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Fr, 14:39 Uhr
07.04.2006

Theater bekommt neuen Vorhang

Nordhausen (nnz). Aus Wien kam der neue Bühnenvorhang für das Theater. 110 Kilo schwer und in elf Bahnen vernäht ist er. Dr. Götz Ehrhardt vom Förderverein gibt Auskunft über die Arbeit der Theaterfreunde.

Theater bekommt neuen Vorhang (Foto: nnz) Theater bekommt neuen Vorhang (Foto: nnz)

Bühnensamt Ravel – das ist die Fachbezeichnung für den neuen Vorhang auf der Bühne im Theater Nordhausen. Spendiert hat ihn der Förderverein des Theaters. "Wir wussten, dass der alte Vorhang bereits verschlissen war und unbedingt ein neuer angeschafft werden sollte, das Theater aber nicht unbedingt in der Lage ist, sich selbst einen neuen zu kaufen", so Vereins-Chef Dr. Götz Ehrhardt. Die Vereinskasse ist deshalb jetzt um mehr als 3000 Euro leichter, soviel hat der schwere Vorhang gekostet. Gefertigt wurde er von einer Firma in Wien in Österreich, sie hatte das günstigste Angebot abgegeben. Außerdem sind nur wenige Unternehmen in der Lage, solch große Stoffbahnen entsprechend zu verarbeiten. Immerhin mussten 110 Kilo Samtstoff in elf Bahnen vernäht werden. Das Besondere an diesem Vorhang ist auch, dass er an der Rückseite mit sogenannten Applauslauschen versehen ist, damit er ohne große Probleme nach der Aufführung für die Künstler aufgezogen werden kann. Außerdem gibt es am unteren Rand Bleiband für den guten Fall und eine Schleppschürze, die Lichteinfall verhindert.



Im Gespräch mit Dr. Götz Ehrhardt,
Vorsitzender vom Förderverein Theater Nordhausen e.V.

"Der Vorhang ist noch neu. Da haben wir gesagt, wir wollen das ansparen. Wir haben ja verschiedene Aktivitäten, um für den Förderverein Geld anzusparen. Als wir dann wussten, was der neue Vorhang kosten würden, da haben wir gleich zugesagt. Von der Ausschreibung bis zum fertigen Vorhang ist nicht mal ein halbes Jahr vergangen."

"Die Endabrechnung ist zwar noch nicht da, aber in dem Angebot war immer die Rede von 3,5 bis 4,5 Tausend Euro. Wir hatten ursprünglich mit viel mehr gerechnet und so war es ganz angenehm für uns, dass es ein machbarer Preis war."

Der neue Vorhang konnte sicher nicht in einer kleinen Schneiderei angefertigt werden?

"Wir hatten zunächst versucht, einem heimischen Dekorateur den Auftrag zu übergeben. Aber er kam gegen den Preis großer Firmen nicht an. Da das Theater schon immer in diesem bereich mit Spezialfirmen arbeitet, wurden dort auch Angebote eingeholt. Die waren niedriger, deshalb wurde es auch akzeptiert. Das sind Spezialisten, die solch einen großen Vorhang auch einhängen."

Wie gefällt Ihnen der neue Vorhang auf der Bühne?

"Er ist ja bereits von der Theaterkritikerin Dr. Mielke lobend erwähnt worden. "

Seit 1999 Mitglied – Vorsitzender, in Jena groß geworden, im Nationaltheater Weimar Statisterie gemacht, seiner Liebe zu Ope rund Operrette gewöhnt, als er dann nach Nordhausen kam, war sein Weg auch gleich zum Theater, zwar nicht mehr als Statist, aber eben im Förderverein.

Treppenaufgänge finanziert im Zuschauerbereich, kleinere Sachen dazu und einen Lieferwagen. Ein konkretes neues Projekt gibt es noch nicht, aber ich bin mir sicher, Theaterintendant Lars Tietje findet bestimmt etwas, was im Theater gebraucht wird. Wenn unsere Kasse es dann zulässt, wollen wir gern weiter unsere Hilfe anbieten.

Was braucht der Förderverein?

Vor allem junge Mitglieder. Wir sind ein verein mit vielen älteren Menschen, die im Rentenalter Zeit für`s Theater haben. Aber sie können nicht alle Aktivitäten mitmachen. 88 Mitglieder – 100 wäre das neue Ziel und wenn es Jugendliche wären, wäre es natürlich ganz toll.
Autor: nnz

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