Kommentare
grobschmied56
28.02.2023, 00:50 Uhr
Vollkommen logisch ...
... als junger Mann ging ich ganz gerne mal in Kneipen. Vor allem in der Gartenkolonie 'Stachelbeere' und der gleichnamigen Gartenkneipe trafen wir uns als Lehrlinge und Jungfacharbeiter gern. Freitag war unser Tag. Da konnten auch die Kumpels dazustoßen, welche die Woche über weit entfernt im Lehrlingswohnheim eines VEB ( 'Verbannung') untergebracht waren.
Die Einrichtung der Gartenkneipe war spartanisch, das Angebot an Speisen und Getränken beschränkt, trotzdem ging man gern hin.
Weil man Freunde traf, Leute kennenlernte und alles preiswert war.
Obendrein gab es keine Verbote!
Kein Rauch-Verbot!
Jeder konnte in der Kneipe oder auf dem Platz davor qualmen, soviel er wollte.
Kamen zwei drei Typen mit Klampfe, Mundharmonika und Tambourin, um eine spontane Session loszulassen, war das auch kein großes Problem.
Kurze Absprache mit dem Wirt - 'macht keen Schdress, der mir de Schdasi offn Hals bringd!' - nee Scheff! Mir machen nur Liebes-Schnulzen! Verschbrochen!!'
Und schon war alles gut.
Was war das für eine relativ unbeschwerte Zeit! Das dystopische Herumgezicke in der sogenannten 'Pandemie' - mit Zwang zu Rüsseltüten, 'Test' 2 - G - 3 - G und anderen Schwachsinn - das hätte damals unter uns nur stürmische Heiterkeit und Kopfschütteln ausgelöst!
'Gibt es jetzt auch hier im Osten versteckte Kamera?'
Das wäre unsere erste Frage gewesen. Verbunden mit brüllendem Gelächter!
Der Niedergang der Kneipenkultur in Deutschland, er ist gewollt und ganz bewußt hervorgerufen. Die Verbotspartei sieht es nicht gern, wenn sich junge Arbeiter zusammensetzen, Bier trinken, rauchen, Bratwurst und Frikadellen kauen und freiweg reden, was sie bewegt.
Allenfalls die Dönerbude und die Shisha-Bar finden bei der tonangebenden Elite noch Duldung.
Christian Staifen
28.02.2023, 07:00 Uhr
Ich hoffe
Es kommt nicht die 999e Dönerbude dort rein.!
Schnapsglas
28.02.2023, 07:31 Uhr
Traurig für unser Nordhausen....
Traurig. Wieder eine Insitution weniger. Nordhausen muss endlich die Kurve kriegen und zurück zu alter Stärke. Sonst geht die Bevölkerung noch weiter zurück, die Alten sterben, die Jungen ziehen weg. Die Politik muss was unternehmen. Geht in Mühlhausen usw. ja auch.
Mitternacht
28.02.2023, 07:36 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Anm. d. Red.: Danke für den Hinweis, wir haben das korrigiert
AlleFutternDöner
28.02.2023, 08:33 Uhr
Platz für neue Ideen...
...gibts nur, wenn altes weicht. Die Erinnerungen an das was war sind natürlich immer wieder gern eine emotionale Wärmflasche, die uns gut tut. Jedoch sollte alles was einmal war nicht mit dem was ist verglichen werden. Früher war halt alles früher... Jetzt wo das Lädchen geschlossen wird, wird gejammert aber als noch normalen Betrieb gab ist man dort auch nicht eingekehrt.
Ich glabe auch nicht daran, dass eine große Weltverschwörung das Kneipensterben diktiert, sondern eine urdeutsche Eigenart, die uns so sehr inne wohnt: der Geiz!
Warum für die Arbeit einer Person bezahlen, wo es doch ums Vielfache günstiger ist Bier im Supermarkt zu kaufen und daheim zu verzehren. Frei nach dem Motto, bevor ich eins in der Kneipe trinke, schraub ich mir 3 vorm TV rein und rege mich auf, dass die Kneipen sterben :)
Und jetzt bitte nicht mit Geldnot kommen. Viel MontagsspziergängerInnen haben sich zu Weihnachtsmarktzeiten auch mit Ihrem Zweitwagen in die Innenstadt begeben, Parkgebühren bezahlt und sich vorm Losgehen einige Glühvinos und Bratwürste für viele Teuros gegeben und anschließend angezeigt, dass es am Geld mangelt. Da wäre also mal ein Bier in der Woche in der Kneipe drin gewesen...
Die jungen Leute gehen übrigens auch weg, weil die Läden, die existieren dem selben Format wie Schenkes Stübchen entsprechen. Auch ein Wirt oder eine Wirtin sollte sich Gedanken machen, wie sie an Gäste kommen.
Überraschung! Zeiten ändern sich und die Zukunft kommt vielleicht schon Morgen, wenn wir Pech haben!
