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Mo, 13:51 Uhr
27.02.2023
Verbraucherzentrale begrüßt geplante Werberegulierung:

Meilenstein für den Kinderschutz

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat heute seinen Plan vorgelegt, wonach Kinder besser vor Werbung für Ungesundes geschützt werden sollen. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), kommentiert...

Statement von vzbv-Chefin Ramona Pop zu den BMEL-Plänen zu Werberegulierungen für ungesunde Lebensmittel (Foto: vzbv) Statement von vzbv-Chefin Ramona Pop zu den BMEL-Plänen zu Werberegulierungen für ungesunde Lebensmittel (Foto: vzbv)

„Werberegulierungen für ungesunde Lebensmittel wären ein echter Durchbruch für mehr Kinderschutz. Es gibt eine gesellschaftliche Verantwortung, dass Kinder gesund aufwachsen. Seit Jahren sprechen sich führende Wissenschaftler:innen, ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft und auch die Mehrheit der Verbraucher:inen dafür aus, Kinder endlich vor Werbung für zu Fettiges oder Süßes zu schützen. Die kommt häufig mit niedlichen Comics, Bärchen oder Dinos daher, verführt die Kinder am Ende aber immer wieder dazu, zu viel Zucker, Fett oder Salz zu konsumieren.

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Andere Länder zeigen, dass Werberegulierungen wirken. Dabei geht es nicht um pauschale Werbeverbote, sondern um kluge Regulierung. Gesunde Lebensmittel können gerne jederzeit beworben werden. Die Lebensmittel- und Werbeindustrie muss sich fragen lassen, warum sie sich so stark gegen Werbung für gesunde Lebensmittel für Kinder sträubt.

Es ist zu erwarten, dass die Lebensmittel- und Werbeindustrie gegen die Pläne Sturm läuft. Denn mit Werbung für ungesunde Lebensmittel lässt sich offensichtlich viel Geld verdienen. Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir sollte standhaft bleiben und seine ambitionierten Pläne nicht verwässern. Gut ist, dass Minister Özdemir sich an den Nährwertkriterien der Weltgesundheitsorganisation für gesunde Lebensmittel orientiert, Werbung für Ungesundes zwischen 6 und 23 Uhr einschränken will und zudem auch das Influencermarketing sowie Bannmeilen rund um Schulen, Kindergärten oder Spielplätze in den Blick nimmt.

Wichtig wäre, dass die Werberegulierungen nicht nur für Kindersendungen gelten – schließlich schauen Kinder auch zur Prime-Time Fernsehen – beispielsweise Sportübertragungen.“
Autor: red

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Kommentare
ossi1968
27.02.2023, 21:25 Uhr
Vorständin?
Also nichts gegen die berechtigten Forderungen. Aber das Wort "Vorständin" habe ich noch in keinem Duden gefunden, kommt in der deutschen Sprache so nicht vor. Ausser bei NNZ, die augenscheinlich auch auf die woke Gendersprechlinie nun einschwenken. Haben wohl Angst, daß ihnen ebenso wie einigen anderen z. b. das Bankkonto gekündigt wird in diesem Lande... MfG
grobschmied56
28.02.2023, 01:26 Uhr
Mein Geheimtipp für Betreiber_*I:nnen von ...
... Dönerläden, Pizza-Buden und asiatischen Nudel-Bars:
Geht gegen diese Art von 'Ernährungs - Diktatur' vor!
Benutzt dazu am Besten die Meldestelle für Anti-Diskriminierung.
Dort kann man auch Verstöße MELDEN, die unterhalb der Strafbarkeitsgrenze liegen.
Die ÖKO-Propaganda gegen Pizza, Döner, Nudel, Bratwurst, Curry & Co. richtet sich großenteils gegen Kleinunternehmer, welche gerade mit viel Mühe ihre Geschäfte gegründet und sich in Deutschland integriert haben.
Kaum zu glauben, aber wahr:
Der freundliche Italiener, welcher Straziatella Eis, Pizza oder Lasagne unters Volk bringt, der nette Türke, der mit seinem Döner Menschen satt und glücklich macht, die höflichen Vietnamesen (die sich etwas schief als 'China-Restaurant' tarnen, vor allem bei uns im Osten) - sie alle sollen verdammt und bestraft werden, weil ihre Gerichte total und ganz krass und mordsmäßig UNGESUND sind.
Werbung dürfen die dann nicht mehr machen.
Nicht mal mehr an ihrer eigenen Verkaufseinrichtung.
Was will die Verbotspartei in Zukunft noch erlauben?
Salat-Bar mit fett- und salzfreiem Grünkram, geschmacklich aufgewertet mit lecker knusprig gerösteten Heuschrecken?
Veggie- Burger mit Super-Protein-Einlage aus geschredderten Mehlwürmern?

