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Mo, 18:14 Uhr
20.02.2023
Aus dem Kreisausschuss

Der Ukraine Effekt war deutlich zu spüren

Im Kreisausschuss lies der Landrat heute die Flüchtlingssituation des letzten Jahres noch einmal Revue passieren und gab einen Ausblick auf das, was man für dieses Jahr noch erwartet…

Den Anfang machten aber nicht Krieg und Flucht, sondern die Aufregung um wilde Wölfe mitten unter uns, die in der vergangenen Woche im Landkreis um ging. Die vermeintlichen Wölfe, die man bei Niedersachswerfen zu sehen geglaubt hatte entpuppten sich als Wolfshunde, die einem ansässigen Züchter entfleucht waren. Eine gewisse Ähnlichkeit zum echten Isegrimm hatten die Tiere durchaus, für den Laien war der Unterschied wohl nicht leicht zu erkennen.

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Beim Veterinäramt hingegen schon, man sei in Aktion getreten und werde dafür Sorge tragen, das sich dergleichen nicht wiederholt, so Landrat Jendricke. Hätte es sich tatsächlich um Wölfe gehandelt, die sich derart nah an menschliche Behausungen herantrauten, hätte er auch gegenüber dem Land für eine Abschuss eingestanden, gab der Landrat weiter zu Protokoll.

Weiter im Text und nach Berlin. Hier fand in der vergangenen Woche der Flüchtlingsgipfel statt, der aber, zumindest für die kommunale Familie, „keine greifbaren Erkenntnisse“ geboten habe. Bund und Länder stünden weiter in der Pflicht, großen internationalen Bekundungen der Solidarität auch eine entsprechende, reale Untersetzung folgen zu lassen.

Im Landkreis seien die Zahlen der Flüchtlinge im ersten Jahr des Ukrainekrieges mit rund 1.600 aufgenommenen Menschen am Ende groß gewesen und da der Krieg keine Anzeichen zeige, bald in Frieden zu münden, müsse man sich auch dieses Jahr auf zusätzliche Ankünfte einrichten, erklärte Jendricke. Dazu soll unter anderem das ehemalige Testzentrum in der Zorgestraße als Auffangunterkunft mit 50 Plätzen genutzt werden, bevor die Anlage zur Errichtung der neuen Leitstelle abgerissen wird. Die Stelle habe keine "Wohungsqualität", Neuankömmlinge sollen hier nicht bleiben, die Leute seien dazu angehalten, sich alsbald eine eigene Bleibe zu suchen, so Jendricke. Bereits im vergangenen Jahr hatte man in Sülzhayn mit dem ehemaligen „Haus Hohnstein“ eine zweite Einrichtung aufgemacht und die Kapazitäten der bestehenden Gemeinschaftsunterkunft ausgebaut.

Der „Ukraine-Effekt“ sei deutlich zu spüren gewesen, so Jendricke weiter. Zählte man 2021 noch 4583 Personen mit ausländischem Pass im Landkreis, waren es Ende 2022 letztlich 6410. Von Seiten der Ausländerbehörde seien aber auch 190 Abmeldungen vorgenommen worden, da sich eine Reihe Personen nicht mehr im Landkreis aufhielten. Ähnliches Vorgehen sehe er in anderen Kreisen nicht, womit man im Freistaat grob davon ausgehen könne, das knapp 10% der Flüchtlinge nicht mehr vor Ort weilen würden. „Da gehen Sozialleistungen mitunter an Leute, die gar nicht hier sind. Das ist nicht gut, es geht da auch um Glaubwürdigkeit.“, sagte Jendricke und unterstrich, das man in der Lage sein müsse, den Prozess mit melderechtlichen Maßstäben zu begleiten.

Der Zustrom an Kriegsflüchtlingen bringe die zuständigen Behörden auch personell an ihre Grenzen, wobei man aber im vergangenen Jahr dank vorausschauender Planung nicht zu denen gehört habe, die rufen mussten das nichts mehr ginge.

Dem Aufwand entsprechend müsse sich die Situation aber dennoch im neuen Stellenplan niederschlagen und der geht mit den Haushaltsdiskussionen einher. Letztere werden sich noch eine Weile hinziehen, zum nächsten Kreistag am 7. März werde man noch keine Vorlage einbringen können, erklärte Jendricke. Der Grund ist kein schlechter - man erwartet einen einmaligen Sondereffekt durch Zuwendungen der Landesseite, die dem Kreis Mehrkosten durch die Flüchtlingsaufnahme erstatten sollen, die genaue Höhe ist aber noch unklar.