Übrigens: Döner macht schöner
Audio
28.02.2023, 09:32 Uhr
Schade, schade, schade,
wenn Schenke sein Image als altbekannte Kneipe mit deutscher Küche verlieren sollte !
Schenke ist eine der wenigen nordhäuser Traditionskneipen, die, zentral gelegen und mit der Möglichkeit, im Sommer draußen zu sitzen, ausgestattet ist. Und sie hat eine jahrelange Stammkundschaft, die täglich die (bisher noch) preiswerten Speisen zu sich nimmt.
Ich kann dem zukünftigen Betreiber nur raten, auf der traditionellen Schiene weiter zu fahren und sich darüber hinaus Gedanken zu machen, was an Zusatzeffekten die Anziehungskraft dieser schönen alten Kneipe erhöhen könnte.
der graue wolf
28.02.2023, 10:12 Uhr
Es wird wohl alles gut
Es bleibt deutsch!
Wolfi65
28.02.2023, 10:41 Uhr
Preiswert?
Ich habe vor nicht all zu langer Zeit mir erlaubt 2 Schnitzel zum mitnehmen und zwar Glas Bier a 033 Liter zum dort genießen bestellt.
Fast 29 Euro!
Was ist da preiswert?
nur_mal_so
28.02.2023, 11:00 Uhr
Lieber Wolfi65:
Wenn mal wieder jemand fragen sollte, warum Dienstleister aller Art, hier im speziellen Gastronomen, sich nur noch ausländische Angestellte leisten können und selbst dann am Existenz-Minimum herumkrebsen, keine Rücklagen bilden können, weder für ihren Betrieb noch für sich selbst, oder eben gleich ganz pleite gehen und schließen müssen:
Deshalb.
diskobolos
28.02.2023, 11:43 Uhr
Ach Grobschmied,
"Der Niedergang der Kneipenkultur in Deutschland, er ist gewollt und ganz bewußt hervorgerufen. Die Verbotspartei sieht es nicht gern, . . ."
Das ist doch Verschwörungstheorie in reinster Form. Glauben Sie wirklich, es gibt einen Geheimplan, der den Niedergang deutscher Kneipen zum Ziel hat?
Ist es nicht einfach so, dass auch wir Ostdeutschen Gefallen an italienischer, griechischer und asiatischer Küche gefunden haben? Am Ende entscheidet der Gast über die Existenz der Gastronomie. Nebenbei: Das vielleicht bestlaufendste Lokal mit deutscher Küche, der "Socken", wird m. E. von einer Russin geführt.
Wolfi65
28.02.2023, 11:56 Uhr
Alles dummes Kram
Wenn Helmut Schenke zu DM Zeiten von mir für zwei Schnitzel und zwei Glas Bier 60 DM verlangt hätte, dann wäre ich aufgestanden und nach Hause gegangen.
Selbst in Euro ist ein Preis von 30 Euro sehr happig und lockt keine Gäste an.
Man ist schließlich nicht im Westen, wo man solche Preise als angemessen empfindet.
Wenn man gewisse Gegebenheiten nicht akzeptiert, dann geht die Bude zu und gut ist.
Das wird auch der nächste Kneiper erfahren, wenn er auf der selben Schiene fahren sollte.
Der Rest ist alles kalter Kaffee.
Wie Bitte
28.02.2023, 15:58 Uhr
Wenn man anführt, dass Gaststätten heutzutage ruhig pleite gehen sollen,
denn sie sind selbst schuld, weil sie nämlich so gierig sind (denn, Achtung: in der DDR musste man ja schließlich für's Essen auch nicht so viel bezahlen!) - - - wo wollte man da mit dem Erklären der Entwicklungen der letzten 34 Jahre beginnen und wo aufhören?
Gehard Gösebrecht
01.03.2023, 09:19 Uhr
Genau grauer Wolf
"Es bleibt deutsch" denn unsere Mauern sind gebrochen, nur unsere Herzen nicht.
Oder so ähnlich.
Kobold2
01.03.2023, 13:05 Uhr
Dummer Kram
Ist es wirklich heutzutage noch mit DM zu argumentieren, die Ost- West Opferrolle zu bedienenund die Wertigkeit einer Ware samt Dienstleisung allein am Preis festzumachen.
Dann wieder das übliche Gejammer über die Politik und Verbotsparteien.
Was soll denn die Politik machen? Einen wöchentlich verpflichtenden Kneipenbesuch mit 20€ Mindestumsatz pro Person festzulegen? Ich lese schon Diktatur, Bevormundung, kann man im Westen machen.....
Bei den meisten mir bekannten Lokalen ist ohne Vorbestellung auch z.T. unter der Woche kaum was zu machen. Eine spontane Idee vor 2 Wochen im Nachbarkurstädtchen führte nur mit Glück zum Erfolg.
Kneipen machen zu, wenn das Konzept nicht stimmt und die Gäste ausbleiben.
Dazu gibt es viele Gründe, die aber am wenigsten in der Politik zu suchen sind.
Ich würde bei leben und leben lassen anfangen....