Dieses Land wird sich verändern.
Es wird jünger werden.
Es wird bunter werden, und auch religiöser.
Und ich FREU MICH DRAUF!

Der Grobi freut sich vorsichtshalber NICHT.
Jäger53
28.02.2023, 07:43 Uhr
Kinder und Werbung
Kinder sollten grundsätzlich aus allen Werbungen heraus gehalten werden, egal um was es geht. Oder wollen sich die Konzerne schon die Käufer der Zukunft sichern.
Kobold2
28.02.2023, 08:10 Uhr
Nicht mal
Die dargelegten Fakten aus dem Duden werden Gier akzeptiert... Dann sind es die gleichen Leute, die sich fragen wohin es mit dem Land geht und dabei nicht mal merkendas sie selbst Teil des Problems sind.
Mit blinder Wut und Hass wird natürlich auch gleich aus jeder Regelung ein Verbot dahergeschwatzt.
AlleFutternDöner
28.02.2023, 09:07 Uhr
Das Nahrungsmittelkalifat wird ausgerufen!
Wir danken unseren großen Vorständinnen: Möhring, Salatin, Mao Ze Gurke und Björn Hokaido!
Wirsing das Volk und keine Kohlköpfe! Wir lassen und nicht Veräppeln! Denkt ihr etwa wir haben Tomaten auf den Augen?! Wir sähen und wir ernten!

Mal im Ernst: Am Ende wird sich zumindest wohl ein bisschen gegen die Lebensmittelkonzerne aufgelehnt. Oh Oh Oh, es bleibt spannend.
Es ist aber keinesfalls ein so humanitärer Bewegungsgrund dabei ausschlaggebend sondern lediglich die kleinste Violine der Welt. Versicherungen und Gesundheitsämter rechnen sich gut aus, wie die Gesellschaft sich entwickelt. Krank ist gut fürs Geschäft, aber zu viel krank lässt eher Kosten entstehen. Auch aufgrund von zurückgehender Produktivität. Das ist weder eine böse Verschwörung noch geheim. Es ist eine offen gelbete Wahrheit und etspricht voll und Ganz dem wirtschaftlichen Prinzip. Ob das alles vielleicht nicht ganz so cool ist, kann und soll jede Person für sich entscheiden.

Die "Ernährungsdiktatur", ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Was ist denn die StVo? Die Verkehrsdiktatur? Und der Bioladen ist ein Öko-Polit-Büro?
nur_mal_so
28.02.2023, 10:54 Uhr
Lieber Grobschmied,
sicher ist Ihnen beim Nicht-Lesen des Artikels entgangen, dass es weder um Dönerläden, noch Pizzerias oder als China-Imbiss getarnte Vietnamesen geht, sondern um an Kinder gerichtete Werbung im Fernsehen.

