So, 09:12 Uhr
02.04.2006
Studie: Familienpolitik bringt Jobs
Nordhausen (nnz). Bislang war die Familienpolitik vornehmlich mit der Überlegung verbunden, welche Erleichterungen oder gar Vorteile sie den Familien bringt. Dass sie auch zusätzlich Arbeitsplätze zu schaffen vermag, ergab jetzt eine Modellstudie
Bei der Kurzvorstellung nimmt nnz Bezug auf einen dpa-Bericht, nach dem durch höhere Anreize für Dienstleistungen in Familien laut einer Studie der Robert-Bosch-Stiftung in den kommenden 40 Jahren rund 60 000 Vollzeit-Arbeitsplätze entstehen könnten. Zugleich werde dabei Familie und Beruf besser vereinbar und die Grundlage für mehr Kinder in Deutschland geschaffen, sagte Stefan Schaible, Projektleiter der Studie Unternehmen Familie, gestern in Berlin. Die Studie wurde im Auftrag der Bosch-Stiftung von der Unternehmensberatung Roland Berger erarbeitet. Das Modell sieht vor, Dienstleistungen in der Familie voll steuerlich abzugsfähig zu machen und die Abgaben für die Sozialversicherungen auf diese Tätigkeiten zu halbieren. Vor allem Gering- und Mittelverdiener würden von dem Modell begünstigt, sagte Schaible. Zudem würde das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 0,4 Prozent jährlich stimuliert ohne dass Mehrausgaben der öffentlichen Hand nötig würden.
Das ist eine bedeutsame Dimension, sagte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Kinderlosigkeit ist noch immer eine Grundvoraussetzung für Karriere und das ist ein fatales Signal für junge Männer und Frauen. Wie die Studie zeige, sei es jedoch sogar möglich, dass Kinder zum Motor der Karriere werden. (js)
Autor: nnzBei der Kurzvorstellung nimmt nnz Bezug auf einen dpa-Bericht, nach dem durch höhere Anreize für Dienstleistungen in Familien laut einer Studie der Robert-Bosch-Stiftung in den kommenden 40 Jahren rund 60 000 Vollzeit-Arbeitsplätze entstehen könnten. Zugleich werde dabei Familie und Beruf besser vereinbar und die Grundlage für mehr Kinder in Deutschland geschaffen, sagte Stefan Schaible, Projektleiter der Studie Unternehmen Familie, gestern in Berlin. Die Studie wurde im Auftrag der Bosch-Stiftung von der Unternehmensberatung Roland Berger erarbeitet. Das Modell sieht vor, Dienstleistungen in der Familie voll steuerlich abzugsfähig zu machen und die Abgaben für die Sozialversicherungen auf diese Tätigkeiten zu halbieren. Vor allem Gering- und Mittelverdiener würden von dem Modell begünstigt, sagte Schaible. Zudem würde das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 0,4 Prozent jährlich stimuliert ohne dass Mehrausgaben der öffentlichen Hand nötig würden.
Das ist eine bedeutsame Dimension, sagte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Kinderlosigkeit ist noch immer eine Grundvoraussetzung für Karriere und das ist ein fatales Signal für junge Männer und Frauen. Wie die Studie zeige, sei es jedoch sogar möglich, dass Kinder zum Motor der Karriere werden. (js)