Aber wenn es schon am Schnitzel mit Bier für 14,50 scheitert....
Gehard Gösebrecht
01.03.2023, 13:35 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
Lautaro
01.03.2023, 16:59 Uhr
@Kobold
So sehr ich Dich auch schätze...
Ein Schnitzel und ein Bier für fast 30 DM....ich bitte Dich !
2015 fing ich ein Arbeitsverhältnis beim wahrscheinlich größten Arbeitgeber dieser Stadt an.
Der Lohn...900€.
Exakt dass, was ich 20(!) Jahre früher bei meinem alten Arbeitgeber bekam. Da kostete das Schnitzel aber noch 12-14 DM....aber nicht zum mitnehmen ! Sondern so richtig auf dem Teller mit Salatbeilage und Pommes.
Das soll keine Kritik an unseren hiesigen Gastronomen sein. Aber wenn ihre Preise sich von unseren Einkommen entfernen......dann hat das nichts mit Wunsch nach billig, sondern nach Bezahlbarkeit zu tun.
Ich habe keine Probleme, das 4-5fache des Einkaufspreises für ein gutes Essen zu bezahlen. So wie wir das alle 2 Monate bei einem guten Restaurant (ein Italiener gegenüber Nordbrand, oder dem braunen Hirsch tun ....mehr ist finanziell nicht drin).
Rotgrün hat damals vieles kaputt gemacht. Durch ihren Sozialfaschismus haben sie den einfachen Arbeitern die finanziellen Mittel genommen, einfach mal wieder in die Kneipe zu gehen. Das Rauchverbot hat mich natürlich auch abgehalten.....aber das kam später.
Lautaro
01.03.2023, 17:42 Uhr
@Kobold
So sehr ich Dich auch schätze...
Ein Schnitzel und ein Bier für fast 30 DM....ich bitte Dich !
2015 fing ich ein Arbeitsverhältnis beim wahrscheinlich größten Arbeitgeber dieser Stadt an.
Der Lohn...900€.
Exakt dass, was ich 20(!) Jahre früher bei meinem alten Arbeitgeber bekam. Da kostete das Schnitzel aber noch 12-14 DM....aber nicht zum mitnehmen ! Sondern so richtig auf dem Teller mit Salatbeilage und Pommes.
Das soll keine Kritik an unseren hiesigen Gastronomen sein. Aber wenn ihre Preise sich von unseren Einkommen entfernen......dann hat das nichts mit Wunsch nach billig, sondern nach Bezahlbarkeit zu tun.
Ich habe keine Probleme, das 4-5fache des Einkaufspreises für ein gutes Essen zu bezahlen. So wie wir das alle 2 Monate bei einem guten Restaurant (ein Italiener gegenüber Nordbrand, oder dem braunen Hirsch tun ....mehr ist finanziell nicht drin).
Rotgrün hat damals vieles kaputt gemacht. Durch ihren Sozialfaschismus haben sie den einfachen Arbeitern die finanziellen Mittel genommen, einfach mal wieder in die Kneipe zu gehen. Das Rauchverbot hat mich natürlich auch abgehalten.....aber das kam später.
Kobold2
01.03.2023, 17:50 Uhr
Seien Sie froh
Das 2015 die Politik den Mindestlohn eingeführt wurde, sonst hätte sie der Arbeitgeber womöglich mit noch weniger abgespeist...
Bei dem Lohnangebot allerdings hatte ich den Arbeitgebermal gefragt, wie kaputt er die Reigion noch machen möchte und abends nicht mal nach meinem Wecker gesucht.
DM Vergleiche bringen genauso wenig, wie die Fixierung auf den reinen Geldbetrag.
Wenn man allerdings von einer durch die Friteuse gezogenen Tiefkühlmalzeit schreibt, dann bekommt man das auch bei jedem Imbiss am Eck, oder halt noch hochpreisiger bei Tank und Rast.
Wenn der Wirt dieses Niveau anlegt, ja dann braucht man das auch nicht weiter ausführen.
Gut gemachtes Essen, motiviertes freundliches Pesonal gibt es eher selten auf Imbisspreisniveau.
Ich bin jetzt nicht grad ungeschickt am Herd. Von daher weiß ich gut gemachtes Essen zuschätzen, zumal ich wochentags, berufsbedingt wenig Zugang dazu habe.
Querulant
02.03.2023, 17:46 Uhr
Es wird ...
....wohl schon vor dem 1.April wiedereröffnet, der neue Inhaber ist mir bekannt.
Gisbert361
02.03.2023, 21:47 Uhr
Gott sei Dank
Wollen wir mal hoffen, dass nicht wieder ein "besorgter Bürger" oder ein weiterer "früher war alles besser"-Ulli der neue Inhaber wird. Wie wär's mit etwas frischem Wind?
Kobold2
02.03.2023, 21:59 Uhr
Für das
(Un???) Wohlbefinden einiger Mitmenschen,sollte man gleich von Beginn an die Preise auch in DM auszeichen......
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