Do, 08:28 Uhr
20.04.2006
Verwirrspiel an der Rothenburgstrasse
Nordhausen (nnz). Den Mitarbeitern der Nobas Spezialstahlbau GmbH ist durch den Insolvenzverwalter vorsorglich gekündigt worden. Noch allerdings wird im Unternehmen gearbeitet, wenn auch nur auf Sparflamme.
Betriebsratsvorsitzender Eberhard Klaus sagte heute der nnz, dass in der GmbH nur noch Beschäftigte der AG zugange seien. Die Mitarbeiter der GmbH haben ihre Kündigung von Rolf Rombach erhalten, doch abfinden wollen sie sich mit diesem Zustand nicht. Deswegen bieten sie auch weiterhin ihre Arbeitskraft an. Parallel dazu werden Kündigungsschutzklagen vorbereitet, da der Betriebsrat logischerweise Widerspruch gegen die ausgesprochenen Kündigungen eingelegt hatte.
Keine Lösung gibt es hingegen bei der Eingliederung der gekündigten GmbH-Mitarbeiter in die Nobas-Mutter, die AG. Das aber, so der Betriebsratschef, sei ja im Interessensausgleich am 16. Oktober 2003 vereinbart worden. Und davon geht auch Rombach aus. Der schrieb den gekündigten Mitarbeitern: Gem. Ziffer 11 des abgeschlossenen Interessenausgleiches vom 16.10.2003 gehe ich davon aus, dass die Arbeitsverhältnisse ohne Kündigung auf die Fa. Günter Papenburg AG übergehen. Rein vorsorglich kündige ich das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis zum 31.7.2006.
Und genau diese rechtliche Position hatte Rombach in dieser Woche Günter Papenburg bei einem Gespräch klar gemacht. Eine Einigung habe man nicht erreicht, so Rombach zur nnz. Wohl aber habe man sich verabredet, in zwei Wochen Ergebnisse zu erhalten.
Eberhard Klaus hingegen ist natürlich an einer gesamtbetrieblichen Lösung interessiert, für ihn steht fest, dass die Arbeitgeberseite nun ein Angebot auf den Tisch legen muss. Die Grundmittel der GmbH seien vom Insolvenzverwalter der AG zur Verfügung gestellt worden, doch die Mitarbeiter fehlen. Noch soll es einen Puffer geben, der aber könnte in zwei Monaten Geschichte sein. Dann ist die AG wieder auf die Zuarbeit der GmbH angewiesen. Es sei denn, der Arbeitgeber sucht andere Möglichkeiten. In der Nobas war da schon mal die Rede von Fremdarbeitern oder von einer vollständigen Verlagerung der Produktion.
In der Zwischenzeit muß Insolvenzverwalter Rombach einfach nur seinen Job weitermachen. Und der besteht schlicht und ergreifend in der Durchsetzung der Ansprüche der Gläubiger. Das sind in erster Linie aber wieder die Mitarbeiter und die Agentur für Arbeit.
Autor: nnzBetriebsratsvorsitzender Eberhard Klaus sagte heute der nnz, dass in der GmbH nur noch Beschäftigte der AG zugange seien. Die Mitarbeiter der GmbH haben ihre Kündigung von Rolf Rombach erhalten, doch abfinden wollen sie sich mit diesem Zustand nicht. Deswegen bieten sie auch weiterhin ihre Arbeitskraft an. Parallel dazu werden Kündigungsschutzklagen vorbereitet, da der Betriebsrat logischerweise Widerspruch gegen die ausgesprochenen Kündigungen eingelegt hatte.
Keine Lösung gibt es hingegen bei der Eingliederung der gekündigten GmbH-Mitarbeiter in die Nobas-Mutter, die AG. Das aber, so der Betriebsratschef, sei ja im Interessensausgleich am 16. Oktober 2003 vereinbart worden. Und davon geht auch Rombach aus. Der schrieb den gekündigten Mitarbeitern: Gem. Ziffer 11 des abgeschlossenen Interessenausgleiches vom 16.10.2003 gehe ich davon aus, dass die Arbeitsverhältnisse ohne Kündigung auf die Fa. Günter Papenburg AG übergehen. Rein vorsorglich kündige ich das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis zum 31.7.2006.
Und genau diese rechtliche Position hatte Rombach in dieser Woche Günter Papenburg bei einem Gespräch klar gemacht. Eine Einigung habe man nicht erreicht, so Rombach zur nnz. Wohl aber habe man sich verabredet, in zwei Wochen Ergebnisse zu erhalten.
Eberhard Klaus hingegen ist natürlich an einer gesamtbetrieblichen Lösung interessiert, für ihn steht fest, dass die Arbeitgeberseite nun ein Angebot auf den Tisch legen muss. Die Grundmittel der GmbH seien vom Insolvenzverwalter der AG zur Verfügung gestellt worden, doch die Mitarbeiter fehlen. Noch soll es einen Puffer geben, der aber könnte in zwei Monaten Geschichte sein. Dann ist die AG wieder auf die Zuarbeit der GmbH angewiesen. Es sei denn, der Arbeitgeber sucht andere Möglichkeiten. In der Nobas war da schon mal die Rede von Fremdarbeitern oder von einer vollständigen Verlagerung der Produktion.
In der Zwischenzeit muß Insolvenzverwalter Rombach einfach nur seinen Job weitermachen. Und der besteht schlicht und ergreifend in der Durchsetzung der Ansprüche der Gläubiger. Das sind in erster Linie aber wieder die Mitarbeiter und die Agentur für Arbeit.