Ausgaben über 50.000 Euro
Geld ausgeben muss man freilich trotzdem schon jetzt, zumal einige Investitionsmittel aus dem Vorjahr noch auf der Agenda stehen.
  • die IT Struktur der Regelschule in Heringen wird über den Digitalpakt für insgesamt 353.755 Euro ertüchtig. An der Regelschule Hainleite und der Regelschule in Bleicherode stehen ebenfalls IT-Investitionen an
  • eine „komplexe Sanierung“ steht der Sporthalle am Berufsschulzentrum in der Straße der Genossenschaften bevor. Kostenpunkt: 2,4 Millionen Euro, die aber zu 90% aus Fördermitteln bestritten werden
  • Eine Freigabe wurde auch für Mittel aus dem Landesprogramm für das solidarische Zusammenleben der Generationen erteilt, hier geht es um 296.300 Euro die zu 70% aus Förderung bestritten werden
  • Ähnlich sieht es beim Programm „Partnerschaft für Demokratie“ aus, hier geht es um 176.800 Euro, die gänzlich aus dem Förderprogramm stammen
  • Für die Bewachung von Flüchtlingsunterkünften werden 1,2 Millionen Euro freigegeben, die zu 100 Prozent durch den Freistaat gedeckt werden
  • Für die Notrufabfrage der Rettungsleitstelle stehen 85.000 Euro bereit
  • Für die Sanierung der Grundschule Sollstedt standen 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, von denen bis zum Rechnungsschluss aber nur rund 400.000 Euro ausgegeben werden konnten. Den Rest muss man nun vorläufig an das Land rücküberweisen, um Zinsstrafen zu vermeiden. Die Mittel seien dadurch aber nicht verloren, sondern könnten für 2023 neu abgerufen werden
  • Gebaut wird an der Schule aber bereits. Den Einbau der Elektronik wird einer Firma aus Bleicherode zugesprochen, Tischlerarbeiten gehen an eine Firma aus Hüpstedt
Autor: red

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Kommentare
Echter-Nordhaeuser
20.02.2023, 19:08 Uhr
Berlin und Flüchtlingsgipfel
Berlin befiehlt und der Bund und Länder müssen springen. Wo der ganze Platz herkommen soll ist den in Berlin schei.... egal.
Ich finde es ja immer genial wie alle Kraft dafür eingesetzt wird das es funktioniert, aber nur bei der eigenen Bevölkerung nicht.
Sozialleistungen für Flüchtlinge sofort einstellen die nicht hier sind!
geloescht.20240214
20.02.2023, 20:14 Uhr
Abschieben..
...abschieben und nochmals abschieben. Alle abgelehnt abschieben .
Psychoanalytiker
21.02.2023, 09:47 Uhr
Dem Kommentar ...
... von Harzer 66 ist fast nichts hinzuzufügen. Dieses Land hat von Seiten des Grundgesetzes nach wie vor nur einen Auftrag, unter bestimmten Bedingungen und Voraussetzungen Asyl zu gewähren. Von Wirtschaftsflucht und der damit verbundenen Einwanderung steht da nichts. Politiker aller Couleur, Behörden und Justizvertreter vermischen diese gesetzlichen Vorgaben aber unentwegt, wollen dies wahrscheinlich auch genau so. Und so kommt es, dass Menschen, die kein Bleiberecht haben, die abgeschoben werden müssten, über Jahre hinweg hierbleiben. Wenn dann mal doch abgeschoben wird, trifft es häufig diejenigen, die versuchten, sich zu integrieren, die die deutsche Sprache lernten, die ihren Allerwertesten heben und zur Arbeit gehen. Diejenigen, die nicht arbeiten, die Ausbildung ablehnen oder abbrechen, die das Grundgesetz verachten, die Polizei und Rettungskräfte angreifen, die Parallelgesellschaften leben, die ganze deutsche Stadtteile okkupieren, sodass unser eigenes Volk sich nicht mehr dort hintraut, die in die Kameras hineinrufen, dass Knaller und Raketen "Heimatgefühle" wecken, die aber soziale Hilfen gerne kassieren, die dürfen hierbleiben.

Langsam begreifen es nun auch diejenigen, die dies bisher so zuließen. Aber dann kommt das Argument, dass die Heimatländer dieser Störer diese nicht zurücknehmen wollen. Einerseits verstehe ich deren Meinung, sie sind "Störenfriede" los, brauchen sich nicht um sie zu kümmern, das macht ja Deutschland für sie. Andererseits gäbe es eine einfache Lösung: Diese Länder bekommen keine Wirtschaftshilfe mehr, wenn sie sich weigern, ihre eigenen Leute zurückzunehmen. Es ist doch komisch, wenn Politiker, die Gelder entgegen nehmen, gefunden werden, Politiker, die ihre eigenen Leute zurücknehmen müssten, aber nicht. Unser Geld fließt ja trotzdem.

