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So, 10:14 Uhr
12.03.2023
Thüringer HC

Kantersieg in Zwickau

Der Thüringer HC gewann mit 33:19 (19:8) das Derby gegen den BSV Sachsen Zwickau. Mit dem Auswärtssieg sicherte der THC den Abstand zu den Verfolgern in der Tabelle...

Von Beginn an war die starke offensive Abwehr der Schlüssel zum Erfolg. Im schnellen Umschaltspiel suchten die Gäste den Torerfolg, ließen aber einige Chancen liegen.

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Der BSV, schon Mitte der ersten Halbzeit abgehängt, stellte den THC mit verschiedenen Abwehraufstellungen bis hin zur doppelten Manndeckung vor einige Probleme und verhinderte so, dass die Gäste ihre Führung noch deutlicher gestalteten. Speziell Johanna Reichert, die acht Tore erzielte, holte sich mit ihrer gezeigten Leistung das Lob ihres Trainers nach dem Spiel. Beste Werferin des BSV war Hannele Nilsson, die alle ihre sieben Treffer von der Strafwurflinie erzielte.

Nachdem Irma Schjött mit einer starken Parade in die Partie startete, musste sie sich nach dem zweiten Angriff der Gastgeberinnen beim ersten Strafwurf der Begegnung geschlagen geben. Der BSV legte vor, der THC antwortete auf der Gegenseite umgehend. Mitte der vierten Spielminute der zweite Treffer der Gäste. Von Beginn an griff die THC-Abwehr offensiv zu und kassierte dafür noch vor Ablauf der ersten fünf Spielminuten den zweiten Strafwurf, den Hannele Nilsson zum 2:2 einnetzte.

Personell nicht in Bestbesetzung reisten die Gäste zum mitteldeutschen Derby nach Zwickau. Zu Beginn der 9. Spielminute führte der Tabellenzweite mit 2:5. BSV-Coach Norman Rentsch zog die grüne Karte und bat seine Mannschaft an die Seitenlinie. Direkt nach Wiederanpfiff der dritte Strafwurf für die Sächsinnen, den Hannele Nilsson zum 3:5 verwandelte. Damit wurden alle drei Treffer der Gastgeberinnen per Siebenmeter erzielt. Die Thüringerinnen taten sich dennoch im Abschluss schwer. Annika Lott wurde direkt von Hannele Nilsson gedeckt, das öffnete Räume für Johanna Reichert, die zwei Treffer in Folge zum 3:7 ins Tor zirkelte. Von der Strafwurflinie erzielte Johanna Stockschläder das achte Tor der Gäste. Die Zwickauer Mannschaft versuchte mit der Brechstange die Abwehr der Thüringer zu knacken. Doch gegen den schnellen und beweglichen Abwehrverband fanden sie kaum Möglichkeiten und so nahm Norman Rentsch bereits in der 18. Minute seine zweite Auszeit.

Die Gastgeberinnen bissen sich regelrecht die Zähne an der Abwehr aus und mussten mehrfach den Ball hergeben, sodass der THC einfache Tore erzielte. Erst Mitte der 20. Minute fiel das erste Feldtor der Zwickauerinnen zum 4:11. Herbert Müller nahm sein erstes Team Timeout. Elf Tore waren zu diesem Zeitpunkt für den THC schon wenig, denn die Gäste ließen immer wieder Chancen ungenutzt. Der BSV hatte seine Startschwierigkeiten überwunden und nutzte die wenigen sich bietenden Tormöglichkeiten jetzt deutlich besser, so verkürzte Ema Hrvatin auf 7:12. Knapp zwei Minuten vor der Halbzeitpause erzielte Sara Rønningen den ersten Zehntorevorsprung zum 7:17. Für den THC könnte es in der Schlussphase der 1. Spielhälfte kaum besser laufen, die Gastgeberinnen machten es dem THC oft einfach an den Ball zu kommen und so ging es beim Stand von 8:19 in die Pause.

Mit einem Treffer kamen die BSV-Damen aus der Kabine, der Thüringer HC antwortet sofort und sollte nichts mehr anbrennen lassen. Elf Tore sollten bis zum Ende reichen. Da hatte Herbert Müller wieder die Möglichkeit, einiges mit Blick auf die kommenden Aufgaben auszuprobieren. Einen sehenswerten Tempogegenstoß schloss Anna Frankova zum 11:22 ab, nachdem sie den Ball eroberte und nach vorn stürmte. Nicole Roth parierte in der Folge mehrfach und ließ den BSV keine Chance weiter zu verkürzen. Die Abwehr knüpfte an die starke Leistung der ersten Halbzeit an und ließ wenig zu. Zwickau wechselte immer wieder die Taktik in der Abwehr. Mal standen sie im 6:0-Verbund, dann wieder mit doppelter “Manndeckung” gegen die Führungsspielerinnen der Thüringer. Mitte der zweiten Halbzeit stand ein ernüchterndes 12:27 auf der Anzeigetafel.

Das Spiel war längst entschieden, auch wenn die Sachsen mit Einzelaktionen glänzten und an der Verbesserung des Gesamtergebnisses arbeiteten. Der Thüringer HC tat etwas für die Torbilanz in der Gesamttabelle. Nele Kurzke brillierte mit einigen starke Paraden im Spielverlauf, während die BSV-Abwehr wieder mehr zuließ, was die Gäste dankend annahmen und zu Beginn der 50. Minute auf 15:30 davon zogen. Zehn Minuten vor dem Ende nahm Herbert Müller eine weitere Auszeit. Unzufrieden konnte er höchstens mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft sein. Laura Kuske wechselte in der Schlussphase ins Tor und knüpfte nahtlos an die starken Leistungen ihrer Vorgängerinnen an. Gleich zweimal hintereinander parierte Nele Kurzke im Duell von der Strafwurflinie. Zuerst kassierte sie den Ball von Johanna Stockschläder und hatte dann noch gegen Dominika Zachova die Hand am Ball. Mit 19:33 entschied der THC das Derby gegen den BSV Sachsen Zwickau für sich und wurde seiner Favoritenrolle gerecht.
Autor: red

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