Im Steuerhaushalt 2004 des Freistaates hatte die Biersteuer einen Anteil von 8,6 Prozent an den eingenommenen Landessteuern. Dieser Anteil entspricht dem in den neuen Bundesländern und ist aufgrund der insgesamt geringeren Einnahmen an Landessteuern (vor allem geringere Erbschaftsteuer) deutlich höher als der Bundesdurchschnitt von 4,0 Prozent.

Die Angaben für Thüringen richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.
Autor: nnz

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