Langsam bekommen es jetzt sogar Journalisten mit. Mal im Internet googlen, wie sich Reichelt, Strunz, Lanz u.s.w. seit der Silvesternacht und diversen Morden so wandeln.

Es werden immer mehr, die dies begreifen, ja sogar "GRÜNE" Landräte sind dabei. Dumm nur, dass sich imner wieder Bürgermeister und Landräte trotz "besseren Wissen" ihren Parteivorgaben beugen, ähnlich dem Bückling Habecks vor den Scheichs.
Paulinchen
21.02.2023, 11:22 Uhr
Das mit den Flüchtlingen...
... aus der Ukraine, will ich nicht in die Waagschale werfen. Aber dass der Flüchtlingsgipfel im Prinzip ohne Ergebnis zu Ende geht, ist ein Beweis dafür, zu was die Regierenden im stande sind. Sie sprechen von der Abschiebung derer, welche keine Aussicht auf ein Bleiberecht haben und die, welche wegen Kriminalitätsdelikten Deutschland verlassen müssen. Ups - die bisherige Tatenlosigkeit in der Sache macht es möglich, dass die Zahl der Abzuschiebenen inzwischen auf ca. 600000 angestiegen ist. Das würde bedeuten, dass pro Monat 50000 Flüchtlinge Deutschland verlassen müssten, um Platz für die wahren Flüchtlinge zu bekommen. Denn von den dafür notwendigen 400000 Wohnungen gibt ja auch kaum eine auf dem Markt.

Das Gesamtproblem illegale Zuwanderung ist nur über den Wegfall von Bargeldzahlungen und Kürzungen in der Entwicklungshilfe der Heimatlaender zu erreichen, aus denen die Flüchtlinge kommen und sie nicht mehr zurück genommen werden.
Denn noch immer ist Deutschland in den Herkunftslaendern der Flüchtlinge, als Paradies bekannt.
Psychoanalytiker
21.02.2023, 12:16 Uhr
Ich glaube, jetzt gehts los ...
... zumindest im baden-würtischen Lörrach. Da sollen etwa 100 langjährige Bewohner einer städtischen Häuserzeile ihre Wohnungen gekündigt bekommen, damit dort ukrainische Flüchtlinge einziehen können. Ich glaubte an einen Fake, aber RTL sendete dies vor wenigen Minuten auch. Wie in letzter Zeit so oft ... Flüchtlinge bekommen Vorrang vor dem eigenen Volk, und Politiker in nah und fern machen mit. Ich glaube es nicht ..., ein ähnliches "Spiel", wie man mit Rentnern und Heimbewohnern umgeht.

Nun bin ich mal gespannt in wieviel Häuser mit alleinstehenden Bewohnern in Zukunft auch noch Flüchtlinge einquartiert werden. Wer "A" sagt muss schließlich auch noch "B" sagen ... .
roni
21.02.2023, 12:27 Uhr
und weiter geht es
mit diesem Verrat am eigenen Volk...aber man kann es ja mit uns machen... weil !!!! wir es mit uns machen lassen...
diskobolos
21.02.2023, 13:36 Uhr
(Noch) Kein Grund zur Aufregung
Bis jetzt gibt es nach der RTL-Meldung noch gar keine Kündigung von Wohnungen in Lörrach, sondern nur eine Einladung zu einer Mieterversammlung. So leicht ist die Kündigung einer Wohnung in D nicht. Das haben schon viele Vermieter leidvoll erfahren, die lästige Mieter los werden wollten. Ohne gerichtsfeste Begründung und Einhaltung von Fristen geht da gar nichts. Dem Mieter werden in D eigentumsnahe Rechte eingeräumt.
Psychoanalytiker
21.02.2023, 13:36 Uhr
Herr Jendricke ...
... mussten oder wollten Sie Ihre Meinung zum Aufenthalt von Flüchtlingen im Landkreis ändern ??? Hat Ihre ach so soziale Partei "dudu" gemacht ? Den Eindruck kann man zumindest bekommen, wenn man den Artikel liest.

4583 Personen mit ausländischem Pass im Jahr 2021 stehen Ende 2022 immerhin 6410 gegenüber. Das sind 1827 (!) mehr. Motor Nordhausen hatte einst so viele Zuschauer, und das waren "Massen" in der Parkallee. Und 190 gingen zurück ? Tolle Zahl ! Wieviele der 4583 Personen haben eigentlich jetzt den Deutschen Pass und zählen jetzt nicht mehr in der Statistik mit. Fragen über Fragen, die ich da hätte.

