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Mi, 12:09 Uhr
22.02.2023
Zunehmende Attacken in Notaufnahmen deutschlandweit

Angriffe auf Rettungskräfte in Nordhausen nicht relevant

Deutschlandweit nehmen die Attacken und Handgreiflichkeiten in den Notaufnahmen von Krankenhäusern zu. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Wie die Lage im Südharz Klinikum ist, schildert Markus Garzke...

Im Nordhäuser Südharz Klinikum kann dieses Ergebnis und ein daraus abzuleitender Trend jedoch so nicht ganz bestätigt werden. „Wir konnten bislang keine groben tätlichen Angriffe auf unser Personal verzeichnen.”, sagt der Chefarzt der Zentralen Notaufnahme, Julian Gonschorrek. Das liege aus Sicht des Mediziners unter anderem an der sehr guten Zusammenarbeit mit der Polizei in Nordhausen, aber auch an dem überwiegend ländlichen Charakter der Region. „Im Alkohol- und Drogenrausch werden schon mal Gegenstände beschädigt und in einigen Situationen gibt es verbale Attacken gegen unsere Mitarbeiter!“ berichtet Gonschorrek weiter.

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Dazu eines der wenigen Beispiele. So berichtet der Chefarzt von einem Vorfall, bei dem ein junger Mann in der Notaufnahme eine Tür “zerlegen” wollte, nur weil sein schmerzendes Knie nicht sofort behandelt wurde. “Unser Team sucht in solchen Situationen nicht die Konfrontation mit der Person, sondern versucht deeskalierend einzuwirken. Gleichzeitig wird die Polizei informiert, die in diesem Fall unmittelbar nach ihrem Eintreffen einen Platzverweis gegenüber dem Mann aussprach. Damit war die Situation geklärt”, erzählt Julian Gonschorrek. Im internen Fortbildungsprogramm des Klinikums werden den Mitarbeitern seit einiger Zeit entsprechende Schulungen zur Deeskalation und auch zum richtigen Abwehrverhalten angeboten.

Zudem gibt es im Südharz Klinikum an den Wochenenden und an Feiertagen einen externen Sicherheitsdienst, der mit den Problemlagen im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise Anfang 2018 etabliert wurde. Die Notwendigkeit eines Sicherheitsdienstes beschränkt sich auch aktuell nicht ausschließlich auf die Auswirkungen der Migration, sondern habe vor allem mit den Folgen des zunehmenden Drogenkonsums zu tun.

„Das Klinikum erstattet nach jeglichen Angriffen auf eine Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter und bei der Beschädigung von Eigentum eine Anzeige bei der Polizei und stellt konsequent Forderungen auf Schadensersatz bei dem Verursacher und setzt diese rechtlich durch. Darüber hinaus werde ein Hausverbot erteilt“, ergänzt abschließend Geschäftsführer Hage die Vorgehensweise im Südharz Klinikum.
Markus Garzke
Autor: red

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Kommentare
free Gigi
22.02.2023, 13:50 Uhr
NDH ist auch nicht Berlin
wo bspw. die Polizei, rund um die Uhr die Charite absichert, weil dort Gangster-Bosse behandelt werden (müssen).
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