Als Mutter habe ich es selbst oft genug erlebt, dass im Kinderfernsehen (und glauben Sie mir, ich habe auf den fernseh-Konsum meiner beiden geachtet), ständig die klebrig-süße xyz als ultimativer Durstlöscher angepriesen wird, normaler Schnittkäse als gesunder Snack für zwischendurch, Vollmilchcremeschokoladenougatkeksriegel als ultimativer Spaß- und Gute-Laune-Macher und die glückliche Leberwurst zum Direkt-aus-der-Verpackung-in-den-Mund-Drücken als megacooler Spaß mit Freunden angepriesen wird. Und wenn eure Eltern euch das nicht kaufen, liebe Kinder, dann HASSEN sie euch! Der Werbeblock im ++++ wird sogar mit einer glücklich-überschwänglichen Kinderstimme angekündigt "jetzt kommt die WERBUNG!", als wäre es ein ganz toller Programmpunkt, der besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Und, wie gesagt, ich habe schon darauf geachtet, was und wie oft meine Kinder Fernsehen schauten und schauen.

Um all diese Auswüchse geht es in dem Artikel. Um diese Werbe-Auswüchse, die Kindern erzählen, ohne Wurst vom Fuchs könnten sie sich nie wieder auf dem Pausenhof sehen lassen, weil sie dann nicht cool sind.

Es geht nicht um "Pizza-Bäcker Deutschlands, vereinigt euch!", weil irgend eine "Verbots-Partei" Döner verbieten möchte. Meinem Sohn hätte ich gesagt, "Setz dich an den Kommentar nochmal dran, du hast komplett das Thema verfehlt".
ynnocja
01.03.2023, 11:42 Uhr
Angebot schafft Nachfrage
"Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion von CDU/CSU, Gitta Connemann (CDU) kritisierte „Bevormundung pur“. Nicht Werbung sei das Problem, sondern übermäßiger Konsum." Es stellt sich die Frage, wie der übermäßige Konsum zustande kommt? Bei genauer Betrachtung zeigt sich die Erkenntnis, dass solche Intelligenz mindernden Äußerungen letztlich auf das ambitiöse Profitstreben der Branche zurückzuführen sind. Denn Angebot schafft Nachfrage und nicht umgekehrt. Und das Angebot geht immer einher mit perfider Werbung, die durch psychologisch geschulte Marketingstrategen aufgezogen wird, damit die Produzenten dieses krank machenden Fressdrecks, der letztlich nur aus Fett, Zucker, Salz und minderwertigen Ausschussprodukten zusammen gekleistert ist, mit Einflüsterung und Indoktrination dem unbedarften Konsumenten untergeschoben werden kann. Kindern fehlt die Fähigkeit der kritischen Betrachtung und die unbedarften Eltern fallen nur allzu gerne auf die Heilsversprechen der Werbung und die aufgehübschten Verpackungen herein. Deshalb muss man Kinder schützen, denn sie sind Schutzbefohlene. Und die Eltern aufklären durch gut lesbare Kennzeichnung des Inhalts, gemessen an jeweils 100 Gramm und nicht an irreführenden Portionsgrößen, die der Verschleierung dienen. Genau das ist Özdemirs Bestreben und deshalb sehr zu begrüßen - endlich packt ein Politiker an, bei dem u. a. die Weinkönigin der christlich Bigotten jahrelang komplett versagt hat. Unerträglich ist einmal mehr die Blockadehaltung der FDP, die weiterhin dreist und unverhohlen die Interessen und das skrupellose Profitstreben der Konzerne über das Wohl der Gesellschaft, aber noch schlimmer auch über die Gesundheit unserer Kinder stellt. Und NEIN Frau Connemann, Werbung ist immer das Problem! Denn sie verfälscht die Tatsachen, beeinflusst und beschönigt realitätsfern, weckt Begehren und führt den Verbraucher in die Irre. Die schamlose Verlogenheit der Fressdreck-Branche ist letztlich verantwortlich für den krank machenden adipösen Ernährungszustand, der bereits in jungen Jahren das Leben unserer Kinder ruiniert.
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