Und wenn 10Prozent der Flüchtlinge nicht mehr vor Ort weilen, wie verhindert man dann,
dass da Sozialleistungen mitunter an Leute gehen, die gar nicht mehr hier sind. Und wie verhindert man, dass zwei, drei, vier mal Sozialleistungen abgefasst werden ? Schließlich "kassieren", ja sogar gerichtlich legitimiert, hier arbeitende Ausländer aus Rumänien Kindergeld, obwohl die Kinder gar nicht hier leben.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Landrat gegenüber seinen Aussagen im Oktober 22, dass uns die Solidarität um die Ohren fliegen wird, nicht mehr gilt. Herr Jendricke, was ist geschehen, dass es jetzt anders sein soll ? Mich interessiert auch, warum deutsche Landräte, ja sogar von den Grünen, sagen, dass wir es nicht mehr schaffen, hier aber laut Artikel "Friede, Freude, Eierkuchen" herrscht ... .
Undine
21.02.2023, 16:12 Uhr
Solange die Gehilfen in den Kommunen
es immer weiter möglich machen, sogenannte Flüchtlinge unterzubringen und zu versorgen, solange werden auch immer mehr ins Land geholt.
Trüffelschokolade
21.02.2023, 16:29 Uhr
unterlassene Hilfeleistung
Es werden Menschen ins Land "geholt"?

Die Menschen aus der Ukraine, um die es im Artikel geht, sind geflohen. Vor Krieg, Vergewaltigung, Vernichtung.

Die wurden nicht "hierhergeholt".

Und natürlich versorgt man Menschen, wenn diese Hilfe benötigen. Sollte sich die Kommune hinstellen und Leute direkt vor ihrer Tür verhungern und verdursten lassen, sterbende Menschen in der Stadt einfach sitzen lassen? Die Leichen dann vielleicht nicht mal wegräumen, sondern noch als Sinnbild für die eigene Untätigkeit liegen lassen?
Psychoanalytiker
21.02.2023, 18:04 Uhr
@ Trüffelschokolade
Wenn "Undine" hier schreibt, dass Flüchtlinge "ins Land geholt" werden, so hat sie nicht ganz Unrecht, zumindest wenn es um "Flüchtlinge im Allgemeinen" geht. Damit es nicht falsch verstanden wird, Flüchtlinge, die auf Grund gesetzlicher Grundlagen (GG) nach Deutschland kommen, sollen gerne kommen, dass sehen unsere Gesetze so vor. Ich bin auch für humanitäre Hilfen für "Ukrainer", "Verletzte" u.s.w.

Nur bin ich nicht für deren "Integration", wie es so mancher Politiker gerne hätte und in die Mikrofone diverser Medien hineinschreit. Die meisten Ukrainer wollen wieder zurück in ihre Heimat, aber "deutsche Politiker" sehen wieder nur Arbeitskräfte, die hierbleiben und "integriert" werden sollen. Wir brauchen ja "Fachkräfte" ... .

Und ja, wir holen Menschen ins Land, weil "Mutti Merkel" einst dazu einlud, der überwiegende Teil (vielfach nur junge Männer) ausschließlich ins "Schlaraffenland" wollte (hätte ich auch so gewollt) und viele Staaten der europäischen "Gemeinschaft" eben keine "Gemeinschaft" zeig(t)en und leb(t)en.

Wer nimmt denn noch Flüchtlinge auf ? Bei Ukrainern meist nur "Osteuropa" und ... Deutschland, bei anderen Flüchtlingen noch nicht einmal mehr Schweden oder Österreich. Und wenn Spanien, Frankreich, Italien, Ungarn, Österreich Wirtschaftsflüchtlinge nicht mehr aufnehmen ... holen wir sie ab. Wenn dies nicht geschieht, kommen sie alleine. Und mir soll KEINER erzählen, dass es nicht unsere Anreize sind, die dazu führen. In einer Phönix-Runde wurde ein integrierter Migrant danach befragt und "dummer Weise" bestätigte der es "live und in Farbe" genau so. "Dumm gelaufen" für den politischen Vertreter aus der SPD, der dies bestimnt nicht so hören wollte.

Ich sage es noch einmal: Im Rahmen des Grundgesetzes ist es für mich kein Problem. Aber "Daueraufenthalt" ohne gesetzliche Legitimierung ist nicht o.k..

Und das benennen inzwischen diverse Journalisten, Politiker, ja sogar Helfer, die bisher anders dachten, seit der Silvesrernacht, seit diversen Morden ..., und zwar genau so, wie ich es gerade beschrieb.
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