Do, 11:01 Uhr
06.04.2006
Neuigkeiten vom Stadtrat
Nordhausen (nnz). Das große Thema der letzten Stadtratssitzung dieser Legislaturperiode war der Bau der Ortsumgehung Nordhausen. Es wurden aber noch andere Themen besprochen. Da ging es unter anderem um den Namen für ein Einkaufszentrum und um Aufklärung über Rechtsextremismus.
Öffentlicher Ideenwettbewerb für Namen des neuen Einkaufszentrums am Pferdemarkt
In einem öffentlichen Ideenwettbewerb soll in Zusammenarbeit mit dem Investor ein Name für das künftige Einkaufszentrum am Pferdemarkt gefunden werden. Diesem Antrag der CDU-Fraktion stimmten jetzt die Stadträte auf der gestrigen Stadtratssitzung zu.
Dabei solle darauf geachtet werden, dass sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt bzw. Region Nordhausen in den Wettbewerb einbringen könnten, auch um eine positive Identifizierung mit dem Standort zu erreichen.
Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse sagte, dass auch der Investor ein großes Interesse an solch einem öffentlichen Wettbewerb hätte und gern in der Jury mitarbeiten wolle. Damit konnten die Bedenken von PDS-Stadtratsmitglied Detlef Kiel ausgeräumt werden, der die Meinung vertrat, dass der Stadtrat einem privaten Investor eine Namensgebung nicht vorschreiben könne.
Stadträte wollen Aufklärung über Rechtsradikalismus
In Verbindung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung plant die Stadt Nordhausen eine Informationsveranstaltung über Rechtsradikalismus. Diesem Antrag der SPD-Fraktion stimmten die Stadträte auf ihrer gestrigen Sitzung zu. Die Friedrich-Ebert-Stiftung habe im Februar eine hoch qualifizierte Veranstaltung zu diesem Thema in Erfurt durchgeführt und sei bereit, auch für Nordhausen zu diesem Thema geeignete Referenten zu finden, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion.
In der Informationsveranstaltung sei unter anderem über Erfahrungen im Kampf gegen Rechtsextremismus aus Sachsen berichtet worden. Hier hatte sich im Frühjahr 2005 ein rechtsradikales Netzwerk gebildet, das seine Aktivitäten mehr und mehr nach Thüringen ausdehnt. Im Vordergrund des Erscheinungsbildes stehen nicht mehr die Demonstrationen in den Städten, weit gefährlicher sind die Aktivitäten im Bereich der Jugendarbeit. Das geschieht überwiegend durch Einflussnahme über Musikveranstaltungen mit entsprechenden radikalisierenden Texten und die Einbeziehung in Kameradschaftstreffen.
Deshalb seien alle demokratischen Parteien, Organisationen, Kirchen und insbesondere Schulen gefragt, sich mit der Problematik zu befassen. Wir müssen mit allen Kräften versuchen zu verhindern, dass zur nächsten Landtags- und Kommunalwahl Rechtsradikale in unsere Parlamente einziehen, begründet die SPD-Fraktion ihren Antrag.
Autor: nnzÖffentlicher Ideenwettbewerb für Namen des neuen Einkaufszentrums am Pferdemarkt
In einem öffentlichen Ideenwettbewerb soll in Zusammenarbeit mit dem Investor ein Name für das künftige Einkaufszentrum am Pferdemarkt gefunden werden. Diesem Antrag der CDU-Fraktion stimmten jetzt die Stadträte auf der gestrigen Stadtratssitzung zu.
Dabei solle darauf geachtet werden, dass sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt bzw. Region Nordhausen in den Wettbewerb einbringen könnten, auch um eine positive Identifizierung mit dem Standort zu erreichen.
Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse sagte, dass auch der Investor ein großes Interesse an solch einem öffentlichen Wettbewerb hätte und gern in der Jury mitarbeiten wolle. Damit konnten die Bedenken von PDS-Stadtratsmitglied Detlef Kiel ausgeräumt werden, der die Meinung vertrat, dass der Stadtrat einem privaten Investor eine Namensgebung nicht vorschreiben könne.
Stadträte wollen Aufklärung über Rechtsradikalismus
In Verbindung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung plant die Stadt Nordhausen eine Informationsveranstaltung über Rechtsradikalismus. Diesem Antrag der SPD-Fraktion stimmten die Stadträte auf ihrer gestrigen Sitzung zu. Die Friedrich-Ebert-Stiftung habe im Februar eine hoch qualifizierte Veranstaltung zu diesem Thema in Erfurt durchgeführt und sei bereit, auch für Nordhausen zu diesem Thema geeignete Referenten zu finden, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion.
In der Informationsveranstaltung sei unter anderem über Erfahrungen im Kampf gegen Rechtsextremismus aus Sachsen berichtet worden. Hier hatte sich im Frühjahr 2005 ein rechtsradikales Netzwerk gebildet, das seine Aktivitäten mehr und mehr nach Thüringen ausdehnt. Im Vordergrund des Erscheinungsbildes stehen nicht mehr die Demonstrationen in den Städten, weit gefährlicher sind die Aktivitäten im Bereich der Jugendarbeit. Das geschieht überwiegend durch Einflussnahme über Musikveranstaltungen mit entsprechenden radikalisierenden Texten und die Einbeziehung in Kameradschaftstreffen.
Deshalb seien alle demokratischen Parteien, Organisationen, Kirchen und insbesondere Schulen gefragt, sich mit der Problematik zu befassen. Wir müssen mit allen Kräften versuchen zu verhindern, dass zur nächsten Landtags- und Kommunalwahl Rechtsradikale in unsere Parlamente einziehen, begründet die SPD-Fraktion ihren Antrag.

