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Fr, 13:34 Uhr
07.04.2006

Linkspartei unterstützt Streik

Nordthüringen (nnz). Anmaßend und unverantwortlich ist die 42 Stunden Woche, die Ministerpräsident Dieter Althaus fordert. Die Mitarbeiter vom Stra0ßenbauamt gehen gegen diese Arbeitszeitverlängerung auf die Straße. Warum die Linkspartei das unterstützt, erklärt Dr. Johanna Scheringer-Wright im nnz-Forum.

Die Linkspartei.PDS unterstützt den Streik der Mitarbeiter vom Straßenbauamt Nordthüringen in Leinefelde-Worbis. „Ich wünsche den Kollegen Ausdauer und Mut für ihre Beteiligung am landesweiten Arbeitskampf gegen eine Verlängerung der Arbeitszeit“, so die Landtagsabgeordnete Kreisvorsitzende im Eichsfeld Dr. Johanna Scheringer-Wright.

Wenn Ministerpräsident Althaus eine 42 Stundenwoche als Grundlage fordert, so ist das anmaßend und unverantwortlich. Wie die Entwicklung in Deutschland zeigt, gibt es viele gute Gründe gegen allgemein längere Arbeitszeiten. In vielen Bereichen wird sowieso schon länger gearbeitet und eine Heraufsetzung der allgemeinen Arbeitszeit würde diesen Umstand noch verstärken. Gleichzeitig können wir beobachten, dass längere Arbeitszeiten keine neuen Arbeitsplätze schaffen, sondern im Gegenteil, neue Arbeitsplätze von vornherein vernichtet. Festgeschriebene längere Arbeitszeiten sind de facto eine Lohnkürzung, sie sind kontraproduktiv zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten und sind schlichtweg familienfeindlich.

Auch die Lohnforderung der IG-Metall hält Scheringer-Wright für gerechtfertigt: „Lohnverzicht in der Vergangenheit hat nichts gebracht, weder Arbeitsplätze, noch Zufriedenheit, immer noch jammern manche Arbeitgeber, dass die Lohnkosten zu hoch wären. Das Angebot der Arbeitgeber Thüringens von 1,2% ist untragbar, denn das gleicht nicht einmal die Inflationsrate aus. Und wenn die Mittelstandsvereinigung der CDU im Eichsfeld so tut, als wären gerade die kleinen und mittelständischen Betriebe, diejenigen die unter fairen Tarifverträgen zu leiden hätten, so ist das demagogische Stimmungsmache, denn diese Betriebe fallen oft gar nicht unter die Tarifverträge.
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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